Patrick Swayze, Matt Dillon, Tom Cruise und mehr: Francis Ford Coppolas Romanverfilmung „Die Outsider: Rebellen ohne Grund“ diente zahlreichen späteren Hollywood-Stars als Sprungbrett.
Kultfilm mit späteren SuperstarsIn Vergessenheit geratener 80er-Klassiker läuft heute im Free-TV

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Seit dem Unfalltod seiner Eltern muss sich Darrel Curtis (Patrick Swayze) um seinen kleinen Bruder kümmern - keine leichte Aufgabe, denn der Junge steckt in enormen Schwierigkeiten. (Bild: SWR/rbb/1983 Pony Boy Inc./Zoetrope Corporation)
Der 1967 publizierte Erstlingsroman „The Outsiders“ der jungen Autorin Susan Hinton gilt in Amerika als Klassiker der Jugendliteratur. Er erreichte eine Auflage von über vier Millionen Exemplaren. Die damals erst 17 Jahre alte Schülerin erzählt darin ungeschminkt von ihren Erlebnissen mit den Jugendbanden ihres Heimatortes Tulsa, Oklahoma. Auch Regisseur Francis Ford Coppola las das Buch mit Begeisterung. Er erkannte die Chance zum Publikumserfolg und verfilmte die Geschichte 1982 mit einer Reihe damaliger Newcomer, die später allesamt zu Superstars aufsteigen sollten. Der SWR zeigt den Film am Sonntag, 11. Januar um 22.45 Uhr.
Im Mittelpunkt der Story stehen zwei rivalisierende Jugendbanden in einer amerikanischen Kleinstadt: Die aus der Unterschicht stammenden „Greasers“ und die zur „besseren Gesellschaft“ gehörigen „Socs“. Bei einer Auseinandersetzung zwischen den Gruppen ersticht Johnny (Ralph Macchio) einen der „Socs“, da er glaubt, dass dieser Ponyboy (C. Thomas Howell) im Stadtbrunnen ertränken will. In ihrer Verzweiflung fliehen die beiden zu ihrem älteren Freund Dallas (Matt Dillon), der sie in einer verfallenen Kirche versteckt.
Wenig später scheint die Affäre vergessen, und Johnny kann sich wieder in der Stadt sehen lassen. Als die drei zur Kirche zurückkehren, um ihre Sachen zu holen, steht sie in Flammen. Eine Ausflugsklasse ist eingeschlossen. In einer dramatischen Rettungsaktion befreien die Freunde die Kinder und werden so von „Outsidern“ zu Helden. Doch Johnny erleidet schreckliche Brandverletzungen. Als er kurze Zeit später stirbt, rastet Dallas aus. Er überfällt einen Laden und wird auf der Flucht von der Polizei erschossen. Der allein zurückbleibende Ponyboy zieht sich zurück und bringt die Geschichte zu Papier.
Ein echtes „Who's Who“
Unverkennbar an den James-Dean-Mythos anknüpfend, beschwört der Film die Erinnerung an Vergangenes herauf, wobei Coppola in erster Linie mit lyrischen Szenen arbeitet. Diese sind stellenweise zwar recht kitschig - die Sonnenuntergänge wurden in den rot glühenden Farben von „Vom Winde verweht“ in Szene gesetzt - lassen aber eine ungewöhnlich dichte Atmosphäre entstehen.
Heute, über 40 Jahre später, liest sich die Besetzungsliste wie ein „Who's Who“: C. Thomas Howell spielte nach „Die Outsider“ unter anderem in „E.T.“ und mit und ist bis heute ein gefragter Kino- und Seriendarsteller. Matt Dillon war für seine Rolle in „L.A. Crash“ für den Oscar nominiert und zuletzt im Wes-Anderson-Film „Asteroid City“ zu sehen. Ralph Macchio schrieb als „Karate Kid“, Patrick Swayzemit Filmen wie „Dirty Dancing“ und „Ghost - Nachricht von Sam“ Filmgeschichte. Rob Lowe und Emilio Estevez waren in den 80er- und 90r-Jahren ebenfalls gefragte Darsteller. Und auch der junge Tom Cruise, der in „Die Outsider“ eine seiner ersten Rollen spielte, wurde zum Hollywood-Star. (tsch)
