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Sie trotzt ihrer BehinderungSchwimm-Weltmeisterin zeigt sich nackt im „Playboy“

von Simon Küpper (sku)

München – Diese Fotos sind nicht nur ein Hingucker, sondern auch ein echtes Statement! 

Die sehgeschädigte deutsche Schwimmerin Elena Krawzow möchte mit ihren Akt-Aufnahmen im „Playboy“ ein Statement gegen die Bevormundung von Frauen und für mehr Zutrauen im Umgang mit körperlich Eingeschränkten setzen.

Schwimm-Weltmeisterin Elena Krawzow zeigt sich nackt im „Playboy“

„Ich komme aus einem Land, in dem Frauen noch immer unterdrückt werden. Das habe ich hautnah erlebt. Als Frau hat man dort viele Vorschriften und kaum Mitspracherecht“, sagte die in Kasachstan geborene 26-jährige Schwimm-Weltmeisterin über 100 Meter Brust in einem Interview mit dem Magazin „Playboy“, dessen Oktober-Titelseite sie ziert.

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„Außerdem ist es mir wichtig zu zeigen, dass man alles erreichen kann, wenn man etwas wirklich möchte. Es ist dabei vollkommen egal, was andere sagen. Und ich will mich aufgrund meiner Erkrankung nicht verstecken. Die Menschen sind oft scheu, wenn sie davon erfahren, aber ich möchte, dass man offen auf mich zugeht“, so Krawzow.

Denn, auf den ersten Blick ist nicht zu erkennen, warum Krawzow Paralympics-Teilnehmerin ist. Die Schwimmerin leidet an Morbus Stargard, einer Erkrankung der Netzhaut. Die Makula, der Punkt, mit dem man am schärfsten sieht, ist bei ihr abgestorben. Ihr Sehvermögen beträgt drei Prozent.

Trotzdem kämpft sich die schöne Deutsch-Kasachin unbeirrt durchs Leben und hat auch in ihrer Schwimm-Karriere schon großer erreicht. Dabei sei das Wasser eigentlich nie ihr Element gewesen, sagt sie. Doch nur sechs Jahre nachdem sie überhaupt Schwimmen gelernt hatte, stand sie 2012 bei den Paralympics in London als Silbermedaillen-Gewinnerin auf dem Treppchen.

Elena Krawzow zu Paralympics: „Bin sehr motiviert für Tokio“

„Ich vermute, es war die Herausforderung, die mich angetrieben hat. Als ich die ersten Erfahrungen hatte und auch bei Wettkämpfen dabei war, habe ich das als Chance gesehen. Mir wurde klar, dass mir der Sport neue Wege eröffnen kann“, sagt sie.

Zunächst hatte sie mit ihrer Sehschädigung zu kämpfen. Seit dem Grundschulalter leidet sie an der Makuladystrophie. „Vor allem in der Pubertät hat mich das schwer getroffen. Ich habe mich unfassbar dafür geschämt, anders zu sein als andere“, berichtete Elena Krawzow im „Playboy“-Interview. Heute sei sie „ein sehr glücklicher, zufriedener Mensch und froh darüber, was ich in meinem Leben erreicht habe“.

Neben Silber bei den Paralympics konnte sie sich auch bereits den Weltmeister-Titel sichern. 

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Ihr nächstes Ziel ist eine Goldmedaille bei den auf 2021 verschobenen Paralympics: „Ich bin sehr motiviert für Tokio im nächsten Jahr“, so Krawzow, die auch in Zukunft dem Sport treu bleiben möchte. „Ich kann mir gut vorstellen, meinen Beruf als Physiotherapeutin später einmal im Leistungssport auszuüben.“ Außerdem habe sie „schon vor dem Playboy-Shooting gemerkt, dass ich gerne modeln würde. Vielleicht ergibt sich in dem Bereich ja jetzt noch mehr.“ (sku)