Bewährte Hausmittel10 Tipps gegen Schnupfen

Bei einer laufenden oder verstopften Nase können bewährte Hausmittel schnell helfen.

Bei einer laufenden oder verstopften Nase können bewährte Hausmittel schnell helfen.

Die Nase läuft und das Atmen fällt schwer? Hier kommen 10 bewährte Tipps und Hausmittel gegen Schnupfen.

von Pauline Acker ()

Mitten im Gesicht befindet sich eines der bedeutendsten Organe des Menschen: die Nase. Und obwohl sie mit dem Riechen eine sehr wichtige Funktion übernimmt, fällt uns die Nase im Alltag oft erst auf, wenn das Durchatmen plötzlich schwerfällt. 

Egal, ob laufende Nase oder ständiger Niesreiz, Schnupfen ist lästig und zählt zu den häufigsten Erkältungssymptomen. Insbesondere in der kalten Jahreszeit leiden viele Menschen unter der unangenehmen Krankheit.

Wie gut also, dass wir 10 bewährte Hausmittel gegen Schnupfen vorstellen, die schonend und natürlich zu einer schnellen Linderung der Symptome führen. 

Ursachen: Woher kommt Schnupfen?

Als Schnupfen wird in der Medizin eine akute oder chronische Entzündung der Nasenschleimhaut bezeichnet.

Am häufigsten tritt Schnupfen im Rahmen einer Erkältung auf. Dabei werden die Erkältungsviren über Tröpfchen- oder Schmierinfektionen übertragen. Das bedeutet, dass sie über die Luft, Körperkontakt oder Oberflächen aufgenommen werden können.

Schnupfen kann aber auch andere Ursachen haben. Dazu zählen allergischer Schnupfen, trockene Luft, Arzneimittel-Schnupfen, Hormonveränderungen oder der gustatorische Schnupfen. Letzterer tritt bei Konsum scharfer Speisen auf.

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Symptome bei Schnupfen

  • ständig laufende Nase
  • geschwollene Nasenschleimhaut 
  • Druckgefühl im Bereich der Stirn
  • trockener Rachen
  • Niesreiz
  • verstopfte Nase und verminderter Geruchssinn
  • oft mit Husten und Verschleimung der Atemwege verbunden

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Was hilft gegen Schnupfen? 10 effektive Hausmittel 

Wenn die jährliche Erkältungswelle wieder anrollt und man von Schnupfen geplagt wird, stellt sich die Frage: Wie wird meine Nase schnell wieder frei?

Häufig greifen viele Betroffene sofort zu einem Nasenspray. Neben den gängigen Sprays aus der Apotheke, die einen medizinischen Wirkstoff mit abschwellender Wirkung enthalten, gibt es auch andere Sprays, die sich ausschließlich auf Meerwasser* beschränken. Diese bergen keine Suchtgefahr, spenden Feuchtigkeit und wirken durch den Salzgehalt auf natürliche Weise leicht antibakteriell.

Doch welche Alternativen lassen sich zum herkömmlichen Nasenspray finden? Hier kommen die 10 schonendsten und altbewährtesten Hausmittel, auf die bereits Oma gesetzt hat.

1. Hausmittel gegen Schnupfen: Ruhe & Erholung

Wie bei vielen anderen Erkältungskrankheiten auch, ist es zunächst einmal wichtig, seinem Körper bei Schnupfen ausreichend Ruhepausen zu gönnen. Denn der Kampf des Immunsystems gegen die Viren und Bakterien kostet viel Kraft. Dadurch fühlt man sich oft schlapp und energielos.

Wichtig ist also, an die Erholung zu denken und ausreichend zu schlafen. Hören Sie hier auf das eigene Bauchgefühl und die Zeichen des Körpers!

2. Was essen und trinken bei Schnupfen?

Wie bei jeder Erkältung und ihren unangenehmen Begleiterscheinungen, ist es sehr wichtig auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Deshalb ist es unerlässlich, die Schleimhaut durch viel Flüssigkeit von Innen zu befeuchten. Während einer Erkältung sollten mindestens zwei Liter täglich getrunken werden.

Am besten eignet sich hierfür Wasser, leichte Fruchtsaftschorlen oder heißer Tee. Bei Letzterem steigen die Dämpfe und flüchtigen ätherischen Öle im Tee wunderbar in die Nase auf. So erleichtern sie das Durchatmen. Am besten sind Kamillen-, Ingwer- oder Salbeitee geeignet, da sie entzündungshemmend sind und somit auch gegen Halsschmerzen wirken.

