„Eine Voll-Maschine“FC-Youngster erhält Profivertrag – Vorbereitung bei den Profis

Testspiel in Bergisch Gladbach: Julian Pauli, Damion Downs, Meiko Wäschenbach (1. FC Köln).

Drei Youngster beim Testspiel in Bergisch Gladbach am 6. September 2023:  von links: Julian Pauli, Damion Downs und Meiko Wäschenbach (alle 1. FC Köln).

Der Kader des 1. FC Köln nimmt Formen an. Am Sonntag gab der Klub die Vertragsverlängerung mit Timo Hübers (27) bekannt. Doch auch einige Talente könnten sich in den Vordergrund drängen.

von Uwe Bödeker (ubo)

Welches Gesicht hat die Mannschaft des 1. FC Köln in der kommenden Zweitliga-Saison? Am Sonntag (9. Juni 2024) gab der Klub die Vertragsverlängerung von Timo Hübers (27) bekannt. In der Innenverteidigung dürfte der Routinier gesetzt sein.

Die Frage ist: Wer spielt neben ihm nach dem Abgang von Jeff Chabot (26) zum VfB Stuttgart? Luca Kilian (24) fällt mit seiner Kreuzbandverletzung wohl noch bis in den Dezember aus. Dominique Heintz (30) kann sowohl in der Innenverteidigung als auch als Außenverteidiger eingesetzt werden. Aus Kaiserslautern kommt Leihspieler Nikola Soldo (23) zurück.

Julian Pauli: Bald Top-Verteidiger beim 1. FC Köln?

Doch auch einige Youngster sollen bald mehr Verantwortung beim FC übernehmen. Da ist zum einen Innenverteidiger Elias Bakatukanda (20), der unter Trainer Timo Schultz (46) regelmäßig bei den Profis trainierte, aber nie zum Einsatz kam. Er wurde nur in der 2. Mannschaft in der Regionalliga aufgestellt, kam auf 24 Spiele.

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Ein anderer Name ist bei Experten auch hoch im Kurs – vor allem, was die Zukunft angeht: Julian Pauli (18, geboren in London, deutsche Staatsbürgerschaft). Der 1,90 Meter große Spieler verfügt über alle Anlagen, um ein Top-Verteidiger zu werden. Beim FC hat er nun einen langfristigen Profivertrag bekommen. Das gab der Klub am Dienstag, 11. Juni 2024, bekannt.

„Er ist vor allen Dingen eine Voll-Maschine, ein Voll-Gerät! Der kann, wenn er sich gut entwickeln lässt, ein richtig Guter werden“, sagt Athletik-Coach Arne Greskowiak, der Pauli neben NHL-Star Leon Draisaitl (28) oder NBA-Star Dennis Schröder (30) ebenfalls betreut. Greskowiak weiter: „Er ist ein Mega-Talent, was ich so höre. Die Leute haben große Lust, mit ihm zu arbeiten. Und wir haben auch Bock, ihn weiterzuentwickeln. Er ist ein cooler Typ. Ich glaube, das kann was werden für den FC!“

FC-Geschäftsführer Christian Keller (45) sagt: „Julian bringt vieles mit, um ein richtig guter Innenverteidiger zu werden. Seine Robustheit, sein Tempo, seine Zweikampfstärke und allen voran auch seine Mentalität sorgen für viel positive Fantasie in seine weitere Entwicklung. Wir freuen uns sehr, dass wir gemeinsam mit Julian auch zukünftig daran arbeiten können, aus dieser Fantasie Realität werden zu lassen und seinen Durchbruch in unsere Lizenzspielermannschaft zu realisieren.“

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Pauli selber ist begeistert: „Ich freue mich, meinen ersten Lizenzspielervertrag beim 1. FC Köln unterschrieben zu haben. Ich bin vor drei Jahren vom BVB nach Köln gekommen und habe mich hier auf Anhieb wohlgefühlt. Ich bin zwar in Düsseldorf aufgewachsen, fühle mich mittlerweile aber wie ein echter Kölner. Die Stadt und der Club passen sehr gut zu mir. Ich möchte mich hier durch hartes Training weiterentwickeln, um irgendwann im Rhein-Energie-Stadion auflaufen zu können. Das ist mein großes Ziel.“

Pauli soll sich in der Vorbereitung bei den Profis zeigen, unter Schultz war er auch schon einmal beim Training der Profis dabei. In der abgelaufenen Saison spielte er aber hauptsächlich noch in der A-Junioren-Bundesliga. Dort kam er auf 21 Einsätze mit zwei Toren. Mit der Kölner U21 absolvierte Pauli vier Spiele in der Regionalliga West.