Die Wahrheit hinter Netflix-Doku? Ex-Teamkollege schießt gegen Michael Jordan

Scottie Pippen und Michael Jordan jubeln bei einem NBA-Spiel.

Scottie Pippen (l.) und Michael Jordan, hier am 24. April 1998 im NBA-Spiel der Chicago Bulls gegen die New Jersey Nets.

Weiterer Gegenwind für Michael Jordan und die populäre Netflix-Doku „The Last Dance“. Mit Scottie Pippen kritisierte jetzt erneut ein Teamkollege das Vorgehen der NBA-Legende rund um die Serie.

Chicago. Millionen Sportfans haben seit dem vergangenen Jahr die erfolgreiche Netflix-Dokumentation „The Last Dance“ über NBA-Legende Michael Jordan verfolgt (58). Ausgerechnet einer seiner langjährigen Wegbegleiter hat Jordan jetzt für die gefeierte Doku hart kritisiert.

Ex-Teamkollege Scottie Pippen (56), der von 1987 bis 1993 und von 1995 bis 1998 mit Jordan bei den Chicago Bulls spielte, arbeitet sich in seiner bald erscheinenden Biografie heftig an seinem früheren Teamkollegen ab.

NBA: Scottie Pippen kritisiert Michael Jordan für Netflix-Doku

In ihren insgesamt neun gemeinsamen Jahren bei den Bulls wurden beide fünfmal NBA-Champions, doch die Netflix-Doku mit dem Blick zurück in die goldenen Jahre stieß dem früheren Small Forward übel auf.

Der Hauptgrund: Statt die erfolgreiche Zeit der Bulls von allen Seiten zu beleuchten, geht es laut Pippen vor allem um den wohl besten Basketball-Profi aller Zeiten. Der folge damit einer klaren Agenda.

„Michael war davon überzeugt, der aktuellen Generation zu beweisen, dass er noch immer größer ist als Lebron (James) – der Spieler, den viele mit ihm auf Augenhöhe sehen, oder sogar darüber“, heißt es in einem Ausschnitt des Buchs, den das Magazin „GQ“ vorab veröffentlichte.

NBA: Scottie Pippen mit Michael Jordans Netflix-Doku unzufrieden

Ähnlich hatte sich im vergangenen Jahr bereits ein weiterer Teamkollege geäußert. Horace Grant (56) beklagte die Selbst-Inszenierung von Jordan, der an der Produktion maßgeblich beteiligt war. „Es ist keine Dokumentation, wenn genau eine Person das letzte Wort hat und entscheidet, was in der Serie vorkommt“, sagte Grant im vergangenen Jahr kurz nach Erscheinen der Serie.

Doch auch die eigene Darstellung gefällt Pippen ganz und gar nicht. Er habe sich nur als ein „Requisit“ gefühlt, weil auch seine komplizierte Lebensgeschichte schnell wieder in den Hintergrund gerückt sei. Sofort schwenkte die Perspektive wieder zu „MJ und seinem Willen, zu siegen“, beklagte Pippen. Das entsprechende Fazit des zweimaligen Basketball-Olympiasiegers: „Michael hat seine Geschichte präsentiert, nicht die Story von ‚The Last Dance‘“. (bc)

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