Eine weitere heiße Flüssigkeit, die während einer Erkältung aufgenommen werden kann, ist die Suppe. Bereits Oma hat auf Hühnersuppe oder Gemüsebrühe als Hausmittel gegen Schnupfen geschworen und das hat sich bis heute bewährt. Einerseits trägt die Suppe zum Flüssigkeitsbedarf bei, zum anderen hilft der aufsteigende Dampf beim Inhalieren.

Hühnersuppe hat zudem noch einen weiteren Vorteil gegenüber anderen Suppen: In ihr stecken besondere Eiweiße, die das Immunsystem stärken und so die typischen Erkältungssymptome wie Schnupfen mildern. So bekämpft sie Entzündungen und führt zu einem Abschwellen der Nasenschleimhaut. Daneben liefert sie auch die Vitamine A und E, welche als gesundheitsfördernd gelten. 

Auch scharfe Gewürze können bei Schnupfen helfen. Denn durch die intensiven Gewürze und die darin enthaltenen Stoffe wie Senföle, Schwefelstoffe sowie ätherischen Öle wird die Nase frei. Mögliche Lebensmittel, die bei Schnupfen helfen können sind:

  • Senf
  • Knoblauch
  • Zwiebeln
  • Rettich
  • Ingwer
  • Chili

3. Nasenspülungen mit Kochsalz können bei Schnupfen helfen

Um bei einem Schnupfen die entzündete Nasenschleimhaut angemessen bei der Heilung zu unterstützen, ist es nötig, die Nase sanft zu befeuchten, zu pflegen und zu reinigen. Genau hierbei kann eine Nasenspülung* mit Kochsalzlösungen helfen, die in Apotheken oder Drogerien erworben werden kann. Die Spülung beseitigt Bakterien, welche in der Nasenschleimhaut sitzen und löst Verkrustungen. 

Vorsicht: Eine Nasendusche kann auch genau das Gegenteil bewirken, da sie die Erreger unter Umständen noch mehr in den Nasennebenhöhlen verteilt. So kann der Infekt schlimmstenfalls sogar noch verschlimmert werden.

4. Was hilft gegen Schnupfen? Inhalieren

Auch die Inhalation heißer Dämpfe hat sich über viele Jahrzehnte bewährt und ist ein geeignetes Hausmittel, um die Nase vom lästigen Schnupfen zu befreien. Dafür ganz einfach Wasser in einem Topf oder im Wasserkocher erhitzen und in eine Schüssel geben. Anschließend das kochende Wasser auf etwa 70 Grad abkühlen lassen und das Gesicht etwa zwei Handbreit über die Schüssel halten. Dabei wird ein Handtuch über Kopf und Schüssel ausgebreitet.

Die feucht-heiße Luft lässt die Nasenschleimhaut abschwellen, löst den Schleim und erleichtert das Atmen. Die Inhalation am besten dreimal täglich für 5 bis 10 Minuten durchführen und mit gelegentlichem Lüften verbinden. Bei Bedarf können außerdem Zusätze, wie ätherische Öle aus Kamille, ins Wasser gegeben werden. Diese wirken antibakteriell und lindern Entzündungen. 

5. Omas Hausmittel gegen Schnupfen: Wärme, Wärme und noch mehr Wärme

Wer unangenehmen Schnupfen schnell wieder loswerden möchte, sollte Kälte vermeiden und auf Wärme setzen. Sie lindert die Symptome und setzt den Viren zu. Wärme steigert außerdem die Durchblutung und sorgt so dafür, dass die weißen Blutkörperchen schnell zum Infektionsherd kommen. Dadurch wird das Immunsystem gestärkt. 

Aus diesem Grund kann ein heißes Bad zu einer schnellen Verbesserung des Schnupfens führen. Das heiße Badewasser wärmt von Innen und befeuchtet die Umgebungsluft, was den Schleimhäuten guttut. Bei Bedarf können Kräuter, wie Eisenkraut, Lavendel, Mädesüß oder Salbei dem Badewasser zugefügt werden. 

Auch ein Kneipp-Fußbad steigert die Durchblutung und lindert so die Erkältungssymptome. Dafür die Füße erst für zehn Minuten in ein 38 Grad warmes Fußbad, dann 15 Sekunden in ein kaltes Bad stellen. Insgesamt sollte die Anwendung zweimal wiederholt werden.

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6. Brustwickel & Brust einreiben für eine freie Nase

Ein weiteres, bewährtes Hausmittel gegen Schnupfen sind warme Brustwickel. Die feuchten Handtücher, die auf die Brust gelegt werden, sollen dabei helfen, den Schnupfen auszuschwitzen und den Schleim in den Atemwegen zu lösen.

