Eishockey-WMDeutschland mit zwei Auftakt-Pleiten – fliegt Draisaitl für nur ein Spiel fast 6700 Kilometer?

Leon Draisaitl im Trikot der Edmonton Oilers.

Leon Draisaitl, hier am 6. Mai 2023, könnte bei einem Ausscheiden der Edmonton Oilers noch ins WM-Geschehen für Deutschland eingreifen.

Deutschland musste bei der Eishockey-WM zwei Auftakt-Pleiten hinnehmen. Wenn für das DEB-Team alles gut läuft, könnte NHL-Star Leon Draisaitl noch ins WM-Geschehen eingreifen.

Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) hat noch Hoffnung auf eine prominente Verstärkung bei der WM in Finnland und Lettland.

Sollte NHL-Superstar Leon Draisaitl (27) mit den Edmonton Oilers im Viertelfinale ausscheiden, will Sportdirektor Christian Künast (67) „anfragen, wie es bei ihm aussieht“. Dem besten deutschen Eishockeyspieler droht schon in der Nacht zu Montag (4 Uhr MESZ/Sky) gegen die Vegas Golden Knights das Aus.

„Leon Draisaitl würde sich auch für ein Spiel lohnen“

„Er würde immer gerne für Deutschland spielen“, berichtete Künast, „kann aber nicht sagen: Um 23 Uhr bin ich fertig, jetzt steig' ich in den Flieger zur WM.“

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Die Versicherungsfrage sei geklärt, ein paar Tage Wartezeit wären zu verschmerzen, so Künast: „Leon Draisaitl würde sich auch für ein Spiel lohnen.“ Zwischen Edmonton und dem finnischen Tampere liegen rund 6700 Kilometer.

Auch eine WM-Teilnahme von Torhüter Philipp Grubauer (31), der mit Seattle Kraken noch um den Einzug ins Stanley-Cup-Halbfinale kämpft, schloss der DEB-Sportdirektor nicht aus. Zwei Kaderplätze hat der DEB bei der WM bislang noch offen gelassen.

Schon in Finnland eingetroffen ist dagegen Leon Gawanke (23). Der AHL-Verteidiger war nach dem Play-off-K.o. mit Manitoba Moose direkt aus Nordamerika nach Helsinki geflogen. Am Sonntagmittag stieß der 23-Jährige, der künftig für die Adler Mannheim in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) spielt, in Tampere zum deutschen Team.

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„Er hat eine hervorragende Saison in Manitoba als Offensivverteidiger gespielt“, sagte Bundestrainer Harold Kreis (64), „mit ihm hoffen wir im Powerplay auf mehr Übersicht und mehr Torgefahr.“

Ob Gawanke schon am Montag (15.20 Uhr MESZ/Sport1 und MagentaSport) gegen die USA auf dem Eis stehen wird, ließ Kreis noch offen: „Das ist nicht alleine meine Entscheidung. Wir müssen sehen, wie er sich fühlt.“ (sid)