James-Bond-Plakate Krasse Wandlung: Ex-FC-Flop wird jetzt in New York gefeiert

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Daniel Royer erzielte in 26 Zweitligaspielen 3 Tore für Köln.

Schladming – Es gibt Karriere-Wege im Fußball, die scheinen unergründlich. Wenn den FC Fans Daniel Royer (29) in Erinnerung geblieben ist, dann wohl höchstens als Gesicht einer tristen Zweitliga-Zeit.

In der völlig kernerneuerten Youngster-Truppe nach dem kläglichen Abstieg 2012 konnte der Österreicher nicht wirklich Akzente setzen, nach nur einer Saison war für die Leihgabe (26 Spiele/3 Tore) wieder Schluss.

Ex-FC-Flop Royer: Elf Tore in der letzten MLS-Saison

Reibereien mit Ex-Coach Holger Stanislawski, der ihn wegen eines Interviews vor dem Heimspiel gegen Bochum aus dem Kader strich, blieben nicht aus. Doch weit weg von Köln hat das einstige Mauerblümchen nun sein fußballerisches Glück gefunden: In der Weltstadt New York!

Auch optisch ist der Rotschopf, nun statt Keksfrisur mit keckem Sidecut, inzwischen eine ganz andere Partie.

Seit nun schon drei Jahren kickt Royer für die New York Red Bulls und ist im Big Apple zum wichtigsten Offensivakteur avanciert. Satte elf Tore gelangen dem gebürtigen Steyrer in der abgelaufenen Spielzeit - ein Topwert in der MLS.

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„Die Uhren dort ticken anders als in Europa. Vom fußballerischen her: Die Liga ist sehr physisch. Die Liga verbessert sich jährlich. Sie ist auf einem guten Weg. Es taugt mir drüben, ich fühl mich pudelwohl und habe noch lange Vertrag“, sagte der Schladminger im Kamin-Gespräch mit dem heimischen Medium Ennstal TV.

Kein Vergleich zu den früheren Zeiten am Geißbockheim, als Royer in der neuformierten Mannschaft um Mitstreiter wie Thomas Bröker und Chong Tese im Mittelfeld des Unterhauses herumdümpelte und den Erwartungen hinterher hinkte.

In New York soll Royer geschätzte 720.000 Euro pro Jahr verdienen. Warum er für Österreichs Nationalteam trotz seiner guten Leistungen in Übersee kein Thema ist, verwundert viele Experten im Nachbarland.

Fans vergleichen ihn mit James Bond

„Diese Frage ist mir in den letzten Jahren oft gestellt worden. Ich kann es nicht entscheiden, kann es nur probieren zu beeinflussen. In den letzten drei Jahren hat das gut funktioniert“, muss auch Royer etwas schmunzeln.

Was er nach der Karriere machen mag, das weiß er noch nicht genau. Aber dem Fußball wolle er schon erhalten bleiben.

Bis es soweit ist, will er noch weiter New York aufmischen. Wegen seiner Rückennummer 77 gibt es im Stadion 0077-Fanplakate mit ihm als James Bond.

Wegen der Corona-Krise ruht natürlich auch im derzeitigen Epizentrum der Pandemie der Ball.

„Ich möchte einmal den MLS-Cup gewinnen, das größte was man dort gewinnen kann“, sagt er, „das hat der Verein noch nie geschafft.“

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