Anne Rice ist tot Verfilmung mit Tom Cruise und Brad Pitt machte sie weltberühmt

Ihre Vampir- und Hexengeschichten verkauften sich weltweit millionenfach. Jetzt ist die „Königin des Schauerromans“ an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben. Anne Rice wurde 80 Jahre alt.

Tom Cruise und Brad Pitt hauchten ihren Figuren Leben ein – und eroberten als Untote die Leinwand. Jetzt trauern Millionen Fans auf der Welt um Anne Rice. Die US-amerikanische Autorin des Romans „Interview mit einem Vampir“, ist tot. Sie starb am Samstag, 11. Dezember 2021, im Alter von 80 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls.

Das teilte ihr Sohn Christopher auf dem offiziellen Facebook-Account der Autorin und auf Twitter mit. Zahlreiche Medien wie die „New York Times“ berichteten über den Todesfall.

Anne Rice schrieb auch Sexschocker

Anne Rice galt als „Königin des Schauerromans“. Ihre Vampir- und Hexengeschichten verkauften sich weltweit millionenfach, „Interview mit einem Vampir“ wurde erfolgreich verfilmt. „Sie verließ uns fast genau 19 Jahre nach dem Tod meines Vaters, ihres Mannes Stan“, schrieb Sohn Christopher, der ebenfalls Autor ist. Seine Mutter habe ihn immer bedingungslos unterstützt und ihn gelehrt, seine Träume zu verwirklichen.

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Anne Rice wurde am 4. Oktober 1941 unter dem Namen Howard Allen O'Brien in New Orleans geboren. Aufgewachsen in einer streng katholischen Familie in der US-Südstaatenmetropole, sagte sie sich am College vom Christentum los. Sie schrieb erfolgreich Schauerromane über Vampire, Hexen und Werwölfe. Rice verfasste unter Pseudonym auch erotische Romane und Sexschocker.

Den größten Erfolg aber bescherten ihr Vampire. Die Hollywood-Verfilmung von „Interview mit einem Vampir“ (1994) mit Tom Cruise und Brad Pitt machte Rice weltberühmt. Das barocke Gruselstück führt in die okkulte Welt ihrer Heimatstadt New Orleans ein. 2005 kehrte Rice, deren Bücher Millionenauflagen erreichten, New Orleans den Rücken, um näher bei ihrem Sohn in Kalifornien zu sein.

„Interview mit einem Vampir“: Anne Rice setzte toter Tochter ein Denkmal

Ihren späteren Mann, den Dichter und Maler Stan Rice, hatte sie schon in der Schule kennengelernt. Gemeinsam zogen sie nach San Francisco und bekamen eine Tochter, die wenige Jahre später an Leukämie starb. In „Interview mit einem Vampir“ setzte Rice ihr ein Denkmal als kleiner blonder Vampir. „Ich wusste es damals nicht, aber das Buch handelte nur von meiner Tochter, dem Verlust und davon, dass man weiterleben muss, auch wenn der Glaube zerschmettert ist“, sagte sie.

Ein ganzer Vampir-Zyklus entstand und verkaufte sich weltweit millionenfach. Es folgen Hexen-Sagen und Bücher über Mumien, Teufel und Engel. Ende der 90er Jahre beschloss Rice überraschend, zum katholischen Glauben zurückzukehren, und ließ sich nachträglich kirchlich trauen. 2002 starb ihr Mann, Rice selbst bekam gesundheitliche Probleme. Zur Überraschung ihrer Fans kündigte sie daraufhin an, nur noch im christlichen Glauben zu schreiben. Sie legte mehrere Bände über Jesus Christus vor, die sich mittelmäßig verkauften. 2011 folgte dann die erneute Abkehr von der Religion. (dpa)

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