Ex-FC-Coach vor UnterschriftNur noch 3. Liga: Traditionsklub will Achim Beierlorzer

Der Mainzer Trainer Achim Beierlorzer beim Interview vor dem Spiel bei Ex-Klub 1. FC Köln.

Achim Beierorzer, hier am 17. Mai 2020 vor dem Spiel zwischen dem 1. FC Köln und Mainz 05 im Interview, steht kurz vor einem Drittliga-Engagement.

Achim Beierlorzer winkt nach einem Jahr ohne Trainerjob eine neue Herausforderung. Der ehemalige Bundesliga-Coach beim 1. FC Köln und Mainz 05 soll 1860 München zum Zweitliga-Aufstieg führen.

Die angepeilte Rückkehr in die 2. Bundesliga ist für 1860 München aktuell weit entfernt, nur noch eine herausragende Rest-Saison könnte die Löwen nach sechs Jahren Abwesenheit zurück ins Fußball-Unterhaus befördern. Dafür setzt der Deutsche Meister von 1966 jetzt sogar auf Bundesliga-Erfahrung.

Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, soll Achim Beierlorzer (55) die Nachfolge von Interims-Coach Günther Gorenzel-Simonitsch (51) antreten, der Ende Januar nach dem Aus von Michael Köllner (53) eingesprungen war. Beierlorzer trainierte in der Saison 2019/2020 für kurze Zeit erfolglos den 1. FC Köln (13 Spiele, Punkteschnitt 0,77), hielt sich anschließend ein knappes Jahr bei Mainz 05 und war zuletzt Co-Trainer bei RB Leipzig.

3. Liga: 1860 München setzt auf Achim Beierlorzer

Auf der Sitzung des Aufsichtsrats am Donnerstag (16. Februar 2023) habe sich der lang ersehnten Durchbruch ergeben, hieß es beim Löwen-Portal „die blaue 24“. Zwar steht Beierlorzer aktuell noch in Leipzig unter Vertrag, ist dort aber seit über einem Jahr freigestellt. Eine Einigung gelte daher als Formsache.

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In München würde Beierlorzer auf den Mann folgen, der ihn nach seiner ersten Station bei einem Profi-Klub beerbt hatte: 2014 wechselte er nach vier Jahren bei der U17 von Greuther Fürth in den Unterbau von RB Leipzig, bei den Franken-Bubis stand anschließend Köllner für ein Jahr an der Seitenlinie.

Alle FC-Trainer ab 2000

Sie standen beim 1. FC Köln an der Seitenlinie

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In München musste der 53-Jährige zuletzt nach über drei Jahren und 133 Pflichtspielen an der Grünwalder Straße seinen Hut nehmen. Zum Verhängnis wurde ihm dabei eine 1:2-Niederlage gegen Dynamo Dresden – betreut von Markus Anfang (48), einem weiteren früheren FC-Trainer.

Nach zwei vierten Plätzen träumte der blaue Teil von München vor Saisonbeginn vom nächsten Schritt und der Zweitliga-Rückkehr, stand bis zum 15. Spieltag auch durchgehend auf einem der ersten drei Plätze. Seitdem rutschte das Team aber immer weiter ab, holte nur zwei Siege aus zehn Spielen. Von Beierlorzer wird daher die sofortige Trendwende erwartet, um doch noch mal ganz oben mitzumischen. (bc)