Schonungslos erzählt „Friends“-Star Matthew Perry in seiner Autobiografie über die düstersten Kapitel seines Lebens. Alkohol und Schmerzmittel hätten ihn fast umgebracht.
Zwei Prozent ÜberlebenschanceDrogensucht hätte „Friends“-Star Matthew Perry fast umgebracht
Durch seine Rolle in „Friends“ wurde er weltberühmt: Matthew Perry spielte in der Hit-Sitcom den frechen, aber sympathischen Chandler, den Clown der Truppe, der immer einen schlagfertigen Spruch auf den Lippen hatte. Dabei steckte hinter den Lachern viel Dunkelheit, wie Perry jetzt in seiner Autobiografie eröffnet.
„Ich wollte meine Geschichte teilen, sobald ich mir sicher war, nicht mehr in die Dunkelheit abzustürzen“, so der TV-Star in einem Interview mit dem Magazin „People“. Während der kompletten Laufzeit von „Friends“ habe er mit einer Abhängigkeit von Alkohol und Schmerzmitteln kämpfen müssen. An seinem Tiefpunkt habe er täglich 55 Vicodin genommen. Ein Opioid, das noch stärker wirkt als Morphin.
„Friends“-Star Matthew Perry ist dem Tod nur knapp entkommen
In seiner Autobiografie, die den Titel „Friends, Lovers and the Big Terrible Thing“ trägt und am 1. November 2022 erscheint, geht Perry schonungslos mit den düstersten Kapiteln seines Lebens um. So war er wegen ständiger Rückfälle 15 Mal in einer Entzugsklinik. Nachdem sein Dickdarm wegen ständiger Opioid-Überdosen aufgeplatzt war, musste er neun Monate lang einen künstlichen Darmausgang tragen.
Es gleiche einem Wunder, dass er überhaupt überlebt habe. Als er ins Krankenhaus eingeliefert wurde, sei er an eine Beatmungsmaschine gekommen. „Die Ärzte sagten meiner Familie, ich hätte eine Chance von zwei Prozent, das zu überleben.“ Das ist nun vier Jahre her.
Die anderen Mitglieder des „Friends“-Casts seien ihm im Umgang mit seiner Abhängigkeit stets eine Stütze gewesen, so Perry. „Wenn ein Pinguin krank oder verletzt ist, versammeln sich die anderen Pinguine, um ihn zu stützen. Das tun sie, bis der Pinguin wieder selbständig laufen kann. Das ist, was der Cast für mich getan hat.“
So habe es immer wieder Perioden gegeben, in denen er es geschafft habe, nüchtern zu bleiben. Während der neunten Staffel der Sitcom sei er sogar komplett drogenfrei geblieben. „Und nun raten Sie mal, für welche Staffel ich [bei den Emmys] als bester Schauspieler nominiert wurde?“
Rückblickend sei er vor allem dankbar, am Leben zu sein. Das sei auch die Hoffnung, die in seinem Buch stecke, und der Grund, warum er es schreiben wollte. „Und das wichtigste ist, dass ich mir ziemlich sicher bin, dass es anderen Menschen helfen würde.“ (tsch)

