BBL-Klub entsetzt Ludwigsburg-Talent Oscar da Silva vor Spiel „einfach abgehauen“

Oscar da Silva versenkt den Ball im Basketball-Spiel der MHP Riesen Ludwigsburg gegen Crailsheim.

Bei der Saisoneröffnung der MHP Riesen Ludwigsburg am 11. September gegen Crailsheim war Oscar da Silva noch dabei, jetzt droht nach einem Eklat die Trennung.

Ärger bei den Basketballern der MHP Riesen Ludwigsburg. Talent Oscar da Silva schwänzte den BBL-Auftakt und verschwand einfach. Dahinter stecken offenbar Wechselpläne.

Ludwigsburg. Dieser Vorfall überschattete selbst den umjubelten Sieg im Auftaktthriller der MHP Riesen Ludwigsburg in der Basketball-Bundesliga am Samstag (25. September). Talent Oscar da Silva (23) fehlte beim 88:87 gegen die Hamburg Towers ohne jede Erklärung, war nach Angaben seines Trainers sogar „einfach verschwunden“.

John Patrick (53) schimpfte nach dem Spiel: „Keiner hat das verstanden. Ich verstehe das auch nicht. Das ist mein 23. Jahr als Head Coach und ich habe sowas noch nie gesehen.“

Ärger bei MHP Riesen Ludwigsburg über Oscar da Silva

Die genauen Hintergründe? Noch immer etwas unklar. Vor dem Spiel war da Silva, der erst im März verpflichtet worden war, ohne jegliche Absprache Richtung Berlin aufgebrochen, wo er offenbar für Meister Alba spielen will.

Das Abschlusstraining in Ludwigsburg hatte er zuvor noch ganz normal absolviert. Am Spieltag erhielt Trainer Patrick dann laut „Bietigheimer Zeitung“ vier Stunden vor Beginn eine Nachricht, in der der Spieler ihn über sein Vorhaben informierte.

Warum der Power Forward ausgerechnet diesen Weg wählte, kann sich der Verein nicht erklären. „Normalerweise würde man sprechen oder diskutieren. Er ist einfach abgehauen. Es ist schade“, sagte Patrick. Die Tür für eine weitere Zusammenarbeit ließ er dennoch offen. Er hoffe, dass man noch einmal zusammenfinde: „Jetzt müssen die Verantwortlichen eine Lösung finden.“

MHP Riesen Ludwigsburg siegen in der BBL auch ohne Oscar da Silva

Sportlich wurde das Fehlen von da Silva allerdings erfolgreich aufgefangen. Gegen Hamburg war Routinier Tremmell Darden (39) mit 21 Punkten und sieben Rebounds bester Werfer und bescherte den Riesen vor knapp 2000 Zuschauern den knappen Erfolg.

Ob das Publikum in Ludwigsburg künftig auch noch einmal Oscar da Silva zujubeln darf, steht nach der „bösen Überraschung“, wie Trainer Patrick beklagte, allerdings in den Sternen. (bc)

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