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Reformationstag In welchen Bundesländern ist der 31. Oktober ein gesetzlicher Feiertag?

In manchen Bundesländern ist der Reformationstag ein gesetzlicher Feiertag, in anderen nicht. Unser Symbolbild (aufgenommen am 19. Juni 2018) zeigt ein Kalenderblatt mit dem Wort „Feiertag“.

In manchen Bundesländern ist der Reformationstag ein gesetzlicher Feiertag, in anderen nicht. 

In manchen Bundesländern ist er ein Feiertag, in anderen nicht: Der Reformationstag (31. Oktober). Doch was bedeutet er und wo gilt er als gesetzlicher Feiertag?

Köln. Ist am 31. Oktober nicht Halloween? Ja, aber eigentlich ist der 31. Oktober der „Reformationstag“, ein evangelischer Feiertag. Wie der Name schon sagt, feiert die evangelische Gemeinde an diesem Tag die Reformation der Kirche.

In diesem Artikel erfahren Sie, in welchen Bundesländern der Reformationstag ein gesetzlicher Feiertag ist und was überhaupt an diesem Tag gefeiert wird, denn er gilt in der Geschichte der Kirche als großer Meilenstein.

In diesen Bundesländern ist der Reformationstag (31. Oktober) ein gesetzlicher Feiertag:

  • Brandenburg
  • Bremen
  • Hamburg
  • Niedersachsen
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen

Wer am 31. Oktober aber auf einen zusätzlichen arbeitsfreien Tag oder auf Schulfrei gehofft hatte, wird dieses Jahr leider enttäuscht: Der Reformationstag fällt 2021 auf einen Sonntag.

In anderen Ländern kennt und feiert man den Reformationstag übrigens ebenfalls, so zum Beispiel in der Schweiz oder in Österreich, wobei er da kein gesetzlicher Feiertag ist. 

Was wird am Reformationstag (31. Oktober) gefeiert?

Am 31. Oktober 1517 veröffentlichte Martin Luther 95 Thesen und nagelte diese an die Schlosskirche von Wittenberg. Damit kritisierte er die Kirche und ihren – in seinen Augen – unmoralischen Umgang mit Ablassbriefen.

Durch Ablassbriefe konnten sich die Menschen von ihren Sünden freikaufen. Jedoch war Martin Luther der Meinung, dass man dadurch nicht von seinen Sünden befreit würde. Jesus Christus habe laut Luther bereits die Erlösung gebracht, indem er für die Menschen starb.

Außerdem übersetze Martin Luther die Bibel, sodass jeder, der kein Latein sprechen oder verstehen konnte, an Gottesdiensten teilnehmen oder die Bibel lesen konnte. Er setzte somit auf mehr Bildung für die Menschen, was in den Augen der Kirchen durchaus als gefährlich galt. 

Der Thesenanschlag gilt somit als Start der Kirchenreformation, denn er änderte nicht nur den Blick der Menschen auf die Kirche, sondern auch das generelle Verständnis von Glauben. Aus dieser Reformation entstand die evangelisch-lutherische Glaubensrichtung. (sai)

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