Für Brustwickel benötigt man ein Baumwolltuch, welches von beiden Seiten zur Mitte aufgerollt und anschließend längs in einem Geschirrtuch aufgerollt wird. Die Rolle mit ihren herausragenden Enden wird in einer Schüssel mit 500 bis 750 ml kochendem Wasser übergossen. Nach etwa 15 Minuten Einwirkzeit werden die Wickel ausgewrungen. Um die Wirkung zu verstärken, können zusätzlich ätherische Öle oder gekochte und zerdrückte, noch warme Kartoffeln in das feuchte Handtuch gelegt werden. Anschließend legt man zwei trockene Handtücher über die warmen Brustwickel, um sie zu befestigen. Insgesamt können die Wickel für 20 bis 30 Minuten auf der Brust bleiben. Das Prozedere kann zweimal täglich wiederholt werden.

Alternativ zum warmen Brustwickel kann die Brust auch mit verdünnten, ätherischen Ölen eingerieben werden. Durch das Auftragen von Eukalyptus, Fichtennadelöl, Pfefferminzöl, Menthol, Kiefernnadelöl oder Kampfer wird der Heilungsprozess zwar nicht beschleunigt, allerdings weiten sich die Bronchien. So fällt das Atmen deutlich leichter. Neben verdünnten Ölen, können auch fertige Erkältungssalben zum Einreiben* in der Apotheke erworben werden.

Aber Achtung: Für Säuglinge und Kinder sind ätherische Öle nicht geeignet.

7. Hausmittel gegen Schnupfen: Ätherische Öle 

Als Wunderwaffe gegen Schnupfen und Erkältungen haben sich ätherische Öle bewährt. Nicht nur beim Inhalieren oder Einreiben, auch in Form von einer Duftlampe oder in Diffusern helfen ätherische Öle, dem lästigen Schnupfen entgegenzuwirken. So schwellen die Schleimhäute ab und das Durchatmen fällt schnell wieder leicht. Diese Öle eignen sich am besten:

  • Eukalyptus globulus/radiata
  • Zitrone
  • Lavendel
  • Ravintsara
  • Teebaum
  • Thymian
  • Pfefferminz
  • Fichtennadel
  • Kiefernnadel

8. Erhöhte Schlafposition kann das Atmen erleichtern

Besonders nachts kann eine verstopfte Nase stören. Um besser schlafen zu können, hilft es hier, den Kopf höher zu lagern. Dies erreicht man durch ein höhenverstellbares Lattenrost oder ganz simpel durch ein weiteres Kissen, das man sich unter den Kopf legt. So kann das Nasensekret besser abfließen. 

Tipp: Um die befreiende Wirkung der Hochlagerung zu verstärken, können zusätzlich Zwiebelsäckchen im Schlafraum aufgehängt werden. Diese sind besonders für Familien geeignet, da sie bereits bei Babys zum Einsatz kommen können. Dafür eine Zwiebel schälen und in kleine Stücke schneiden. Anschließend die Zwiebelstücke in einen Waschhandschuh oder eine Socke füllen und das Säckchen mit einem Gummiband verschließen. Das Säckchen wird dann ins Zimmer gehängt, allerdings nicht direkt auf Kopfhöhe, sonst brennt’s in den Augen.

Praktisch: Das Säckchen kann immer wieder gedrückt werden, um noch mehr Zwiebelsaft aus den Stücken herauszupressen und so die helfenden ätherischen Öle in die Luft zu entlassen. Hat die Zwiebel ihren Saft und ihren Geruch verloren, wird das Säckchen einfach neu befüllt.

9. Hausmittel gegen Schnupfen: Frische Luft & befeuchtete Raumluft

Auch das Raumklima hat bei einer entzündeten Nasenschleimhaut einen großen Einfluss auf den Heilungsprozess. Darum ist es sinnvoll für eine dauerhafte Befeuchtung der Raumluft zu sorgen. Dafür kleine, mit Wasser gefüllte Schälchen auf die Heizkörper stellen. Alternativ mehrmals am Tag Wasser auf dem Herd offen verkochen lassen. Zudem sollte dem Raum regelmäßig frische Luft durch Lüften zugeführt werden.

Auch leichte Bewegung an der frischen Luft kann für eine befreite Nase sorgen, allerdings sollte bei einer Erkältung auf Sport und weitere anstrengende Arbeit verzichtet werden.

