„Stranger Things“ machte seine kleinen und jungen Darsteller zu Stars. Doch welche Pläne verfolgen Millie Bobby Brown, Finn Wolfhard, Sadie Sink und Co. nach dem Ende der Erfolgsserie?
„Stranger Things“Was machen die Jungstars des Netflix-Hits als Nächstes?

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Millie Bobby Brown wirkte neben „Stranger Things“ auch in einigen Blockbustern mit, darunter das Sci-Fi-Spektakel „Godzilla II: King of the Monsters“. Demnächst wird die britische Schauspielerin unter anderem in der romantischen Komödie „Just Picture It“ zu sehen sein. (Bild: Netflix)
„Stranger Things“ machte sie zu Stars, und die jüngsten unter ihnen sind mit der Mystery-Serie aufgewachsen. Doch ist die Geschichte um ein halbes Dutzend Kinder und Jugendlicher endet mit der ab 27. November in drei Schüben veröffentlichten finalen fünften Staffel. Was dann, fragt sich auch mit Blick auf die Jungstars.
Fällt auf manchen vielleicht der berühmt-berüchtigte Serienfluch? Oder ist der Serien-Blockbuster für den einen oder anderen das Sprungbrett für eine erfolgreiche Karriere? Eine von ihnen, Millie Bobby Brown, scheint den Absprung bereits geschafft zu haben. Was aber ist mit Finn Wolfhard, Gaten Matarazzo, Caleb McLaughlin, Noah Schnapp, Joe Keery, Elise Eikermann und Lino Böttcher? Wir zeigen, welche Projekte die „Stranger Things“-Jungstars gerade in der Pipeline haben.
Millie Bobby Brown macht das Enola-Holmes-Triple voll

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Finn Wolfhard zeigt immer mehr Ambitionen, hinter die Kamera zu treten. Er führte schon Regie und schreibt gerade mit seinem Vater ein Drehbuch zu einem Biopic über die Rockband The Replacements. (Bild: Netflix)
Sie ist der größte Star, den „Stranger Things“ hervorgebracht hat. Millie Bobby Brown machte dank der Mystery-Serie eine steile Karriere. Dem Streaming-Dienst blieb die britische Schauspielerin auch mit so manchem Film treu, den beiden „Enola Holmes“-Filmen etwa über die kleine Schwester des Meisterdetektivs Sherlock Holmes oder dem Sci-Fi-Spektakel „The Electric State“ (2025). Daneben wirkte sie auch schon in einigen Kino-Blockbustern mit, darunter „Godzilla II: King of the Monsters“.

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Gaten Matarazzo konnte sich zuletzt eine Rolle in einer Spielfilm-Produktion des Streaming-Dienstes Hulu sichern. (Bild: Netflix)
Als Nächstes wird die 21-Jährige ein drittes Mal als Enola Holmes zu sehen sein. Die Netflix-Produktion von Regisseur Philip Barantini (“Boiling Point“) nach einem Drehbuch von Jack Thorne (“Long Way Down“) ist bereits abgedreht und soll Anfang 2026 erscheinen. Außerdem hat sich Brown die weibliche Hauptrolle in der romantischen Komödie „Just Picture It“ gesichert, auch ein Netflix-Projekt. Ihr Kollege ist unter anderem Gabriel LaBelle, bekannt aus „Die Fabelmans“, Regie führt Lee Toland Krieger (“Für immer Adaline“).
Ist Finn Wolfhard bald als Regisseur tätig?

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Caleb McLaughlin spielte schon mit Stars wie Idris Elba und Benedict Cumberbatch und hat sich auch einen Namen als Synchronsprecher gemacht. (Bild: Netflix)
Finn Wolfhard wandelte auch außerhalb des „Stranger Things“-Territoriums auf gruseligen Pfaden. In den Stephen-King-Adaptionen „Es“ und „Es: Kapitel 2“ bekam er es mit dem Monsterclown Pennywise zu tun. Dazu spielte der heute 22-Jährige eine Hauptrolle im „Ghostbusters“-Reboot „Ghostbusters: Legacy“ (2021). Im Fantasyfilm „Die Legende von Ochi“ (2025) war der Kanadier an der Seite von Emily Watson und Willem Dafoe zu sehen.

