Gemeinsam mit Robert Shakespeare bildete er das Reggae-Duo „Sly & Robbie“. Nun ist der Schlagzeuger Sly Dunbar im Alter von 73 Jahren gestorben.
Jamaikanische Reggae-Legende Sly Dunbar gestorben

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Er war für den Rhythmus vieler bedeutender Musiker zuständig, bekannt wurde er als die eine Hälfte des Duos „Sly & Robbie“. Nun ist Sly Dunbar im Alter von 73 Jahren gestorben. (Bild: IMAGO / POP-EYE)
Der jamaikanische Schlagzeuger und Musikproduzent Sly Dunbar ist tot. Das teilte seine Frau Thelma der Tageszeitung „The Gleaner“ mit. Berichten zufolge war Dunbar seit einigen Monaten schwer krank gewesen. Er wurde 73 Jahre alt.
Der 1952 in der jamaikanischen Hauptstadt Kingston geborene Musiker wurde als die eine Hälfte der Reggae-Rhythmus-Combo Sly & Robbie bekannt. Sein Partner war der 2021 verstorbene Bassist und Keyboarder Robert Shakespeare.
Dunbar, der sich seinen Spitznamen nach dem bedeutenden Soul-Musiker Sly Stone gab, begann schon früh, Schlagzeug zu spielen. Blechdosen sollen dem kleinen Lowell, so sein eigentlicher Vorname, zunächst als Instrumente gedient haben.
Zusammenarbeit mit großen Musikern
Nach mehreren Stationen bei diversen Bands bildete Dunbar ab den 1970er Jahren gemeinsam mit Kumpel Robbie Shakespeare die Rhythmusgruppe der Reggae-Band The Revolutionaries. Als Sly & Robbie gaben sie jahrelang auch bei Black Uhuru den Rhythmus vor. Zudem arbeiteten sie mit Musikern wie Jimmy Cliff, Grace Jones, Bob Dylan und Herbie Hancock zusammen.
Im Laufe seiner Karriere erhielt Sly Dunbur für seine musikalischen Errungenschaften zahlreiche Auszeichnungen. Unter anderem wurde er von der jamaikanischen Regierung mit dem Ehrenpreis Order of Distinction gewürdigt. Im vergangenen Mai erhielt er von der University of Minnesota einen Preis für sein Lebenswerk. (tsch)

