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„Scrubs“-HauptfigurDas ist die wahre Geschichte hinter John „J.D.“ Dorian

J.D. (Zach Braff, Mitte) ist die Hauptfigur von „Scrubs“ und basiert auf einem echte Arzt. (Bild: 2026 20th Television / Disney)

Copyright: 2026 20th Television / Disney

J.D. (Zach Braff, Mitte) ist die Hauptfigur von „Scrubs“ und basiert auf einem echte Arzt. (Bild: 2026 20th Television / Disney)

„Scrubs“, eine der besten Sitcoms der letzten 25 Jahre, feiert jetzt ein Comeback. Doch ist die Serie alles andere als „nur“ lustig, sondern auch ziemlich realistisch - da sie auf den Erfahrungen eines echten Arztes basiert.

Mehr als 15 Jahre nach dem Ende der Serie kehrt „Scrubs“ (ab 25. März bei Disney+) mit einer neuen Staffel zurück. Fast alle der damaligen Stars sind in der Neuauflage wieder dabei, allen voran natürlich die von Zach Braff gespielte Hauptfigur, der (junge) Arzt John Dorian, von allen nur J. D. genannt. Was nur die wenigsten wissen: Die Serie bildet - bei aller Komik - den Krankenhausalltag ziemlich realistisch ab - und Braffs Hauptfigur basiert sogar auf einem echten Arzt.

Als „Scrubs“ 2001 startete, setzte sich die Serie deutlich von anderen Krankenhausserien ab. Schauplatz ist das fiktive Sacred Heart Hospital, im Zentrum steht der Berufsalltag junger Mediziner zwischen Visite, Notfällen und persönlichen Krisen. Anders als viele Krankenhausserien zuvor verband „Scrubs“ die Elemente einer Sitcom mit dramatischen Geschichten. Patienten werden schwer krank, manche sterben, und die Folgen bleiben für die Figuren spürbar. Dazu kommt ein hohes Maß an Realismus: Ein Beispiel für den medizinischen Anspruch ist die Episode „Mein Schützling“ aus Staffel fünf. Darin zeigt eine wiederkehrende Sequenz, wie leicht sich Bakterien im Klinikalltag verbreiten können - mit tödlichen Folgen für einen Patienten.

Schwarzer Humor als Überlebensstrategie

„Scrubs“-Schöpfer Bill Lawrence ließ sich für die Krankenhausserie von einem College-Freund, der Arzt ist, inspirieren und beraten. (Bild: Dia Dipasupil/Getty Images)

Copyright: Dia Dipasupil/Getty Images

„Scrubs“-Schöpfer Bill Lawrence ließ sich für die Krankenhausserie von einem College-Freund, der Arzt ist, inspirieren und beraten. (Bild: Dia Dipasupil/Getty Images)

Serienschöpfer Bill Lawrence führt diese Balance aus Komik und Tragik auf eine reale Quelle zurück. Gegenüber „The Austin Chronicle“ erklärte er, er habe seinen College-Freund Jonathan Doris während dessen Medizinstudium beobachtet. Dessen Erfahrungen flossen in die Serie ein. Lawrence sagte: „Er traf sich mit uns in einer Bar oder bei einem Basketballspiel, und wenn er 15 Minuten zu spät kam, war er manchmal erschüttert, weil er in sehr jungen Jahren täglich mit sterbenden Menschen und zerbrechenden Familien zu tun hatte.“

Die Hauptfigur J.D., gespielt von Zach Braff, ist nach Jonathan Doris benannt. Doris, heute Kardiologe und Herzchirurg in Los Angeles, fungierte von Beginn an als medizinischer Berater der Serie. Seine Rückmeldungen trugen dazu bei, medizinische Abläufe realitätsnah darzustellen. Auch bei der jetzigen Neuauflage wirkte er mit. Bei einer Umfrage unter Ärzten und Klinikpersonal, die eine Vermittlungsagentur für Gesundheitsfachkräfte durchführte, erhielt „Scrubs“ 8 von 10 Punkten für medizinische Genauigkeit. Ein Grund dafür ist emotionale Ehrlichkeit. Hinter all den Witzen treffe die Serie „den Kern der Unsicherheit während der Ausbildung“, zeige die „seltsame Hierarchie in Krankenhäusern“ und wie „Galgenhumor als Überlebensstrategie“ eingesetzt werde.

Dieser Befund deckt sich mit den Erfahrungen seines Freundes Jonathan, so Serienschöpfer Bill Lawrence: Für ihn sei der „einzige Weg zu überleben“ gewesen, „schwarzen Humor zu haben, Freude in kleinen Momenten zu finden, mit Freunden herumzualbern und eine Gemeinschaft zu bilden.“ Zugleich verwies Lawrence auf die Belastung des Berufs: Doris habe Schwierigkeiten gehabt, „in diesem System zu überleben, weil es einem sehr viel abverlangt.“ Doris, der nun bereits lange Zeit selbst als Arzt arbeitet, habe gesagt, dass er nicht wisse, wie viele Jahre er den Job noch machen könne, da es „emotional und mental wirklich sehr anstrengend“ sei. (tsch)

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