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Noah Schnapp blieb der große Karrieresprung bislang verwehrt. Nach Filmen wie der Horrorkomödie „Hubie Halloween“ wartet der kanadisch-US-amerikanische Schauspieler derzeit auf weitere Projekte. (Bild: Netflix)
Interessant ist die weitere Entwicklung Wolfhards, denn er zeigt immer mehr Ambitionen, hinter die Kamera zu treten. Mit „Hell of a Summer“ legte 2023 schon sein Regiedebüt vor, wenngleich er den Regieposten mit Billy Bryk teilte. Gemeinsam schrieben sie auch das Drehbuch. Derzeit arbeitete er am Skript zu einer Filmbiografie über die US-Rockband The Replacements. Auch hier teilt er sich den Job, diesmal ist Papa Eric Wolfhard sein kreativer Partner. Ob Wolfhard, wie in „Hell of a Summer“, auch eine Hauptrolle in dem in den 80er Jahren spielenden Film übernimmt, steht noch nicht fest.
Gaten Matarazzo ergattert Hauptrolle in Hulu-Produktion

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Natalia Dyer war zuletzt in dem Horror-Schocker „All Fund and Games“ zu sehen. Auch sie wartet noch auf ihren großen Durchbruch. (Bild: Netflix)
Anders als Brown und Wolfhard konnte Gaten Matarazzo bislang außerhalb von „Stranger Things“ nicht so recht durchstarten. Immerhin war der an der Erbkrankheit Kleidokraniale Dysplasie leidende Schauspieler in einer tragenden Rolle der Komödie „Honor Society“ (2022) zu sehen - und zu hören als Synchronsprecher im Animationsfilm „Angry Birds 2“.

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Charlie Heaton wird demnächst in einer noch titellosen Mysteryserie von Netflix zu sehen sein. (Bild: Netflix)
Von der Bildfläche wird der 23-Jährige aber nicht so bald verschwinden. In der nächsten Spielfilm-Produktion des Streaming-Dienstes Hulu hat er sich an der Seite von Sean Giambrone (“Die Goldbergs“) eine Hauptrolle gesichert. Die noch titellose Komödie handelt von zwei Jugendlichen, die einen unfreiwilligen Drogentrip erleben. Regie führen Nick Kocher und Brian McElhaney, die als Internet-Comedy-Duo BriTANicK bekannt wurden.
Caleb McLaughlin: Zwischen Netflix-Projekten und Synchro-Rollen

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Steht sie vor einer großen Karriere? Immerhin wurde Sadie Sink in den erlauchten Club der Marvel-Superheldenfilme aufgenommen. (Bild: Netflix)
Auch Caleb McLaughlin blieb nach seinem Durchbruch mit „Stranger Things“ Netflix treu. 2019 wirkte der US-Schauspieler in Steven Soderberghs Basketballdrama „High Flying Bird“ mit. Ein Jahr später schwang er sich nebst Hollywoodstar Idris Elba im Westerndrama „Concrete Cowboy“ aufs Pferd. In „The Book of Clarence“ war er 2023 an der Seite von Benedict Cumberbatch zu sehen, bevor er 2024 im Horrorfilm „The Deliverance“ eine tragende Rolle spielte.
In seinem aktuellen Projekt ist McLaughlin nicht zu sehen, dafür zu hören: Im Animationsfilm „GOAT: Bock auf große Sprünge“ synchronisiert er die Titelrolle, eine Ziege namens Will Harris. Die Handlung der Sony-Produktion: Der kleine Ziegenbock Will hat einen großen Traum: Er will ein großer Sportler werden. Als er die Chance bekommt, bei der Basketball-ähnlichen Sportart Roarball in einem Profiteam mitzuspielen, sieht er seine Chance. Der Haken: Für den Vollkontaktsport ist er viel zu schmächtig. Kinostart ist Februar 2026.
Noah Schnapp und Joe Keery: Warten auf den Durchbruch und Musikambitionen

