Leon Draisaitl steht den Edmonton Oilers vorerst nicht zur Verfügung. Ein Krankheitsfall in seiner Familie zwingt ihn zur Auszeit.
„Denken an ihn und seine Familie“Krankheitsfall: Kölner Draisaitl nach Deutschland gereist

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Connor McDavid ist mit seinen Gedanken bei Leon Draisaitl.
Aktualisiert
Sorgenvolle Tage für den deutschen Eishockey-Star Leon Draisaitl. Der Kölner steht den Edmonton Oilers in der NHL aus privaten Gründen vorerst nicht zur Verfügung.
Wie die Kanadier mitteilten, nimmt Draisaitl aufgrund einer Erkrankung innerhalb der Familie eine Auszeit, um nach Deutschland zu reisen. Draisaitl werde nach Angaben der Oilers voraussichtlich Ende der nächsten Woche zum Team zurückkehren.
Draisaitl-Coach: „Situation ist wirklich sehr bedauerlich“
Details nannte die Franchise nicht. „Im Namen von Leon bittet der Klub um Privatsphäre“, hieß es abschließend in der kurzen Mitteilung. „Wir werden Leon vermissen und hoffentlich dauert es nicht allzu lange“, sagte Headcoach Kris Knoblauch: „Natürlich stehen wir hinter ihm in dieser Situation, die wirklich sehr bedauerlich ist.“
Kapitän Connor McDavid, der gut mit Drasaitl befreundet ist, ist mit seinen Gedanken ebenfalls bei seinem Kumpel. „Die Arbeit kommt erst an zweiter Stelle“, betonte der Kanadier.
McDavid sagte weiter: „Jeder hier ist ein Bruder, Vater, Sohn oder was auch immer, und das steht an erster Stelle. Er muss nach Hause zu seiner Familie. Wir denken natürlich an ihn und seine ganze Familie, und wir müssen uns um alles kümmern, während er weg ist.“
Das gelang zumindest im ersten Spiel ohne Draisaitl gut. Edmonton fertigte am Samstagabend in einem kanadischen Duell die Vancouver Canucks in deren Arena dank eines bärenstarken zweiten Drittels mit 6:0 ab.
Draisaitl, hinter McDavid zweitbester Scorer bei den Oilers, wird Edmonton voraussichtlich noch in den Spielen gegen die St. Louis Blues und die New Jersey Devils fehlen. Auch die Partien gegen die Pittsburgh Penguins und die Washington Capitals am kommenden Wochenende könnte der Top-Stürmer und Sohn des ehemaligen Profis und früheren Haie-Trainers Peter Draisaitl verpassen.
Derweil erzielte Tim Stützle sein 21. Saisontor, warf mit den Ottawa Senators aber einen Punkt weg. Im Duell gegen Rekordmeister Montréal Canadiens bekamen die Gastgeber erst zwei späte Gegentreffer in der regulären Spielzeit und verloren dann nach Verlängerung 5:6.
Stützle traf zum 2:2 (24.) und bereitete das 3:3 durch Dylan Cozens (36.) vor. Juraj Slafkovsky (56.) sowie Alexandre Carrier (57.) sorgten mit den Toren zum 4:5 und 5:5 für die Overtime, Cole Caufield beendete das Spiel nach Wiederbeginn schnell (61.). Ottawa hat in der Eastern Conference sieben Punkte Rückstand zu einem Wildcard-Platz, der zur Play-off-Teilnahme berechtigt.
John-Jason Peterka schlug mit Utah Mammoth die Seattle Kraken um Torhüter Philipp Grubauer 6:3, blieb aber im Duell der deutschen Nationalspieler ohne Scorerpunkt. Grubauer wehrte 24 Schüsse ab.
Der frühere Bundestrainer Marco Sturm feierte mit seinen Boston Bruins durch das 5:2 bei den Chicago Blackhawks den sechsten Sieg in Serie. Verteidiger Mason Lohrei traf doppelt für die Gäste. Boston belegt den ersten Wildcard-Platz im Osten. (are/sid)

