Klare AnsageNatalia Wörners flammender „#metoo“-Appell

natalia wörner unter anderen umständen

Zeigt Haltung: Schauspielerin Natalia Wörner.

Berlin – Sie gehört zu den profiliertesten Schauspielerinnen Deutschlands – und hatte immer eine eigene Haltung.

Trotzdem hörte sich  Natalia Wörner (50, „Die Säulen der Erde“) die Diskussion um sexuelle Belästigung im Film-Business erstmal ein paar Wochen an, ohne sich einzumischen.

Hier nachlesen, welche Vorwürfe Star-Regisseur Dieter Wedel im Rahmen von „#metoo“ gemacht werden.

Alles zum Thema #metoo

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Das ändert sich jetzt. Und wie!  Das Ex-Model holt zum „#metoo“-Appell aus. Unter dem Motto: Männer, seid jetzt mal ECHT solidarisch!

„#metoo“ kann sie nicht  sagen, im wörtlich übersetzten  Sinne von „Ich auch“. Sie habe zwar „keine persönlichen Erfahrungswerte mit aufdringlichen Regisseuren oder Männern, die ihre stärkere Position ausgenutzt haben“, erklärte Natalia Wörner auf unsere Nachfrage.

Natalia Wörner sieht „#metoo“-Krise als Chance

Das hält die beliebte Schauspielerin aber nicht davon ab, zum Appell auszuholen. Denn sie sieht diese Krise als Chance.

„Wir können alle dankbar sein, dass diese wichtige Debatte nicht an Intensität und Differenzierung verloren hat, im Gegenteil“, betont Wörner.  „Die Struktur und Machtverdichtungen in unserer Gesellschaft sind im Umbruch. Sexuelle Gewalt und Brutalität gegen Frauen und ein kollektives Schweigen werden nicht mehr hingenommen nach diesem gesellschaftlichen Aufbäumen.“

Natalia Wörner sieht Männer und Frauen in der Pflicht

Die Lebensgefährtin von SPD-Politiker und Justizminister Heiko Maas (51) sieht dabei beide Geschlechter in der Pflicht: „Ich wünsche mir von den Frauen einen ehrlichen, selbstkritischen Blick –  und von den Männern eine tief empfundene Solidarität.“

Auch in ihrem Erfolgskrimi „Unter anderen Umständen“ bekommt es Wörner übrigens  bald mit einem Fall von sexueller Gewalt zu tun – so ermittelt sie als  Kommissarin „Jana Winter“   am kommenden Montag (ZDF, 20.15 Uhr) gegen einen Mann, der seine Freundin zur Prostitution zwingt. 

Natalia Wörner tritt dazu auf „Berlinale“ auf

Diese sei aber auch „eine gestandene Familienmutter, die in ein System aus sexueller Unterdrückung und Machtausübung gerät“, erklärt Wörner.

Am Tag der Ausstrahlung  bezieht die Berliner Schauspielerin deshalb auch öffentlich, auf der „Berlinale“,  Stellung, und zwar in der Gesprächsrunde „Kultur will Wandel“. Thema auch hier: sexualisierte  Belästigung und Gewalt in der Film- und Fernsehbranche.