Betrug in der DEL? Eishockey-Star wechselt eigenmächtig zu US-Klub

Eishockey-Star Avery Peterson im Trikot der Bietigheim Steelers blickt konzentriert auf das Eis.

Bietigheim-Steelers-Profi Avery Peterson (hier am 12. Dezember 2021) hat ohne die Erlaubnis seines Klubs Deutschland verlassen.

DEL-Eklat: Bietigheim-Neuzugang Avery Peterson soll ohne die Freigabe seines Klubs in die USA gereist sein und dort für ein anderes Team spielen. Die Steelers wollen nun rechtlich gegen ihren Spieler vorgehen.

Bietigheim-Bissingen. Die Bietigheim Steelers erwägen, ein juristisches Verfahren gegen ihren gerade erst verpflichteten Starspieler Avery Peterson (26) einzuleiten. „Aktuell prüfen wir, inwieweit wir rechtliche Schritte bezüglich Vertragsbruch und Schadensersatzforderung geltend machen können“, teilte der DEL-Klub am Mittwoch (22. Dezember 2021) mit.

Peterson habe sich ohne Freigabe einem Team aus der nordamerikanischen Liga ECHL angeschlossen. Man habe die DEL und den Deutschen Eishockey-Bund informiert – und der DEB wiederum die Internationale Eishockey-Föderation (IIHF) in Kenntnis gesetzt.

US-Profi Peterson wollte wegen Krankheit zurück nach Nordamerika

Peterson war Anfang des Monats von den Milwaukee Admirals, einem Farmteam der Nashville Predators, gekommen. Vor der Partie bei den Iserlohn Roosters am 17. Dezember habe der Stürmer überraschend mitgeteilt, dass er nicht mehr spielen könne, krank sei und sofort in die USA zurück wolle, schreiben die Steelers.

„Wir wollten ihn zum Arzt senden um ihn untersuchen zu lassen – dies lehnte er ab. Über mehrere Tage versuchten wir, ihn weiter ärztlich betreuen zu lassen – immer verweigerte er dies“, heißt es in der Mitteilung. Auch psychologische Unterstützung habe er nicht angenommen. „All dies machten wir in enger Abstimmung mit seinem Agenten“, so der DEL-Klub.

Peterson habe dann „eigenmächtig seinen Flug gebucht und ist zurück in die USA geflogen“, schreiben die Bietigheimer weiter. Mittlerweile hätten sie festgestellt, dass der Eishockeyprofi noch einen weiteren Agenten habe. „Ein solch betrügerisches Verhalten hat im Profisport nichts zu suchen“, heißt es am Ende der Mitteilung der Schwaben. (dpa)

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