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10. Der Geheimtipp gegen Schnupfen: Infrarotlampe

Wer häufiger im Jahr unter einer Erkältung mit unangenehmen Schnupfen leidet, für den kann eine Rotlichtlampe* mit Infrarot-Glühbirne genau die richtige Anschaffung sein. Als technisches Mittel gegen Schnupfen hat sich die Infrarotlampe bewährt, indem sie wohlige Wärme spendet. Zudem steigert sie an Stirn und Nasennebenhöhlen die Durchblutung. Dadurch gelangen die Immunstoffe besser an ihren Bestimmungsort und die körpereigene Abwehr funktioniert schneller.

Mythos: Heiße Zitrone gegen Schnupfen?

Lange Zeit galt „heiße Zitrone“ als Omas Hausmittel gegen Schnupfen. Denn der frisch gepresste Zitronensaft enthält eine ordentliche Portion Vitamin C, welches das Immunsystem beim Kampf gegen die Viren unterstützen soll. Allerdings ist Vitamin C hitzeempfindlich. Das bedeutet, dass der Vitamin C-Gehalt mit heißem Wasser stark reduziert wird. Deshalb ist es besser bei einer „heißen Zitrone“ lauwarmes Wasser zu verwenden.

Außerdem ist inzwischen erwiesen, dass die Einnahme von Vitamin C bei einem bestehenden Infekt keinerlei Wirkung hat! Wer häufig unter Schnupfen leidet, kann allerdings vorbeugend auf ausreichend Vitamin C achten, damit die Beschwerden weniger lang anhalten.

Schnupfen: Wann zum Arzt?

In den meisten Fällen ist der Schnupfen eine Begleiterscheinung von Erkältungen. Ist dies der Fall verschwindet er in der Regel innerhalb von ein bis zwei Wochen wieder. Bei dieser Form des Schnupfens sind die Symptome durch geeignete Hausmittel leicht zu behandeln, sodass kein Arztbesuch notwendig ist.

Hält der Schnupfen allerdings mehrere Wochen lang an, sprechen Mediziner von einem chronischen Schnupfen. Dieser äußert sich durch ständig gereizte und entzündete Nasenschleimhäute. Ursache hierfür können zum Beispiel Allergien sein. Ist dies der Fall, sollte die Ursache des Schnupfens medizinisch abgeklärt werden. Andernfalls kann sich die Entzündung ausdehnen und es kann eine Nasennebenhöhlenentzündung oder Stirnhöhlenentzündung entstehen. Auch wenn aus dem Schnupfen ein mehrtägiger Husten entsteht, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Ist Schnupfen ansteckend?

Schnupfen kann, muss aber nicht ansteckend sein. Wird die laufende Nase durch Allergien, Medikamente oder eine Hormonumstellung ausgelöst, besteht keine Gefahr für andere Personen. Ist der Schnupfen allerdings auf Erkältungsviren zurückzuführen, ist er ansteckend. Hierbei können die Erkältungsviren über die Luft, Körperkontakt oder Oberflächen übertragen werden.

Pflegende Tipps für eine wunde Nase

Bei einem Schnupfen kann die Nase sowohl von Innen durch die Entzündung, als auch von Außen durch die häufige Benutzung von Taschentüchern, sehr beansprucht sein. Dies kann Rötungen und leichte Schmerzen verursachen. Hier kommen die besten Tipps, um die Nase wieder gesund zu pflegen:

  • Starkes Naseputzen sollte vermieden werden. Stattdessen die Nase behutsam schnäuzen oder sanft abtupfen.
  • Sanfte, unparfürmierte Taschentücher sind die richtige Wahl. Eine raue Struktur reibt die Nasenhaut zu schnell auf.
  • Mehrmals täglich sollte die wunde Nase sowohl von außen, als auch im unteren inneren Bereich mit Cremes oder Salben mit Panthenol eingerieben werden. Diese spenden Feuchtigkeit, damit sich die Nase schnell wieder regenerieren kann. 
  • Regelmäßiges Inhalieren von ätherischen Ölen, wie Minze kann dabei helfen, die Nasennebenhöhlen abzuschwellen. Alternativ können ätherische Öle der Fichtennadel, Ravintsara und Cajeput im heißen Wasser vermischt werden. Der Nasenbalsam soll dabei helfen, die wunde Schnupfnase gesundzupflegen. 

Egal, ob Inhalieren, Hühnersuppe oder ätherische Öle - mit diesen altbewährten Hausmitteln ist der Schnupfen meist schnell wieder verschwunden. Besondere Vorsicht ist dennoch bei Kleinkindern und älteren Menschen geboten.