Emotionale Abrechnung Österreich-Abgang von Franco Foda: Stöger-Kritik „das Allerschlimmste“

Die österreichische Fußball-Nationalmannschaft braucht einen neuen Trainer. Franco Foda hört nach verpasster WM-Quali auf, sein Abgang war emotional.

Wo geht es hin mit Österreichs Fußball-Nationalmannschaft? Nach dem letzten Spiel unter Trainer Franco Foda (55) wurde es emotional. Der scheidende Trainer fand deutliche Worte.

Am Dienstag (29. März 2022) hatte sich die österreichische Fußball-Nationalmannschaft ein 2:2 gegen Schottland erkämpft. Nach 0:2-Rückstand retteten die Bundesliga-Profis Michael Gregoritsch (75.) und Alessandro Schöpf (82.) im Ernst-Happel-Stadion in Wien das Unentschieden.

Für Trainer Foda war es der letzte Abend als Nationaltrainer, doch er war alles andere als glücklich bei seinem Abschied. Foda hatte zuvor nach der verpassten WM-Qualifikation seinen Rücktritt angekündigt. Nach dem Playoff-Aus gegen Wales (1:2) wäre der Kontrakt sowieso im März ausgelaufen.

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Und auf seiner letzten Pressekonferenz holte Foda zum Rundumschlag aus! Was für eine bitterböse Abrechnung mit allen Kritikern.

Franco Foda teilt gegen Kritiker in Österreich aus

„Die Mannschaft hat Zukunft, man muss sie arbeiten lassen. Nicht immer nur Nörgeln und Kritisieren. Es wird wichtig sein, in Zukunft zu 1000 Prozent hinter dieser Mannschaft zu stehen. Auch wenn einmal ein Ziel nicht erreicht wird“, legte Foda los. Für den Verband sei es wichtig, dass „nicht jeder eine Bühne bekommt und seinen Senf dazu geben kann.“

Dann wurde er konkreter und nannte Namen wie Ex-Nationalspieler Florian Klein (35). Der hatte bei Servus TV geledert: „Man hat es über die gesamte Zeit von Franco Foda nicht geschafft, einen Spielstil herauszulesen.“

Foda dazu: „Ich kann dann auch solche Aussagen wie von Florian Klein nicht nachvollziehen, der kritisiert, wie ich über Fußball denke. Er hat mit mir noch nie gesprochen, er kann gar nicht wissen, wie ich über Fußball denke.“ In seiner Ösi-Ära hatte Foda immerhin von 48 Spielen 27 gewonnen.

Auch Roman Mählich (50, Ex-Profi und Trainer sowie TV-Analytiker beim ORF) bekam sein Fett weg von Foda. „Ich bin kein Ratgeber für meinen Nachfolger, der braucht sicher keinen Berater, wie zum Beispiel einen Roman Mählich. Der hat als Trainer sehr wenig erreicht, ich habe viel erreicht“, stichelte Foda.

Ex-Spieler Florian Klein redete schlecht über Peter Stöger

Foda brach dann auch noch eine Lanze für Peter Stöger (55). Der Ex-Trainer des 1. FC Köln und von Borussia Dortmund gilt als heißester Kandidat für die Nachfolge von Foda. Ex-Spieler Klein hatte den auch schon schlecht geredet, weil er angeblich viel zu defensiv spielen lassen würde.

Foda erhob die Stimme: „Das Allerschlimmste ist, dass so ein ehemaliger Spieler, der ehemaliger Nationalspieler ist, jetzt schon einen Trainer, der einer der Kandidaten ist, kritisiert und ihn bewertet in der Art und Weise, wie er Fußball spielen lässt. Wir müssen jetzt endlich damit aufhören.“

Foda will, dass die Österreicher zusammen hinter ihrem Nationalteam stehen. Er will auch seinem neuen Trainer die Daumen drücken: „Ich wünsche meinem Nachfolger nur das Beste. Und der Nachfolger, der kommen wird, der hat die Qualität, um eigene Entscheidungen treffen zu können. Da braucht er keinen Berater. Ich wäre sicher ein guter Experte, der nicht ein Spiel sieht, sondern das Spiel auch liest und nicht nur blind Trainer kritisiert.“

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