Auch Australien schlägt US-Stars Deutsche Basketballer bei Olympia in Hammer-Gruppe

NBA-Star Patty Mills von den San Antonio Spurs wird beim Testspiel zwischen Australien und den USA von Kevin Durant von den Brooklyn Nets gefoult.

Patty Mills (l.) und seine australischen Teamkollegen fügten den favorisierten US-Amerikanern um Superstar Kevin Durant (r.) am 12. Juli (Ortszeit) im zweiten Testspiel die zweite Niederlage zu.

Die Basketballer der USA sind bei den Olympischen Spielen in Tokio wie üblich der große Favorit auf die Goldmedaille. Die Vorbereitung der US-Boys läuft allerdings alles andere als rund. Das darf auch dem deutschen Team Angst machen.

Las Vegas. Die Basketball-Nationalmannschaft der USA hat in der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Tokio auch ihr zweites Testspiel in Folge verloren – ein Novum. Nach dem 87:90 gegen Nigeria gab es am Montagabend (12. Juli, Ortszeit) ein 83:91 gegen Australien.

Dass das aus NBA-Stars zusammengestellte US-Team ausgerechnet Nigeria und Australien unterlag, darf insbesondere der deutschen Nationalmannschaft Bauchschmerzen bereiten. Die Auswahl von Bundestrainer Henrik Rödl (52) trifft in Gruppe B des olympischen Turniers auf beide Bezwinger des großen Favoriten, zudem wartet in der Vorrunde Italien.

Der Deutsche Basketball-Bund (DBB) hatte es erst kürzlich über das Qualifikationsturnier in das Aufgebot für die Olympischen Spiele geschafft.

Damian Lillard: „Arbeiten noch daran, ein Team zu werden“

Seit NBA-Profis 1992 erstmals für die US-Nationalmannschaft gespielt haben, war die Pleite in Las Vegas erst die vierte Niederlage in nun 58 Test-Partien. „Wir arbeiten noch daran, ein Team zu werden“, sagte NBA-Star Damian Lillard (30) von den Portland Trail Blazers nach der Begegnung, in der er mit 22 Punkten bester Werfer für Team USA war. Kevin Durant (32) von den Brooklyn Nets kam auf 17 Punkte, Bradley Beal (28) von den Washington Wizards auf zwölf.

Trainer Gregg Popovich (72) wirkte bei der Pressekonferenz nach der Partie angefressen und lieferte sich ein Wortgefecht mit einem Journalisten, beharrte aber darauf, zufrieden gewesen zu sein mit seiner Mannschaft. „Wir sind besser gewesen heute, ich habe mich gefreut über das, was ich gesehen habe“, sagte der Erfolgscoach, der in der NBA die San Antonio Spurs trainiert. „In der zweiten Halbzeit sind wir müde geworden.“

Olympische Spiele: US-Basketballer mit weiteren Tests

Zur Halbzeit hatten die USA noch 46:35 geführt gegen die Australier um Patty Mills (32) von den Spurs, der am Ende auf 22 Punkte kam, Joe Ingles (33) von den Utah Jazz (17 Punkte) und Matisse Thybulle (24; 12 Punkte) von den Philadelphia 76ers. „Wir werden uns das anschauen und daraus lernen“, sagte Popovich. Vor dem Olympia-Auftakt gegen Frankreich testen die USA noch gegen Argentinien, erneut gegen Australien und zum Abschluss gegen Weltmeister Spanien. (dpa, bl)

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