In „Stirb langsam - Ein guter Tag zum Sterben“ kehrte Bruce Willis zurück in seiner Paraderolle als John McClane - diesmal um seinem Sohn zu helfen.
Heute im Free-TVAltmodischer Action-Kracher mit Bruce Willis in seiner absoluten Paraderolle

Copyright: 2013 Twentieth Century Fox Film Corporation. All rights reserved.
Jack McClane (Jai Courtney, rechts) und sein Vater John McClane (Bruce Willis) machen gemeinsame Sache, um sich gegen die Angreifer zur Wehr zu setzen. (Bild: 2013 Twentieth Century Fox Film Corporation. All rights reserved.)

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In „Stirb langsam - Ein guter Tag zum Sterben“ schlüpfte Bruce Willis zum fünften Mal in seine Paraderolle als John McClane. (Bild: 2013 Twentieth Century Fox Film Corporation. All rights reserved.)
Man wird halt auch nicht jünger - das gilt auch für Bruce Willis. Und trotzdem hielt das den Actionstar nicht davon ab, 2013 ein weiteres Mal in seine Paraderolle zu schlüpfen: John „Stirb langsam“ McClane. In Teil fünf ließ er es aber etwas ruhiger angehen, er ist ja auch Vater. Doch das Chaos zieht die Familie McClane magisch an: Sohn Jack (Jai Courtney) arbeitet seit Jahren als CIA-Agent und ist in Schwierigkeiten geraten. In Moskau ist er dem rätselhaften Komarov (Sebastian Koch) und dessen hübscher Tochter Irina (Yuliya Snigir) auf den Leim gegangen. Also fliegt Papa John in den Osten und bringt seinem Sohn in „Stirb langsam - Ein guter Tag zum Sterben“ (Mittwoch, 11. März, 20.15 Uhr, Kabel Eins) bei, was es heißt, ein echter McClane zu sein.
„Stirb langsam“ lebte immer auch von Willis' großartigen Gegenspielern: Alan Rickman und Jeremy Irons kommen einem sofort in den Sinn. Geradezu legendäre Schurken waren das in den Filmen eins (1988) und drei (1995), beide übrigens als Terroristen mit deutschem Hintergrund. In Teil fünf durfte tatsächlich ein deutscher Schauspieler in einer ganz wesentlichen Rolle ran: Regisseur John Moore hatte Sebastian Koch in Filmen wie „Das Leben der anderen“ und „Blackbook“ gesehen und ihm das Drehbuch geschickt. Koch, der bis dahin noch keinen einzigen „Die Hard“-Film kannte, sagte zu: „Das ist ein Angebot, das man nicht ablehnen sollte. Aber wenn mir die Rolle gegen den Strich gegangen wäre, hätte ich trotzdem verzichtet.“
Actionkracher im Stil der 80er-Jahre

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Jack McClane (Jai Courtney, links) will zunächst keine Unterstützung von seinem Vater (Bruce Willis). (Bild: 2013 Twentieth Century Fox Film Corporation. All rights reserved.)

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Gemeinsam versuchen John McClane (Bruce Willis, links) und sein Sohn Jack (Jai Courtney, Mitte), den Russen Komarov (Sebastian Koch) zu retten, der scheinbar Opfer einer politischen Verschwörung ist. (Bild: 2013 Twentieth Century Fox Film Corporation. All rights reserved.)
In „Die Hard 5“ spielte Koch betont sachlich den rätselhaften Russen Komarov, der zu Zeiten des eisernen Vorhangs offensichtlich den Plan hatte, Plutonium aus Tschernobyl zu stehlen. Nun sitzt Komarov seit Jahren in Haft. Bei einem Prozess will er als Kronzeuge gegen seinen früheren Partner Chagarin aussagen. Doch dann detoniert eine Autobombe vor dem Gerichtssaal. Komarov ist zurück in der Freiheit. An seiner Seite: CIA-Agent Jack McClane.
Gemeinsam sind sie auf der Flucht vor der russischen Unterwelt und erhalten bald Unterstützung von Papa McClane, der nach Moskau geflogen ist, um seinem Sohn beizustehen. Beide hatten sich in den Jahren zuvor entfremdet, sodass Jack zunächst wenig Wert auf die Unterstützung seines Vaters legt. „Eigentlich will er gar nichts mit ihm zu tun haben“, erklärt Jai Courtney. „Er will zeigen, dass er die Sache alleine regeln kann.“
Skip Woods und Jason Keller verfassten das dicht erzählte Drehbuch zu dem Actionfilm, der über vier Monate hinweg vor allem in Budapest gedreht wurde, aber eben in Russland spielt. Ziel sei es gewesen, die bekannte Figur McClane in eine ihm unbekannte Umgebung zu versetzen, in der er nicht einmal die Sprache der Einheimischen spricht. Rund 100 Millionen Dollar kostete der Film, der mit einer der spektakulärsten Autoverfolgungsjagden beginnt, die man jemals im Kino gesehen hat. Auch wenn das Tempo danach deutlich gedrosselt wird und erst das explosive Finale wieder große Schauwerte bietet: „Stirb langsam - Ein guter Tag zum Sterben“ überzeugt als im Stile der 80er-Jahre inszenierter Actionkracher, der vor allem beim McClane-treuen älteren Zielpublikum punkten dürfte. (tsch)

