Monatelang kämpfte Pierre M. Krause gegen den Krebs. Auf Unterstützung aus dem Freundeskreis wartete er vergeblich. Eine bittere Erkenntnis?
Krebs kam, Freunde gingenPierre M. Krause über „Privateste, was er je erzählt habe“

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Pierre M. Krause bei der NDR Talk Show im april 2024 in Hamburg.
Pierre M. Krause (49) hat harte Zeiten durchgemacht. Monatelang kämpfte der TV-Moderator gegen den Krebs. Auf Unterstützung aus dem Freundeskreis wartete er dabei vergeblich.
„Ich habe wirklich Freunde - von denen ich dachte, das sind meine besten Freunde - verloren, weil da plötzlich totale Funkstille war“, sagte der 49-Jährige in der neuen Folge von „Kurzstrecke mit Pierre M. Krause“ auf YouTube. Das sei das Privateste, was er je erzählt habe.
Pierre M. Krause „vielleicht ein bisschen enttäuscht, aber nicht böse“
Böse sei er ihnen überhaupt nicht. „Ich bin vielleicht ein bisschen enttäuscht, aber ich bin nicht böse.“
Angesprochen wird die Unsicherheit, die wohl viele Menschen im Umgang mit schwer kranken Angehörigen haben, von Gast Tommi Schmitt. „Aber kannst du das mal sagen? Weil man fragt sich ja manchmal: Wie verhält man sich richtig?“, sagt der Podcaster („Gemischtes Hack“). „Freut man sich über eine Nachricht, wenn es einem nicht gut geht? Oder sagt man: ‚Leute, es ist alles zu viel.‘“
Krause vermutet, dass viele mit so einer Situation überfordert sind. Und hat eine Botschaft: „Ja, meldet euch. Und es muss keine Frage sein und man muss sich auch nicht zurückmelden. Aber es geht darum: Ich denke an dich, wenn's dir grade sehr, sehr schlecht geht“.
Krause war im vergangenen Jahr monatelang untergetaucht. Im Oktober 2025 hatte der Fernsehmoderator in dem Format dann öffentlich gemacht, dass er gegen eine Tumor-Erkrankung gekämpft hatte.
Krebs-Behandlung war ein „Höllenritt“
„Ich hatte Rückenschmerzen. Es stellte sich heraus, das war ein bösartiger Tumor. Der musste entfernt werden, sonst wäre ich daran gestorben irgendwann“, erzählte Krause in der Folge mit „TV total“-Moderator Sebastian Pufpaff.
Die Behandlung sei ein „Höllenritt“ gewesen. Dabei hätten Knochen entfernt werden müssen. „Das hätte alles auch ganz anders ausgehen können. Ich habe wirklich Glück“, sagte Krause damals. (dpa)

