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„Resident Evil“-Star Milla Jovovich„Wenn ich arbeite, habe ich sofort ein schlechtes Gewissen“

Schauspielerin Milla Jovovich spricht über den Spagat zwischen Karriere und Familie: „Es fühlt sich eher an wie ein Pendel, das ständig von einem Extrem ins andere schwingt.“ (Bild: 2026 Getty Images/Rodin Eckenroth)

Copyright: 2026 Getty Images/Rodin Eckenroth

Schauspielerin Milla Jovovich spricht über den Spagat zwischen Karriere und Familie: „Es fühlt sich eher an wie ein Pendel, das ständig von einem Extrem ins andere schwingt.“ (Bild: 2026 Getty Images/Rodin Eckenroth)

Spätestens seit ihrem Durchbruch mit der Spiel-Verfilmung „Resident Evil“ ist Milla Jovovich aus Hollywood nicht mehr wegzudenken. Doch nun spricht sie offen über Zweifel, Kritik - und ein Leben, das sich zwischen Filmsets und Familie oft wie ein „Wanderzirkus“ anfühlt.

Sie ist eine der größten Action-Ikonen Hollywoods - und doch kennt Milla Jovovich (50) auch die andere Seite des Ruhms. Eine, über die nur wenige sprechen. „Manche applaudieren, andere werfen Tomaten“, sagt sie - und lacht. Doch ganz so leicht ist es nicht immer.

Mit „In the Lost Lands“ (jetzt bei Sky Cinema Premiere & WOW) taucht Jovovich in eine düstere Fantasy-Welt ein, kämpft als mächtige Hexe ums Überleben in einer zerstörten Welt voller Monster und Verrat. Doch im Gespräch mit der Agentur teleschau anlässlich des Filmstarts wird schnell klar: Die größte Herausforderung spielt sich für sie nicht vor der Kamera ab - sondern im echten Leben. Denn hinter den großen Rollen steckt ein Alltag, der eigentlich nie stillsteht. „Wir sind wie eine Zirkusfamilie oder reisende Zigeuner - immer unterwegs, mit unserer verrückten Karawane“, beschreibt sie ihr Leben zwischen Drehs, Familie und ständigem Aufbruch.

Mit drei Kindern, Ehemann - und einem Leben, das sich oft komplett um Produktionen dreht - kennt Jovovich vor allem eines: den ständigen Spagat. „Wenn ich arbeite, habe ich sofort ein schlechtes Gewissen und denke: Ich verpasse so viel“, sagt sie im Gespräch mit teleschau offen. Und wenn sie dann zu Hause ist? Dann kommen die Zweifel von der anderen Seite: „Dann frage ich mich plötzlich: Wer bin ich eigentlich noch?“ Eine perfekte Balance gebe es nicht. „Es fühlt sich eher an wie ein Pendel, das ständig von einem Extrem ins andere schwingt“, beschreibt sie ihr Leben.

Milla Jovovich: „Gibt es diesen Zauber überhaupt noch?“

Gemeinsam mit ihrem Mann, Regisseur Paul W.S. Anderson, arbeitet sie seit Jahren eng zusammen - auch bei „In the Lost Lands“. Doch einfach ist das nicht. „Wenn wir drehen, ist es ein einziges Wanderzirkus-Spektakel“, sagt sie lachend. Schule organisieren, Reisen koordinieren, Familie zusammenhalten - alles gleichzeitig. Und trotzdem: „Am Ende überwiegt die Freude, dass wir gemeinsam etwas erschaffen.“

Neben all dem beschäftigt sie noch etwas anderes: die Veränderung Hollywoods. „Früher waren Schauspieler wie unerreichbare Legenden“, erinnert sie sich. Heute sei durch Social Media vieles anders. Nahbarer - aber auch entzaubert. „Manchmal frage ich mich: Gibt es diesen Zauber überhaupt noch?“

Trotz allem hat Jovovich gelernt, mit den Höhen und Tiefen umzugehen. „Ich habe unglaubliche Erfolge erlebt, aber auch Momente, in denen ich regelrecht auseinandergenommen wurde“, sagt sie. Ihr Umgang damit ist klar: „Man muss sich den Staub abklopfen und weitermachen.“ Und vielleicht ist genau dies das Geheimnis hinter ihrer langen Karriere: sensibel bleiben - ohne daran zu zerbrechen. (tsch)

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