Abo

Besuch in KölnHeino ernst: „Kinder, es ist ja nur im Notfall“

Schlagersänger Heino stellt am Kölner Schokoladenmuseum seine „Deutschland Schokolade“ vor. Die Schokolade in den Nationalfarben besteht aus Zartbitter-, Kirsch- und Karamellschokolade.

Schlagersänger Heino stellt am Kölner Schokoladenmuseum seine „Deutschland Schokolade“ vor. Die Schokolade in den Nationalfarben besteht aus Zartbitter-, Kirsch- und Karamellschokolade.

Schlagerikone Heino, seines Zeichens gelernter Bäcker und Konditor, hat in Köln eine neue Schokolade vorgestellt. Dabei äußerte er sich auch zu einem sehr ernsten Thema.

Der Hype um die Dubai-Schokolade ist längst verpufft. Wird nun an einer „Deutschland-Schokolade“ in Schwarz-Rot-Gold geknabbert? Heino (86), seines Zeichens gelernter Bäcker und Konditor, stellte im Kölner Schokoladen-Museum die neue Süßigkeit vor.

„Ich habe Schwarz-Rot-Gold immer vertreten, schon vor vielen, vielen Jahren“, sagte er. Dafür sei er oft attackiert worden, aber er habe sich nie beirren lassen. Die Schokolade ist in den Nationalfarben gehalten und besteht aus Zartbitter-, Kirsch- und Karamellschokolade.

Heino unterstützt Einführung eines neuen Wehrdienstes

Ein anderes Thema liegt vielen aktuell schwer im Magen: Die mögliche Rückkehr der Wehrpflicht. Heino unterstützt die Einführung eines neuen Wehrdienstes. „In der heutigen Zeit kann man nicht verlangen, dass uns andere Menschen verteidigen - wir müssen uns selbst verteidigen können“, sagte der Sänger der Deutschen Presse-Agentur in Köln.

„Es ist zwar für die jungen Leute schwierig, das zu machen, das kann ich verstehen“, räumte er ein. Man dürfe es sich deshalb nicht zu einfach machen. „Da muss man den jungen Leuten auch ein bisschen zur Seite stehen und sagen: „Kinder, es ist ja nur im Notfall.“ Aber wir können uns nicht auf andere Länder verlassen, die uns verteidigen, und dann in den Tag hineinleben.“

Heino selbst, Jahrgang 1938, könne sich noch an die Debatte über die bundesdeutsche Wiederbewaffnung Mitte der 50er Jahre erinnern. „Als damals die Bundeswehr aufkam, habe ich das miterlebt. Ich habe erst mal als junger Mann einen Schreck gekriegt. Da habe ich gedacht: Jetzt geht's wieder los. Man hat ja sofort an Krieg gedacht.“ Er selbst habe zu den „weißen Jahrgängen“ gehört, für die noch keine Wehrpflicht gegolten habe.

Das Kabinett hatte diese Woche ein Gesetzespaket zur Stärkung der Bundeswehr gebilligt. Es setzt dabei auf verpflichtende Wehrerfassung und Musterung junger Männer, aber Freiwilligkeit im Dienst. (dpa)