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Sie brachte ihn zu ScientologyDas macht Tom Cruise' Ex-Frau heute

In Ridley Scotts Thriller „Der Mann im Hintergrund“ (1987) spielte Mimi Rogers an der Seite von Tom Berenger ihre erste Hauptrolle.  (Bild: IMAGO / United Archives)

In Ridley Scotts Thriller „Der Mann im Hintergrund“ (1987) spielte Mimi Rogers an der Seite von Tom Berenger ihre erste Hauptrolle. (Bild: IMAGO / United Archives)

Sie gilt als die Frau, die Tom Cruise in die Scientology einführte. Wie er ist sie Schauspielerin, wenn auch bei weitem nicht so erfolgreich. Nun feiert Mimi Rogers ihren 70. Geburtstag.

Mimi Rogers war die erste Ehefrau von Tom Cruise. Nun feiert die Schauspielerin ihren 70. Geburtstag.  (Bild: 2025 Getty Images/Jerod Harris)

Mimi Rogers war die erste Ehefrau von Tom Cruise. Nun feiert die Schauspielerin ihren 70. Geburtstag. (Bild: 2025 Getty Images/Jerod Harris)

Vor Katie und vor Nicole war Mimi. Ja, Mimi Rogers war die erste Ehefrau von Tom Cruise, bevor er Nicole Kidman heiratete und schließlich Katie Holmes ein Eheversprechen gab. Rogers war die erste Ehefrau in Cruise' Leben, doch sie ist die letzte, an die gedacht wird, wenn es um Cruise' Liebesleben geht. Sie ist auch die unbekannteste Schauspielerin von den dreien. Dabei ist sie die dienstälteste - aber auch die älteste an Lebensjahren, am 27. Januar feiert sie ihren 70. Geburtstag.

Rogers und Cruise heirateten 1987. Für ihn war es die erste Ehe, für sie die zweite. Rogers war seit ihrem 20. bis zum 24. Lebensjahr mit einem gewissen Jim Rogers verheiratet, einem Scientologen, dessen Namen sie annahm. Von Cruise ließ sie sich 1990 scheiden. Sie gingen als Liebespaar auseinander, aber auch als Schauspieler. Cruise stieg zum Weltstar auf, Rogers Karriere kam nie recht in Fahrt. Er wurde zum Zugpferd etlicher Blockbuster, sie schaffte es in Hollywood nicht wirklich zur Leading Lady und fand schließlich im Fernsehen ihre Zuflucht.

1998 war Mimi Rogers „Lost in Space“. (Bild: New Line Cinema)

1998 war Mimi Rogers „Lost in Space“. (Bild: New Line Cinema)

Zur Schauspielerei fand Cruise alleine, doch Rogers war es, die ihn 1986 in die Scientology einführte. Aber auch hier wandelten sie nicht lange auf demselben Weg. Rogers verließ die Sekte 1990, angeblich auf Betreiben und Einschüchterung durch führende Scientologen. Cruise ist bis heute nicht nur Mitglied, sondern auch einer der mächtigsten Repräsentanten und sichtbarsten Aushängeschilder der Kirche. Als Zugpferd taugt der Weltstar auch hier ziemlich gut.

Ausstieg aus Scientology, Aufstieg in Hollywood

Mimi Rogers ist eine vielseitige Schauspielerin, die in den letzten Jahren vor allem im Fernsehen erfolgreich war.  (Bild: 2022 Getty Images/Alberto E. Rodriguez)

Mimi Rogers ist eine vielseitige Schauspielerin, die in den letzten Jahren vor allem im Fernsehen erfolgreich war. (Bild: 2022 Getty Images/Alberto E. Rodriguez)

Das Talent für die Schauspielerei wurde Rogers allenfalls von einem Elternteil in die Wiege gelegt. Die Mutter der 1956 geborenen Miriam Ann Spickler, Kathy Talent, war Theaterwissenschaftlerin. Ihrem Vater Philip C. Spickler hat sie Scientology zu verdanken. Von dem Bauingenieur, der eine führende Rolle in der Scientology innehatte und mit deren Gründer L. Ron Hubbard befreundet war, wurde sie in die Kirche eingeführt. Dass sie diese verließ, bedeutete nicht, dass sie mit ihr brach. Scientology sei „Teil“ ihrer Erziehung“ gewesen, sagte sie 1991 der „LA Times“, und deren „grundlegenden philosophischen Prinzipien“ hätten sich als „fundiert“ erwiesen.

