Seitdem sie 1982 erstmals auf der großen Leinwand erschien, hat sich Geena Davis als eine der vielseitigsten Schauspielerinnen Hollywoods etabliert. Aber was macht die Oscar-Preisträgerin, die am 21. Januar ihren 70. Geburtstag feiert, heute?
„Thelma & Louise“-Star wird 70Was macht Geena Davis eigentlich heute?

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Geena Davis mauserte sich in den 80er-Jahren zum Hollywoodstar. (Bild: 2025 Getty Images/Jason Davis)

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Mit ihrer Rolle in Tim Burtons „Beetlejuice“ (1988) wurde Geena Davis endgültig zum Star. (Bild: Warner Brothers)
Was haben solch unterschiedliche Filme „Tootsie“ (1982), „Die Fliege“ (1986) und „Beetlejuice“ (1988) gemeinsam? Die Antwort: Sie spielten alle eine Rolle beim Aufstieg der Geena Davis in Hollywood. In Sydney Pollacks Travestiekomödie gab Davis ihr Debüt auf der Kinoleinwand, in David Cronenbergs Horror-Remake spielte sie ihre erste Hauptrolle und durch Tim Burtons Fantasy-Komödie wurde sie zum Star.

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Für ihre Rolle in „Die Reisen des Mr. Leary“ (1989) gewann Geena Davis den Oscar als beste Nebendarstellerin. (Bild: Warner Brothers)
In der selben Zeitspanne stellte die Schauspielerin eine Undercover recherchierende Journalistin dar (“Fletch“, 1985), eine nymphomane Vampirin (“Transylvania 6-5000“, 1985) und eine von Außerirdischen verführte Nagelpflegerin in der schrägen Musical-Trash-Komödie „Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte“ (1988). Die Vielseitigkeit der Geena Davis wurde in den 80er-Jahren bereits ersichtlich - und 1991 als vom Gesetz gejagte Hausfrau in „Thelma & Louise“ endgültig zementiert.
Oscar-Erfolg und Schaffenspause

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Die rabenschwarze Actionkomödie „Thelma & Louise“ (1991) mit Susan Sarandon (links) und Geena Davis in den Hauptrollen entstaubte das Road-Movie-Genre kräftig. (Bild: Fox)
„Thelma & Louise“ brachte Davis, gemeinsam mit Co-Darstellerin Susan Sarandon, eine Oscar-Nominierung für die beste Schauspielerin ein - der Award ging jedoch an Jodie Foster für „Das Schweigen der Lämmer“. Es wäre aber ohnehin auch nicht Davis' erster Academy Award gewesen: Den hatte sie bereits 1989 als beste Nebendarstellerin für Lawrence Kasdans Drama „Die Reisen des Mr. Leary“ bekommen.

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Der Film zählt bis heute als einer der größten Flops der Filmgeschichte: Geena Davis spielte die Titelrolle in „Die Piratenbraut“ (1995). (Bild: kabel eins / VCL Communications)
1992 spielte Davis an der Seite von Tom Hanks und Madonna in dem Sportfilm „Eine Klasse für sich“ und bekam für ihre Leistung ihre erste Golden-Globe-Nominierung. Gewinnen sollte sie den Preis aber erst 2006 - als Fernseh-Star: In dem Drama „Welcome, Mrs. President“ spielte sie eine fiktive erste weibliche Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika.
Zuvor, nach den Flops „Die Piratenbraut“ (1995) und „Tödliche Weihnachten“ (1996), hatte Davis sich eine Auszeit genommen, 1999 kehrte sie für eine Rolle in „Stuart Little“ zurück. Dem Film sollten mehrere Fortsetzungen folgen. Direkt im Anschluss wurde die Schauspielerin für „Welcome, Mrs. President“ gecastet.

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Washington steht Kopf: Als erste Frau in der Geschichte tritt Mackenzie Allen (Geena Davis) in der Serie „Welcome, Mrs. President“ das Amt des US-Präsidenten an. (Bild: Touchstone Television)
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Ehren-Oscar für humanitäre Arbeit

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Von 2014 bis 2015 hatte Geena Davis eine wiederkehrende Rolle in „Grey's Anatomy“. (Bild: ProSieben / ABC Studios)
Bereits in den 80er-Jahren war sie in kleinen Rollen in TV-Serien zu sehen, so in „Knight Rider“ und „Familienbande“. In der kurzlebigen Sitcom „Sara“ spielte sie 1985 sogar die Hauptrolle - etwas, das sich 2000 mit der „Geena Davis Show“ wiederholte, die jedoch noch während der ersten Staffel abgesetzt wurde. Nach dem TV-Comeback folgte unter anderem eine wiederkehrende Rolle in „Grey's Anatomy“.
Auch heute noch ist Geena Davis als Schauspielerin aktiv. 2026 wird sie in der von Netflix produzierten Netflix-Serie „The Boroughs“ zu sehen sein. Davis ist außerdem als Vorsitzende ihrer eigenen Nichtregierungsorganisation aktiv: Das Geena Davis Institute on Gender in Media setzt sich für die Gleichstellung von Frauen in der Medienbranche ein. 2019 erhielt sie für diese Arbeit den Jean Hersholt Humanitarian Award, einen Ehren-Oscar.
Seit 2022 ist Geena Davis außerdem Buch-Autorin: Mit „Dying of Politeness“ veröffentlichte sie eine Autobiografie über ihr bewegtes Leben. Und auch im Literaturwesen zeichnet sich die 70-Jährige durch ihre Vielseitigkeit aus: 2025 kam „The Girl Who Was Too Big for the Page“ auf den Markt, ein Kinderbuch, bei dem nicht nur die Geschichte von Davis geschrieben wurde, sie illustrierte ihr Werk auch selbst. (tsch)