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Joe Keery wird demnächst an der Seite von Liam Neeson in der Horror-Komödie „Cold Storage“ zu sehen sein. (Bild: Netflix)
Im Gegensatz zu manch anderen Kollegen blieb Noah Schnapp der große Karrieresprung bislang verwehrt. Den Kinoflop „Waiting for Anya“ (2020) konnte auch er, der Star aus „Stranger Things“, nicht vermeiden. Ansonsten war Schnapp, der sich 2023 als homosexuell outete, als Nebenfigur in der US-Horrorkomödie „Hubie Halloween“ neben Adam Sandler zu sehen. 2023 spielte er in dem Psychothriller „The Tutor“ eine der Hauptrollen. Weitere Projekte sind derzeit nicht in Sicht.
Joe Keery hatte seine wohl bekannteste Rolle neben „Stranger Things“ in der Sci-Fi-Komödie „Free Guy“ (2021), wo er an der Seite von Ryan Reynolds einen Game-Designer verkörperte. Darüber hinaus ist der inzwischen 33-Jährige als Musiker tätig. Passend dazu: In „Pavements“, einer Mischung aus Biopic, Konzert- und Experimentalfilm, spielte er 2024 den Indie-Musiker Stephen Malkmus. Einen wichtigen Schritt macht er mit seinem nächsten Projekt. In der Horror-Komödie „Cold Storage“ nach einem Drehbuch des Erfolgsautors David Koepp (“Jurassic Park“) steht er neben Liam Neeson vor der Kamera.
Natalia Dyer und Charlie Heaton: Zwischen Horror-Schocker und X-Men
Natalia Dyer konnte sich dank „Stranger Things“ ebenfalls schon einige Haut- und Nebenrollen vor allem in Indie-Produktionen sichern, etwa in der Coming-of-Age-Komödie „Yes, God, Yes - Böse Mädchen beichten nicht“ (2019) oder im Mystery-Streifen „Things Heard & Seen“ (2021). Der große Durchbruch ist der US-Schauspielerin, die in Disneys „Hannah Montana - Der Film“ zum ersten Mal vor der Kamera stand, indes noch nicht gelungen. Zuletzt tauchte die 30-Jährige in dem Horror-Schocker „All Fund and Games“ in der Hauptrolle auf.
Charlie Heaton konnte sich dank „Stranger Things“ für die Hauptrolle im Thriller „Shut In“ mit Co-Star Naomi Watts empfehlen. Außerdem wurde der britische Schauspieler ins X-Men-Universum berufen, wo er sich 2020 im Finale der Filmreihe, „The New Mutants“, in einer Hauptrolle über die Kinoleinwand kämpfte. Zuletzt hatte er einen Gestauftritt in der Serie „Industry“, und auch in einer noch titellosen Mysteryserie von Netflix wird er demnächst zu sehen sein. Die Handlung kreist um ein mysteriöses Seeungeheuer, das eine Stadt bedroht.
Sadie Sink auf dem Weg zum Marvel-Star
Zu guter Letzt: Sadie Sink. Die US-Schauspielerin scheint an den mysteriösen Verwicklungen von „Stranger Things“ Gefallen gefunden zu haben. Im Ciarán-Foy-Schocker „Eli“ lehrte sie Netflix-Fans 2019 das Fürchten, Gleiches galt 2021 für ihre Rolle im Teen-Slasher „Fear Street Part Two: 1978“. 2022 besetzte Darren Aronofsky sie für das Oscar-prämierte Drama „The Whale“. Ganz andere Töne schlug Sink zuletzt in „O'Dessa“ an, einem Musical-Sci-Fi-Drama, über ein Mädchen (Sink), das sich in einer postapokalyptischen Welt als Country-Musikerin durchschlägt.
Ein besonderer Coup ist Sink mit ihrer nächsten Rolle gelungen. Die ist nicht nur riesig, sondern wird die Schauspielerin auch durch mehrere Projekte tragen. Sink wird sowohl im nächsten „Spider Man“-Film „Brand New Day“ zu sehen sein als auch im sechsten „Avangers“-Abenteuer mitmischen. Welchen Charakter sie übernimmt, ist noch unbekannt. Spekuliert wird, dass sie als Mutantin namens Firestar besetzt wurde. Sicher ist: An „Stranger Things“ wird Sink am wenigsten von den Jungstars gefesselt bleiben, und mit ihrer Aufnahme in den erlauchten Marvel-Club könnte sie sogar den bislang größten Star. Millie Bobby Brown, in den Schatten stellen. (tsch)
