Schock-Enthüllung Reporter-Legende Werner Hansch: So verlor ich mein Haus

Werner Hansch verspielte durch Pferderennen Unsummen.

Werner Hansch wie ihn die Fußballfans kannten und mochten: am Mikrofon.

Prominent sein birgt viele Tücken. Werner Hansch weiß das, denn er führte ein Doppelleben. EXPRESS.de veröffentlicht Kapitel aus seiner traurigen Biografie.

Dortmund. Was er beschreibt, ist ein beispielloser Absturz. Eine Riese im Fahrstuhl nach unten. Reporter-Legende Werner Hansch (83) wurde im hohen Alter spielsüchtig und verzockte sein Leben.

Mit einer Biografie versucht der geläuterte Sieger der Promi Big Brother Staffel 2020 seine lasterhaften Erfahrungen aus der Welt des Glücksspiels zu verarbeiten und beschönigt dabei reumütig nichts.

Denn: Hansch möchte aufklären und andere davor bewahren, seinem Schicksal zu folgen und seine Fehler ebenfalls zu machen.

Werner Hansch: Ich lebte wie ein Alkoholiker

Im letzten Teil unserer Serie, mit der wir Kapitel von „Einmal Hölle und zurück“ vorab veröffentlichen, schildert die Stimme des Ruhrgebiets den Tiefpunkt in seinem Leben.

Hinter dem Rücken von Moni greift Werner zum letzten Strohhalm. Sie weiß nicht, was er plant, sie darf es auch nie erfahren.

Werner will das Haus, das sie sich so wünschte, das sie so liebt, in dem sie sich so wohlfühlt, heimlich verkaufen; er muss es verkaufen, er braucht Frischgeld. Weil ihm die Immobilie allein gehört, fällt Moni nichts auf: Seine Unterschrift reicht unter den Vertrag.
Später, so nimmt er sich vor, wenn die Glückssträhne im Wettbüro ihn reich gemacht hat, wird er das Haus zurück-kaufen. Moni wird und darf nichts merken.

Doch was spielt das jetzt für eine Rolle? Seine Spielsucht-fiebrigen Gedanken sind stärker als seine Scham, sie lassen ihn nicht mehr klar denken.

Die Sucht hat Werner längst im Griff, aber er will es nicht wahrhaben und wettet weiter. So wie ein Alkoholiker, der seine Abhängigkeit von der Flasche nicht zugibt, sich selbst belügt … und weiter säuft. Ein Alkoholiker, der am Ende die Tapeten von den Wänden kratzt und den Klebstoff ableckt.

Das Buchcover der Biografie „Einmal Hölle und zurück“ von Werner Hansch.

Das Buchcover von „Einmal Hölle und zurück“

Mit dem Rücken zur Wand hat Werner im Sommer 2012 keinen Verhandlungsspielraum, er muss das Angebot des Interessenten akzeptieren.

Heimlicher Hausverkauf in Dortmund: „Es war ein fairer Handel“

Der neue Eigentümer zahlt ihm 160 000 Euro und gewährt Werner zusätzlich ein zehnjähriges Wohnrecht. Spätestens im August 2022 muss Werner raus aus dem Haus im feinen Dortmunder Süden und in eine Mietwohnung umziehen.

„Es war ein fairer Handel“, empfindet er auch heute noch. Für den Käufer ist der Deal ein Schnäppchen, für Werner die letzte Ausfahrt vor einer drohenden Privatinsolvenz; das ist sein Albtraum. Sie wollen das Buch bestellen? www.wernerhansch-buch.de

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