Mu-Err, Reishi und Fu Ling Wunderheilung durch Pilze? Gegen diese Krankheiten sollen sie helfen

Eingeweichte Mu-Err Pilze, die auch als Judasohr bezeichnet werden, liegen in einer Schale.

Mu-Err-Pilze in einer Schale. Das Symbolbild wurde am 12. September 2016 aufgenommen.

Ob Mu-Err, Reishi oder Fu Ling. Zahlreiche Pilze sollen laut Traditioneller Chinesischer Medizin eine wundersam-heilende Wirkung haben. Doch helfen sie wirklich gegen Krankheiten?

In der Chinesischen Traditionellen Medizin werden sie seit ungefähr 5000 Jahren eingesetzt. In Deutschland sind sie hingegen nicht als Arzneimittel zugelassen und werden von Ärzten und Ärztinnen mit großer Skepsis betrachtet. Was bringen sogenannte Heil- oder Vitalpilze wie Mu-Err, Reishi und Fu Ling wirklich?

Die Heilpilze werden in der chinesischen Medizin als Sud und Pulver verwendet. Neben Magen-Darm-Problemen sollen sich auch Atembeschwerden und Allergien mit ihnen behandeln lassen. Extrem vielseitig eingesetzt wird der Mu-Err-Pilz. Doch wo stößt man am ehesten auf den Begriff Mu-Err?

Mu-Err, Reishi und Fu Ling: Was ist das und wie kann es helfen?

Der Mu-Err-Pilz, auch Black Fungus, Holunderpilz oder -schwamm, Ohrlappenpilz und Wolkenohrenpilz genannt, ist vor allem aus der chinesischen Küche bekannt, wird dort in allen möglichen Gerichten verwendet. Abseits der Speisekarte wird er aber auch zur Stärkung des Immunsystems, zur Behandlung von Kreislaufproblemen und gegen Atherosklerose verwendet. Sie sollen zudem entzündungshemmend wirken und den Cholesterinspiegel senken.

Reishi, Fu Ling und Cordyceps sinensis werden hingegen im Kampf gegen Krebs eingesetzt. Ihre Wirkstoffe töten erwiesenermaßen Tumorzellen ab, zumindest im Reagenzglas. Das Problem ist jedoch, diese Wirkstoffe zu isolieren. Ein Durchbruch ist hierbei bislang noch nicht gelungen, weshalb unklar ist, ob sich die Ergebnisse aus den Zellkulturen auf den Menschen übertragen lassen.

Aus diesem Grund mahnt die Website der Verbraucherzentrale ausdrücklich zur Vorsicht. Denn die vielen angeblichen Heilwirkungen der Pilze sind größtenteils nicht sicher erwiesen und müssen erst noch weiter erforscht werden. Zudem warnt die Verbraucherzentrale vor potenziell „gravierenden Nebenwirkungen“.

„Werden Vitalpilzprodukte verwendet, sollte unbedingt der behandelnde Arzt informiert werden“, heißt es weiter. Selbsttherapien mit Pilzen seien nicht zu empfehlen. (gr)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.