Backofen reinigen Mit diesen Hausmitteln klappt's ohne Schrubben

Mit den passenden Hausmitteln lässt sich der Backofen reinigen. Und zwar ganz ohne Schrubben und Chemie!

Mit den passenden Hausmitteln lässt sich der Backofen reinigen. Und zwar ganz ohne Schrubben und Chemie!

Eingebranntes Fett und hartnäckige Verschmutzungen? Mit diesen Tricks und Hausmitteln lässt sich der Backofen ganz einfach reinigen.

Gerne schieben wir schnell eine Pizza in den Ofen, machen einen leckeren Auflauf oder bereiten während der Weihnachtszeit einen Braten zu. Dabei kann schon mal etwas daneben gehen und die Essensreste, Verschmutzungen und Fettspritzer brennen sich mit der Zeit immer mehr in den Backofen ein.

Da das Backofenreinigen eine äußerst unliebsame Aufgabe ist, schieben wir sie oft so lange vor uns her bis der Ofen bereits stark verschmutzt und voll mit eingebranntem Fett ist. Doch wie wird man die Verkrustungen jetzt am besten wieder los, ohne ewig schrubben zu müssen?

Hier kommen die besten Tipps, um den Backofen zu reinigen - schnell, einfach und mit Hausmitteln, sodass Sie auf die Chemiekeule getrost verzichten können.

Backofen reinigen mit Hausmitteln

Einen eingebrannten Backofen zu reinigen, kann eine langwierige Angelegenheit sein, da liegt der Griff zur Chemiekeule nahe. Dabei gibt es auch umweltschonende Hausmittel, mit denen sich der Backofen reinigen lässt. Das Beste daran? Sie wirken mindestens genauso gut wie Chemie, sodass sich Verkrustungen ohne langes Schrubben entfernen lassen. Die meisten Hausmittel, die sich zur Backofenreinigung eignen, haben viele außerdem bereits zu Hause.

In der Regel können alle Hausmittel sowohl zum Reinigen des Backofens, als auch für Backblech und die Scheibe des Ofens verwendet werden.

Wichtig: Genau wie bei chemischen Reinigungsmitteln sollten auch die vorgestellten Hausmittel nicht mit den Heizstäben oder dem Ventilator in Berührung kommen. 

Backofen reinigen mit Zitrone

Statt mit Backofenreiniger lässt sich der Ofen auch effektiv mit einer gewöhnlichen Zitrone putzen.

Das benötigen Sie für die Reinigung:

  • Eine Zitrone
  • Ofenfestes Gefäß
  • Lappen, Tuch oder Schwamm

Den Backofen auf 200 °C vorheizen. In der Zwischenzeit die Zitrone in Scheiben schneiden und in eine Auflaufform oder ein anderes Gefäß legen. Die Schale mit den Zitronen für 10 Minuten in den Backofen stellen. Alternativ können Sie die Zitronen auch auspressen und direkt den Zitronensaft in eine Schale geben.

Durch die Hitze verdampft der Zitronensaft, wodurch sich das eingebrannte Fett im Ofen löst und danach einfach mit einem Putzlappen entfernen lässt. Praktischer Nebeneffekt: Die Zitronensäure neutralisiert gleichzeitig Gerüche im Backofen.

Tipp: Statt Zitronensäure kann auch andere Säure wie zum Beispiel Essig verwendet werden. Dafür wird Essigessenz im Verhältnis 1:1 mit Wasser gemischt und bei 150 °C für 30 Minuten in den Backofen gestellt.

Stark verschmutzten Backofen reinigen mit Backpulver

Auch Backpulver ist ein beliebtes Hausmittel beim Putzen, da es selbst hartnäckigen Schmutz mühelos entfernen kann.

Das benötigen Sie:

  • Ein Päckchen Backpulver
  • Kleine Schüssel
  • Etwas Wasser
  • Putzlappen

In einer Schüssel das Backpulver mit ein wenig Wasser verrühren, sodass eine cremige Paste entsteht. Den Lappen befeuchten, die Reinigungspaste aus dem Backpulver darauf geben und an allen betroffenen Stellen und Verkrustungen im Backofen verteilen. 

Je nach Verschmutzungsgrad für mindestens 30 Minuten einwirken lassen. Anschließend die Reste des Backpulvers entfernen und mit einem feuchten Lappen nachwischen. Bei einem sehr stark verschmutzten Backofen muss die Behandlung eventuell wiederholt werden.

Backblech reinigen mit Natron

Natron hat eine ähnliche Wirkungsweise wie Backpulver und eignet sich als Hausmittel gegen Schmutz.

Das benötigen Sie:

  • Natron
  • Etwas Wasser
  • Schwamm

Natron über die verkrusteten Speisereste des Backblechs streuen und kurz einwirken lassen. Um gleichzeitig den Backofenrost zu reinigen, kann dieses auf das Backblech gelegt werden. In der Zwischenzeit Wasser zum Kochen bringen und etwas heißes Wasser auf das Backblech gießen. Je nach Verschmutzung für zehn bis zwanzig Minuten einwirken lassen. Anschließend einfach mit einem Schwamm oder Lappen sauber wischen und die Natronreste abspülen.

