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Geboren um doch wieder zu singenDas sind die Musik-Highlights der Woche

Der Graf wollte das Kapitel Unheilig für immer schließen und „nicht wieder aufmachen“. Zur Freude vieler Fans hat er es sich aber doch noch einmal anders überlegt. (Bild: Erik Weiss)

Copyright: Erik Weiss

Der Graf wollte das Kapitel Unheilig für immer schließen und „nicht wieder aufmachen“. Zur Freude vieler Fans hat er es sich aber doch noch einmal anders überlegt. (Bild: Erik Weiss)

Die Toten Hosen, The Notwist und Unheilig, die sich vor zwölf Jahren ausdrücklich ohne Comeback-Chancen verabschiedeten und jetzt doch wieder voll da sind: Erfahren Sie hier, was neu, wichtig und hörenswert ist in der Welt der Musik.

Keine neuen Lieder oder Alben, keine weiteren Konzerte und Fernsehauftritte, das Kapitel Unheilig werde „definitiv geschlossen und nicht mehr aufgemacht“ - so erklärte es Der Graf 2014 im Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau und etwa wortgleich auch in vielen anderen Gesprächen. Ein Ende ohne Wenn und Aber sollte es sein, ohne irgendwelche Hintertürchen und Comeback-Chancen. Und da sind wir nun, zwölf Jahre nach der Abschiedsverkündung und zehn Jahre nach der eigentlich definitiv allerletzten Tour. Neue Konzerte und Fernsehauftritte (demnächst auch bei „Sing meinen Song“), neue Lieder und jetzt auch ein neues Album: Mit „Liebe Glaube Monster“ machen Unheilig die im Februar 2025 angekündigte Rückkehr perfekt.

Der erste letzte Song: Mit „Die Show muss weitergehen“ präsentieren Die Toten Hosen einen ersten Vorgeschmack auf ihr Abschiedsalbum „Trink aus, wir müssen gehen!“. (Bild: Donata Wenders)

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Der erste letzte Song: Mit „Die Show muss weitergehen“ präsentieren Die Toten Hosen einen ersten Vorgeschmack auf ihr Abschiedsalbum „Trink aus, wir müssen gehen!“. (Bild: Donata Wenders)

Die Comeback-Platte umfasst satte 16 Songs. Im gewohnten Genremix zwischen Metal, Rock, Pop und Schlager besingt Der Graf die verschiedensten Themen zwischen Liebe zur Familie, Vergänglichkeitsgedanken und KI-Skepsis. Wie jedes andere Unheilig-Album sei auch „Liebe Glaube Monster“ ein Konzeptalbum, erklärt Der Graf, der seine Ängste, Gedanken und Träume mit den Menschen teilen möchte. „Mit Musik geht das für mich am besten.“ Deshalb will er nach dem Comeback auch „bleiben“. Die ersten Unheilig-Konzerte nach der Rückkehr sind bereits absolviert, von Juni 2026 bis Februar 2027 sind zahlreiche weitere Live-Auftritte geplant.

Die Toten Hosen - Die Show muss weitergehen

Neues aus einer verrückten Welt, die manchmal wie ein B-Movie wirkt: The Notwist haben gerade das Album „News From Planet Zombie“ veröffentlicht. (Bild: Getty Images/Hannes Magerstaedt)

Copyright: Getty Images/Hannes Magerstaedt

Neues aus einer verrückten Welt, die manchmal wie ein B-Movie wirkt: The Notwist haben gerade das Album „News From Planet Zombie“ veröffentlicht. (Bild: Getty Images/Hannes Magerstaedt)

Der erste letzte Song, könnte man sagen. Nach einer Band auf den letzten Metern klingt er eigentlich nicht. Vor wenigen Tagen sorgten Die Toten Hosen für großes Aufsehen, als sie ihr „letztes reguläres Studioalbum“ ankündigten. Nach über 40 Jahren soll sich mit „Trink aus, wir müssen gehen!“ und der Cover-Sammlung „Alles muss raus“ (beides erhältlich ab 29. Mai) ein Kreis schließen. Die Hosen wollen es zum Schluss aber richtig krachen lassen und noch einmal „aus allen Rohren schießen“, wie Frontmann Campino betont. Wie das dann so klingt, zeigt jetzt die erste Vorab-Single des neuen und letzten Albums.

Erst wird energisch mit „eins, zwei, drei, vier“ eingezählt, dann kreischt Campino wild ins Mikro, „wuuuaaahhhh!“ - klassischer Vollkaracho-Punkrock, sie können es noch. „Die Show muss weitergehen“ handelt von leeren Tanks und müden Augen, aber vor allem davon, sich nach Niederschlägen wieder aufzurappeln, denn: „Das Leben bleibt nicht stehen!“ Mit dem neuen Song wollen die Hosen ein bisschen Zuversicht in allgemein schweren Zeiten vermitteln, lässt Campino wissen. „Das Lied ist aber auch als Hommage an all diejenigen gedacht, die nach dem Motto leben: siebenmal hinfallen, achtmal wieder aufstehen.“ Ein verheißungsvoller Vorgeschmack auf das, was da demnächst noch von den Hosen kommt. Neben dem letzten Album wurde für 2026 und 2027 ja auch eine ausgiebige „Wir müssen gehen“-Tour angekündigt - die Mehrheit der Konzerte ist längst ausverkauft.

The Notwist - News From Planet Zombie

Indie-Rock gegen die „bedrückende geopolitische Sackgasse unserer Gegenwart“ - kann das funktionieren? Nun, The Notwist werden mit ihrer neuen Musik sicher keine Kriege beenden und auch nicht das Klima oder die Demokratie retten. Aber wenn sich ein paar so fähige Musiker das Ziel setzen, „gemeinsame Wege aus der Krise“ aufzuzeigen und der allgemeinen Verzweiflung damit zumindest ein wenig entgegenzuwirken, so muss man doch dankbar dafür sein. Den kurzen Lichtblick in einer immer chaotischeren Welt kriegen die international anerkannten Weilheimer jedenfalls gut hin, wenn auch nur für 45 Minuten.

„News From Planet Zombie“ nennt die Band um die Acher-Brüder Markus und Micha und Cico Beck das neue Album. In einer Mischung aus Irritation, Unglauben und Staunen blicken The Notwist auf eine Welt, die wie „ein unrealistischer B-Movie“ wirkt. Ein Weg, gegen die bösen Zombie-Geister anzugehen, ist offenbar das Zusammenrücken: Sonst für perfektionistische Klein-Klein-Tüfteleien in dunkler Studio-Isolation bekannt, haben The Notwist diesmal auf einen sehr unmittelbaren und weniger komplizierten Aufnahmeprozess gesetzt. Alle Musiker kamen für eine Woche in einem Münchner Kulturraum zusammen, um die neuen Lieder gemeinsam einzuspielen. So wurde „News From Planet Zombie“ zum ersten Notwist-Album seit 1995, das komplett unter Live-Bedingungen entstand. (tsch)

Seit 70 Jahren im Showgeschäft - aber ans Aufhören denkt Roberto Blanco (88) noch lange nicht. Am Freitag war er zu Gast bei „Volle Kanne“ im ZDF. (Bild: ZDF)

Roberto Blanco verrät im ZDF

Seine Karriere verdankt er einem unglaublichen Zufall