Superfood für die Seele Brokkoli und buntes Obst gegen Herbstblues und Burnout

Eine junge Frau beißt auf diesem undatierten Symbolfoto genüsslich in ein Stück Obst.

Orange macht Laune – farbiges Obst und Gemüse sehen nicht nur zum Anbeißen aus, sondern können aufgrund ihrer wertvollen Inhaltsstoffe unter Umständen sogar Depressionen zurückdrängen. Das undatierte Symbolfoto zeigt eine Frau, die in ein Stück Obst beißt.

Gemüse und gute Fette: Die richtige Ernährung kann sogar Depressionen zurückdrängen. Hier lesen Sie, welche Nahrungsmittel wahre Booster für die Psyche sein können.

Die Australier und Neuseeländer machen es vor: Dort steht in den offiziellen klinischen Behandlungsrichtlinien gegen Depression, Burnout, Herbstblues und Co. als therapeutische Maßnahme eine Ernährungsumstellung auf Platz 1. Kein Wunder: „Wir können mit Biostoffen unser Gehirn sanieren – und damit auch die Psyche“, sagt Bestsellerautor Andreas Jopp (Buch „Happy Food statt Burnout“, 20 Euro, Consult Media Verlag).

Und die Zahlen sprechen für sich: Burnout ist inzwischen die zweithäufigste Ursache für Krankschreibungen. Innerhalb der letzten drei Jahre wurden hierzulande im Schnitt bei 17 Prozent der Kinder und Jugendlichen (die sich oft noch viel ungesünder als Erwachsene ernähren) psychische Auffälligkeiten diagnostiziert.

Ernährung: Wie hochverarbeitete Lebensmittel uns krank machen können

Welch eine Rolle die Ernährung dabei spielt, zeigt ein Forschungsfeld, das immer mehr an Bedeutung gewinnt: Nutrional Psychiatry (zu deutsch: Ernährungspsychiatrie). „Pizzen, Convenience- Fertiggerichte, hochverarbeitete Frühstückscerealien, Soft-drinks, fettige und süße Snacks – 56 Prozent der Ernährung machen in Deutschland ultra-verarbeitete Lebensmittel aus“, moniert Ernährungscoach Andreas Jopp in seinem neuen Buch „Happy Food statt Burnout“ – und verweist auf aktuelle Studien: „Das Risiko für Depressionen steigt in einer geraden Linie um bis zu 35 Prozent an – je nachdem, wie hoch der Anteil der hochverarbeiteten Produkte in der täglichen Ernährung ist.“

Alles zum Thema Ernährung

Das Gehirn reagiere nämlich noch feiner auf biochemische Veränderungen als man annehme. „Alles, was Entzündungen verursache, wie zum Beispiel Stress und schlechte Ernährung, schade den Neuronen – und Entzündungen seien der Hauptauslöser für Depressionen“, so der Experte. Doch die schöne Botschaft: „Wir können den Prozess nicht nur stoppen, sondern wieder zurückdrehen. Biostoffe aus Obst und Gemüse können den Hippocampus, das Stresszentrum im Gehirn, wieder zum Wachsen bringen“, sagte Andreas Jopp.

Andreas Jopp Bestsellerautor und Ernährungscoach, schrieb das Buch "Happy Food"

Ernährungscoach Andreas Jopp (hier auf einem undatierten Foto) wartet mit erstaunlichen Studien auf.

Eine große, zwölf Wochen umfassende Studie mit Menschen mit mittelschweren bis schweren Depressionen von Professor Feliz Jacks vom Food & Mood Center in Australien belegt: Bei 32 Prozent der Studienteilnehmer aus der gesunden Ernährungsgruppe entwickelte sich die Depression voll zurück. Bei denen aus der normalen Gruppe, die lediglich das Standard-Therapieprogramm samt Psychopharmaka fortführten, war das nur bei acht Prozent der Fall.

Kohl, Kurkuma & Kakao: Das sind wahre Booster für unsere Psyche

„Ersetzen Sie öfter mal einen Cappuccino durch Kakao. Er hat den höchsten Flavonoid-Gehalt aller Lebensmittel“, empfiehlt Andreas Jopp. Kurkuma gehöre zu den stärksten Entzündungssenkern überhaupt (zehn Studien zeigen eine antidepressive Wirkung der Wurzel).

Dunkles Obst und Gemüse bevorzugen! In einer Handvoll dunkler Beeren sind zehn Mal so viele Antioxidantien wie in einer hellen Banane. Super auch: dunkle Salate, Brokkoli, dunkle Kohlsorten und Rucola – der hat fünf Mal so viele Antioxidantien wie Eisbergsalat.

Starten Sie in den Tag mit selbst gemachten Smoothies. Vor allem die tiefroten und dunkelgrünen Pigmente schützen unser Gehirn und fangen zerstörerische freie Radikale besonders gut ab.

Bei den Menschen, die traditionell mediterran essen, findet man die wenigsten Depressionen, belegt eine Metaanalyse über 26 Studien.

Also: Salat vorweg, viel Gemüse und Hülsenfrüchte, eine Handvoll Nüsse, viele Kräuter, gute Öle – und etwas Fisch auf den Tisch. Fisch und zusätzliche Omega-3-Kapseln aus Hochseefisch oder Algen unterstützen Gehirn und Psyche, so der Autor. Klingt eigentlich ganz simpel, sich glücklich zu essen, oder?

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