Falsches Versprechen Große Backpapier-Lüge von „Öko-Test“ aufgedeckt

Wir benutzen es regelmäßig: Backpapier. Es gehört zu den Produkten, die normalerweise schnell im Müll landen. Die meisten wissen nicht, dass einige Produkte ihr Werbeversprechen nicht halten können.

Frankfurt am Main. Die gute Nachricht vorweg: Die Zeitschrift „Öko-Test“ kann nach einem Test Backpapiere und -matten empfehlen. Bis auf eine Ausnahme enthalten alle 24 im Labor untersuchten Unterlagen keine bedenklichen Inhaltsstoffe und erzielten die Note „sehr gut“ bis „gut“ im Praxistest.

Allerdings gehören die üblichen Backpapiere zu den Einwegprodukten, die schnell im Müll landen und nicht recycelbar sind. Denn bis auf eine Ausnahme sind alle Produkte im Test mit Silikon beschichtet, teilt die Zeitschrift „Öko-Test“ mit (Ausgabe 11/2021).

Backpapier-Lüge: Silikone verhindern das Recycling 

Dieser Kunststoff verhindert, dass etwa Teig nicht kleben bleibt. Aber das führt auch dazu, dass die Backpapiere nicht übers Altpapier recycelt werden können oder mit dem Biomüll zu neuer Blumenerde umgesetzt werden.

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Denn Silikone bauen sich kaum ab und reichern sich in Organismen und der Nahrung an. Sprich: Man muss die Backpapiere im Restmüll entsorgen.

Allerdings suggerieren manche Firmen mit entsprechenden Werbe-Aufdrucken, dass ihre Einweg-Backpapiere kompostierbar seien. Sie wurden von den Prüfern daher abgewertet und erhielten nur die Note „gut“. Immerhin: Die Einweg-Backpapiere lassen sich durchaus mehrfach nutzen. Auswechseln sollte man sie, wenn sie spröde werden.

Welche Backpapier-Alternativen gibt es?

Angeschaut hat sich die Zeitschrift auch vielfach verwendbare Silikonmatten für den Ofen, als Backmatten bekannt. Sie gehören in die Gruppe der mit „sehr gut“ getesteten Modelle. Durchgefallen ist allerdings eine weitere Matte, eine Teflon-Dauerbackfolie, wegen bedenklicher Inhaltsstoffe. (dpa)


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