Endlich geklärt Darum trocknet die Haut beim Baden aus

Auf dem Symbolfoto (aufgenommen am 9. August 2021) sieht man einen laufenden Wasserhahn.

Jeder kennt es, doch wenige wissen wissen warum es passiert: Das Austrocknen der Haut beim Baden. 

Obwohl man beim Baden im Wasser entspannt, ist die Haut danach trocken. Warum ist das so? In diesem Artikel erfahren Sie, wie es dazu kommt.

Köln. Legt man ein Handtuch ins Wasser, wird es nass. Legt man sich selbst ins Wasser, wird man auch nass. Aber die Haut fängt schon nach ein paar Minuten in der Badewanne an auszutrocknen. Doch warum?

Eigentlich gibt Ihre Haut andauernd Feuchtigkeit ab. Wenn Sie nicht gerade Sport treiben und schwitzen, merken Sie aber nichts davon. Denn auf Ihrer Haut gibt es ein Gemisch von Stoffen, die dafür sorgen, dass die Haut trotzdem nicht austrocknet - wenn Sie sie einigermaßen in Ruhe lassen.

Der Säuremantel schützt die Haut

Dieses Gemisch von Stoffen heißt „Natürlicher Feuchtigkeitsregulator“ oder „Natural Moisturizing Factor“, kurz: NMF. Manchmal liest man auch den Begriff Säuremantel.

Dieser Säuremantel liegt auf der Haut und enthält unter anderem Aminosäuren, Milchsäure und Harnstoff. Er hat vor allem eine Aufgabe: Wasser zu binden, damit die Haut intakt bleibt und sich gegen Keime und andere schädliche Umwelteinflüsse wehren kann. Zusammen mit einer Fettschicht, die größtenteils aus den sogenannten Ceramiden besteht, bildet dieser Säuremantel die Hautbarriere.

Wasser schwächt die Hautbarriere

Beim Baden sorgt nun der NMF dafür, dass die Hautzellen besonders viel Wasser aufnehmen. Gleichzeitig werden aber auch jene Substanzen ausgespült, die das Wasser gut binden. Das heißt: Während des Badens nimmt die Haut eine Menge Feuchtigkeit auf, die sie aber nach dem Baden nicht mehr halten kann. Die Haut trocknet aus. Die Fettschicht könnte vor dem Ausspülen schützen, aber auch sie wird beim Baden teilweise weggewaschen - vor allem, wenn Seife im Spiel ist.

„Innerhalb einer Minute verdunstet aus der aufgeweichten Hautoberfläche ein großer Teil der Feuchtigkeit“, schreiben die Dermatologen vom Hautarztzentrum Kiel. In Panik um die Gesundheit muss deswegen aber natürlich niemand geraten. Das Feuchtigkeitsdefizit reguliert sich normalerweise von selbst wieder. 

Es gibt aber Menschen mit einer Neigung zu trockener Haut, die nach dem Duschen oder Baden sehr trocken wird, spannt und vielleicht juckt. Ihnen raten Fachleute, beim Duschen oder Baden rückfettende Öle zu verwenden, und danach eine Öl-in-Wasser-Emulsion. (tsch)

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