Eingebrannten Backofen reinigen mit Salz

Auch Salz kann ein kraftvolles Hausmittel gegen Schmutz und Speisereste sein, wenn man einen eingebrannten Backofen reinigen möchte. 

Das benötigen Sie:

  • Etwas Wasser
  • Putzlappen
  • Salz

Mithilfe des Putzlappens den Ofen an allen betroffenen Stellen anfeuchten. Anschließend reichlich Salz auf alle Krusten und eingebrannten Flecken streuen. Den Backofen auf 50 °C erhitzen.

Sobald das Salz braun wird, kann der Ofen wieder aufgeschaltet werden. Wenn der Backofen abgekühlt ist, können die Reste entfernt werden.

Vorsicht bei diesen Hausmitteln zur Backofenreinigung

Das Reinigen des Backofens mithilfe von Hausmitteln ist nicht nur einfach und schnell möglich, sondern auch besser für die Umwelt als die Chemie aus der Flasche. Dennoch ist auch bei der Reinigung mit Hausmitteln Vorsicht geboten, da sich nicht jede Zutat für den Backofen eignet.

Häufig wird beispielsweise Rasierschaum zur Lösung hartnäckiger Verschmutzungen und eingebrannter Speisereste empfohlen. Der Nachteil: Die Inhaltsstoffe von Rasierschaum sind in der Regel nicht lebensmittelsauber, daher ungeeignet für die Verwendung an Stellen, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen.

Auch die oft empfohlene Scheuermilch hat einen entscheidenden Nachteil: die aggressiven Inhaltsstoffe greifen auf Dauer die Oberflächen im Backofen an, sodass Verschmutzungen sogar noch besser daran haften bleiben.

Ebenfalls Vorsicht geboten ist bei der Reinigung mit Ammoniak. Zwar kann Ammoniak effektiv beim Lösen von Fett und eingebrannten Speiseresten an den Seitenwänden oder der Backofentür helfen, allerdings ist Ammoniak schädlich für die Atemwege und daher nicht die beste Lösung, da während der Reinigung die Gase eingeatmet werden könnten.

Dadurch, dass es aber die Atemwege und den menschlichen Körper per se gefährden kann, gerade bei Kontakt bei höheren Mengen, gibt es deutlich bessere Wege, um den Ofen sauberzumachen als Ammoniak.

Backofenreiniger: Backofen reinigen mit Chemie

Nicht immer haben wir passende Hausmittel zu Hause oder wollen auf natürliche Reiniger setzen. Gerade bei sehr hartnäckigen Verschmutzungen helfen manchmal nur noch chemische Reinigungsmittel.

Der Klassiker ist das Reinigungsspray. Für die Reinigung können Backofenrost und Backblech sowie Seitenwände und Boden des Backofens eingesprüht werden. Wichtig: Der Reinigungsschaum darf dabei nicht auf oder gar hinter dem Gitter des Umluftventilators landen. 

Nach einer Einwirkzeit von etwa 30 Minuten lassen sich alte Verkrustungen und Schmutz in der Regel problemlos und ohne schrubben abwischen.

Auch die Glasscheibe der Backofentür lässt sich mit dem Reinigungsspray oder einem gewöhnlichen fettlösenden Reiniger von Schmutz befreien. Für den anschließenden Glanz kann die Scheibe der Backofentür zum Schluss von außen mit Glasreiniger geputzt werden.

Stark verschmutzten Backofen vermeiden: Die besten Tipps

Der Backofen ist ein Gebrauchsgegenstand und selbstverständlich wird er niemals komplett sauber bleiben, weil Essen und Fett schon mal in den Ofen tropfen und dort festbacken. Dass der Backofen aber ständig geputzt werden muss oder gar stark verschmutzt, lässt sich mit einigen Tricks vermeiden:

  • Essensreste wie Krümel, Öl oder Käse sofort entfernen, damit sie gar nicht erst anbacken oder dauerhaft einbrennen
  • Essen wie Pizza nie direkt auf das Backblech oder den Rost legen, sondern in eine Auflaufform geben oder Backpapier unterlegen
  • Legen Sie die Speisen vorzugsweise in eine Auflaufform und nicht auf den Rost oder das Backblech. Möchten Sie Ihr Gericht doch gern lose auf das Gitter legen? Dann stellen Sie es auf ein Backblech mit einem Stück Aluminiumfolie darunter.

Backofen mit Selbstreinigungsfunktion

Der Backofen ist bei ihnen im Dauereinsatz und auch mit unseren Tipps ist das Reinigen des Backofens eine lästige Angelegenheit? Dann könnte ein selbstreinigender Backofen das Richtige sein.

Die Backöfen, die meist deutlich teurer sind als gewöhnliche, arbeiten meist mit Pyrolysefunktion, in selteneren Fällen auch per Katalyse oder Hydrolyse. Pyrolyse-Backöfen erhitzen sich über einen Zeitraum von bis zu drei Stunden auf eine Temperatur von etwa 500 °C. Dadurch verbrennt jeglicher Schmutz, sodass der Ofen am Ende einfach mit einem feuchten Tuch von Ascheresten befreit werden kann. Schrubben gehört dank der Selbstreinigungsfunktion also der Vergangenheit an.

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