Mimi Rogers ist seit 2003 mit dem Filmproduzenten Chris Ciaffa verheiratet, mit dem sie zwei Kinder hat. (Bild: 2011 Getty Images/Kevin Winter)

Mimi Rogers ist seit 2003 mit dem Filmproduzenten Chris Ciaffa verheiratet, mit dem sie zwei Kinder hat. (Bild: 2011 Getty Images/Kevin Winter)

Mit der Schauspielerei begann Rogers verhältnismäßig spät. Obwohl sie schon seit ihrer Teenager-Zeit daran dachte, hätte sie sich erst ab Mitte 20 „ernsthaft“ mit dem Thema beschäftigt, sagte sie. Zum ersten Mal vor der Kamera stand Rogers in der Krimiserie „Polizeirevier Hill Street“. Darauf folgten weitere Serienrollen (“Magnum“, „Qunicy“), bevor sie 1989 in Ridley Scotts Thriller „Der Mann im Hintergrund“ ihre erste Hauptrolle spielte. Viele weitere sollten nicht kommen, doch Prestigefilme nicht selten von großen Regisseuren blieben nicht aus. 1990 war sie Oliver Stones Musiker-Biopic „The Doors“ zu sehen sowie im Thriller „24 Stunden in seiner Gewalt“ von New-Hollywood-Veteran Michael Cimino.

Mimi Rogers mit Ehemann Chris Ciaffa und Tochter Lucy Ciaffa bei der Premiere von „Unstoppable - Außer Kontrolle“ in Westwood, Kalifornia. Rogers spielte in dem Actioner eine Nebenrolle an der Seite von Denzel Washington. (Bild: 2010 Getty Images/Kevin Winter)

Mimi Rogers mit Ehemann Chris Ciaffa und Tochter Lucy Ciaffa bei der Premiere von „Unstoppable - Außer Kontrolle“ in Westwood, Kalifornia. Rogers spielte in dem Actioner eine Nebenrolle an der Seite von Denzel Washington. (Bild: 2010 Getty Images/Kevin Winter)

So stark sie die 1990-er begonnen hatte, so stark beendete sie das Jahrzehnt. 1997 gehörte Rogers zur Besetzung des Agenten-Klamauks „Austin Powers: International Man of Mystery“ und ein Jahr später zur Besatzung des Sci-Fi-Dramas „Lost in Space“, die ins All geschickt wird auf die Suche nach neuem Lebensraum für die Menschheit. Doch schon „Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI“, in der sie die wiederkehrende Rolle der FBI-Agentin Diana Fowley spielte, bildete den Kipppunkt, mit dem TV-Produktionen eine dominantere Rolle in Rogers Karriere spielen werden als Kinofilme.

Erfolgreiche Seriendarstellerin

Mit „Akte X“ schuf sich Rogers auch die Schublade, in die man sie gerne als Serien-Darstellerin steckt. Vornehmlich in Krimiserien wie „Bosch“ oder deren Ableger „Bosch: Legacy“ spielte sie seriöse, kluge Frauen, die sich für Wahrheit und Gerechtigkeit einsetzen. Dass sie auch anders, vor allem komisch sein kann, bewies sie wiederum in zahlreichen Sitcoms, wo sie mal an vorderster Stelle (“The Loop“), öfters aber in Gastrollen zu sehen war. Zur letzten Sorte gehört auch ihr überaus lustiger Gastauftritt als Walden Schmidts Mutter in der Sitcom „Two and a Half Men“.

Eine Mutter ist Rogers auch im Privatleben - und sicher eine bessere als die ihr Kind zu Forschungszwecken missbrauchende Primatologin. Womit wir wieder bei Tom Cruise angelangt wären. Denn schon mit ihm wollte sie damals Kinder haben, doch es sollte nicht sein, weshalb das Gerücht genährt worden war, Cruise sei möglicherweise doch schwul. Was mit dem Schauspieler nicht klappte, das gelang mit dem Produzenten Chris Ciaffa, den Rogers 1990 am Set des Fernsehfilms „Twilight Mystery“ kennenlernte, doch erst zwölf Jahre später heiraten sollte. Ihre Kinder, Tochter Lucy Julia Ciaffa und Sohn Charlie Ciaffa, waren da schon sieben und ein Jahr alt. (tsch)

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