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Geburtstagsinterview mit Stephan Engels So denkt die Legende über den 1. FC Köln

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Für den 1. FC Köln schlug Stephan Engels (r.) viele Schlachten, auch gegen die Bayern mit Paul Breitner.

Mondorf – Wer Stephan Engels (59) in diesen Tagen anruft, der wird ihn mit einiger Wahrscheinlichkeit auf dem Golfplatz antreffen, denn der frühere FC-Profi und Ex-Coach hat die Begeisterung für den kleinen weißen Ball voll erwischt. Zu Hause ist der Alt-Internationale aber auf dem Fußballrasen, wo er große Erfolge als Spieler feierte, vor allem in Müngersdorf. „33 Jahre war ich für den FC tätig“, sagt Engels, der in 294 Spielen für den 1. FC Köln 59 Tore erzielte. „Er ist und bleibt eine Herzensangelegenheit.“

Stephan Engels feiert im Kreis der Familie

An diesem Sonntag wird die FC-Legende 60 Jahre alt. Im EXPRESS gibt er sein Geburtstagsinterview.

Stephan Engels, ein runder Geburtstag steht an. Gibt es eine rauschende Party?

Alles zum Thema Pierre Littbarski

Nein, das hatte ich zum 50. Da habe ich groß am Geißbockheim gefeiert und abends noch im Bacco in Bonn. Aber irgendwie bleibt da keine Zeit für den Einzelnen. Deshalb lasse ich mich diesmal von meiner Familie überraschen, mit meinen Freunden werde ich das im kleinen Kreis nachholen. Leider sind ja schon einige gegangen. Es gibt ein Bild von meinem Geburtstag damals, da stehen Wolfgang Overath und ich unter anderem mit Hannes Löhr, Jupp Röhrig und Hans Schäfer. Sie sind alle nicht mehr da. Auch Gerd Strack fehlt mir als Weggefährte.

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FC-Ikone Stephan Engels (l.) an seinem 50. Geburtstag mit Hannes Löhr, Jupp Röhrig Wolfgang Overath und Hans Schäfer (v.l.).

Alt-Internationale treffen sich mit dem Vorstand

Mit den anderen Alt-Internationalen wird es nach ihrer Kritik ein Treffen mit dem Vorstand geben. Was versprechen sie sich davon?

Mir geht es darum, ob die Werte, die sich dieser Verein mit seiner Charta gegeben hat, noch gelebt werden. Darüber wollen wir mit dem Vorstand sprechen. Es geht uns darum, dass der FC wieder an die Erfolge von einst anknüpfen kann. Dafür müssen aber alle an einem Strang ziehen.

Was bedeutet Ihnen der 1. FC Köln?

Er ist für mich eine Herzensangelegenheit. Punkt. 33 Jahre war ich für den FC tätig. Die schönste Zeit war natürlich als Spieler. Ich habe unglaublich viel gelernt. Von den Trainern wie Hennes Weisweiler, Rinus Michels und Christoph Daum, unter dem ich Kapitän war. Von Mitspielern wie Heinz Flohe, Bernd Cullmann, Klaus Allofs oder Pierre Littbarski. Da konnte man sich selbst als älterer Spieler auch noch ein paar Ideen holen. Als Nachwuchsleiter konnte ich 2012 mit der Truppe um Yannick Gerhardt und Mitchell Weiser erst die B-Jugendmeisterschaft und dann den A-Jugend-Pokalsieg feiern. Davon hat der Verein extrem profitiert.

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Pierre Littbarski (l.) jubelt über das 2:0 von Stephan Engels (Nummer zehn) im zweitrundenspiel des UEFA-Pokals gegen die Glasgow Rangers am 3. November 1982.

Was sind die größten Momente, auf die sie zurückblicken?

Da gibt es doch einige. Unser 4:0-Sieg in Barcelona war sicher so ein Highlight. Und das 5:0 über die Glasgow Rangers in Müngersdorf, wo ich zwei Tore selbst erziele und die anderen vorbereiten konnte. Mein erstes Länderspiel 1982 vor 170.000 Zuschauern im Maracana in Brasilien. So etwas vergisst man nicht. Aber es gibt natürlich auch die Tiefpunkte, aus denen man viel fürs Leben mitgenommen hat. Die Verletzungen – ich hatte zwei Kreuzbandrisse und einen Knöchelbruch. Der zweite Kreuzbandriss war eigentlich ein Totalschaden im Knie. Aber ich stand sechs Monate später wieder auf dem Platz. Das war damals eine Sensation.

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Stephan Engels spielte achtmal für Deutschland. Sein Debüt gab er am 21. März 1982 vor 170.000 Zuschauern im Maracana in Rio de Janeiro beim 0:1 gegen Brasilien.

Was machen sie heute noch im Fußball?

Ich organisiere die Spiele der Traditionself, habe eine Agentur und kümmere mich um Spieler wie Yannick Gerhardt und meinen Sohn Mario, der in Sandhausen spielt. Zudem bin ich seit zehn Jahren Präsident des TuS Mondorf. Daneben bin ich inzwischen im Immobilienbereich tätig.

Und auf dem Golfplatz…

(lacht) Ja, da hat mich der Ehrgeiz gepackt. Vor einem Jahr habe ich Trainerstunden und Platzreife von Freunden geschenkt bekommen. Und wenn ich etwas mache, dann mache ich es richtig. Also bin ich jetzt fast jeden Tag draußen und trainiere. Mein Handicap ist inzwischen bei 26. Aber ich bin ehrgeizig. Da geht auch mit 60 noch mehr…

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