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Kommentar zur Basketball-EM Spannender als Tatort: ARD und ZDF müssen Entscheidung überdenken

Dennis Schröder (Deutschland) beim Freiwurf.

Dennis Schröder am 10. September 2022 im Achtelfinale der Basketball-EM gegen Montenegro beim Freiwurf.

Die Basketball-EM in Deutschland sollte der Sportart einen Schub geben. Doch weil ARD und ZDF die kalte Schulter zeigen, geht das Turnier an der breiten Masse vorbei. Dabei wird Großartiges geboten. Bei einem Halbfinal-Einzug sollten die Sender in sich gehen. Ein Kommentar.

Es ist Crunchtime bei der Basketball-Europameisterschaft. Mit packenden Duellen ist am Wochenende (10. und 11. Spetmber 2022) die Finalrunde in Berlin gestartet. Nach einer zumindest in Köln teilweise spektakulären Vorrunde boten die Achtelfinals noch eine ganze Menge mehr als sie ohnehin schon auf dem Papier versprachen.

Allein das packende, hochemotionale und dramatische Aus von Topfavorit Serbien gegen die leidenschaftlich kämpfenden Italiener riss nicht nur die Zuschauer in der Berliner Mercedes-Benz-Arena aus den Sitzen.

ARD und ZDF liefern fadenscheinige Begründung

Es zeigte, was für eine fantastische Sportart Basketball sein kann. Nicht minder überraschend und genauso fesselnd war Finnlands Sensationssieg über Kroatien.

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Umso bitterer ist und bleibt es, dass ARD und ZDF der Heim-Europameisterschaft die kalte Schulter zeigen. Die Begründung, man hätte im Sommer zu viel Live-Sport gezeigt, erscheint da fadenscheinig.

Mindestens eine Absprache im Falle eines erfolgreichen Abschneidens der deutschen Mannschaft hätte es geben müssen – doch nun findet das Event ausschließlich bei Telekom-Sender Magenta Sport statt.

Basketball-Fans werden wissen, wie sie die Spiele zu sehen bekommen. Doch die immer wieder auch von den Spielern wie Dennis Schröder oder Franz Wagner geäußerte Hoffnung, dem Basketball-Sport einen Schub raus aus der Nische geben zu können, wird sich so kaum erfüllen.

Dabei war selten eine Europameisterschaft derart gut besetzt wie die in Deutschland. Mit NBA-MVP Nikola Jokic (Serbien), seinem Vorgänger Giannis Antetokounmpo (Griechenland) und dem möglichen Nachfolger Luka Doncic (Slowenien) opfern absolute Superstars ihren Sommerurlaub nach einer langen Saison in Amerika, um für ihr Land um den Titel zu spielen.

Griechenland steht Deutschland im Viertelfinale im Weg

Antetokounmpo steht mit Griechenland am Dienstag (20.30 Uhr, live auf Magenta TV) zwischen der deutschen Mannschaft und ihrem Weg zur anvisierten Medaille.

Das DBB-Team hofft auf die Unterstützung der Fans in der Halle, will aber auch den Funken in die deutschen Wohnzimmer überspringen lassen.

Spätestens im Fall eines Sieges des Teams von Coach Gordon Herbert sollten die Öffentlich-Rechtlichen noch einmal in sich gehen – und mit der (gesprächsbereiten) Telekom verhandeln. Selbst wenn am Sonntagabend normalerweise der Tatort läuft – einen spannenderen Krimi als ein mögliches deutsches EM-Finale (das Endspiel steigt am Sonntag, 18. September, um 20.30 Uhr) kann es doch kaum geben.

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