Böller-Eklat bei NRW-DuellErstes Spiel nach Rekord-Strafe: Fünf Personen im Stadion verletzt

Böller-Eklat im Westfalenpokal! Beim Spiel zwischen Preußen Münster und der SpVgg Erkenschwick detonierten mehrere Böller im Gästeblock, fünf Personen wurden verletzt. Die Polizei führte einen Verdächtigen ab,

von Béla Csányi (bc)

Drittligist Preußen Münster wird den Pyrotechnik-Ärger aktuell einfach nicht los. Schon im ersten Spiel nach einer vom DFB ausgesprochenen Mega-Strafe knallte es im Preußenstadion am Samstag (18. November 2023) schon wieder.

Die Polizei vermeldete fünf Verletzte, verantwortlich waren diesmal allerdings die gegnerischen Fans. Bei Münsters 4:0-Sieg im Viertelfinal-Duell des Westfalenpokals benahmen sich mehrere Anhänger von Oberligist SpVgg Erkenschwick daneben. Die Polizei nahm einen mutmaßlichen Böller-Werfer noch im Stadion vorläufig fest.

Polizei führt Böllerwerfer in Münster ab

Rund um den überlegenen Sieg des klar favorisierten Drittligisten habe es mehrere Böllerwürfe aus dem Gästeblock gegeben, schrieb die Polizei in einer Mitteilung. Ein Verdächtiger konnte von den Einsatzkräften schnell ausfindig gemacht werden. Auf Münster als gastgebenden Verein wartet nun die nächste Strafe.

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Die „Westfälischen Nachrichten“ berichteten, dass es sich bei den Verletzten um zwei Erkenschwick-Fans, zwei Mitarbeiter eines Getränkestands im Stadion und einen Mitarbeiter des Arbeiter-Samariter-Bunds handelte. Sie alle erlitten durch die lautstarke Detonation ein Knalltrauma.

Preußen Münster war unter der Woche in die Schlagzeilen geraten, weil dem Drittliga-Aufsteiger eine vereinsinterne Rekord-Geldstrafe aufgebrummt worden war. Satte 106.950 Euro muss der NRW-Klub zahlen, weil Fans kurz vor Anpfiff des Erstrunden-Krachers im DFB-Pokal gegen den FC Bayern (0:4) ein massives Feuerwerk abgebrannt hatten.

Die satte Summe hatte der Klub in einer Stellungnahme als „schweren Rückschlag“ bezeichnet. Man könnte das Verhalten der Fans und die daraus resultierenden Strafen „nicht tolerieren, weil sie unseren Sportclub vor allem finanziell sehr stark belasten“, stellte Sport-Geschäftsführer Peter Niemeyer (39) klar.

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Auch für Fehlverhalten beim knapp verlorenen Liga-Gastspiel Ende August bei Rot-Weiss Essen (0:1) wurde Münster zur Kasse gebeten. Kostenpunkt hier: 18.635 Euro.

Sportlich gab es für den SCP am Samstagnachmittag immerhin nichts zu meckern. Durch die Tore von Gerrit Wegkamp (45.+1), Daniel Kyerewaa (60.), Darius Ghindovean (63.) und Andrew Wooten (76.) revanchierte sich Münster für die Vorjahres-Blamage in Erkenschwick. Den DFB-Pokal hatte Preußen als beste westfälische Regionalliga-Mannschaft aber auch ohne den Titel im Verbands-Pokal erreicht.