Er hat lange gezögert – jetzt hat „Jerks“-Schauspieler Fahri Yardim ein langes Statement auf Instagram veröffentlicht.
„Ich brauchte Zeit“Jetzt bricht Fahri Yardim sein Schweigen

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Schauspieler Fahri Yardim (hier am 11. Februar 2026 in Berlin)
„So. Verspätet. Unvollständig.“ So beginnt Schauspieler Fahri Yardim („Jerks“) seine etwas kryptische Stellungnahme.
„Ich bin genauso geschockt wie viele andere. Ich bewundere Colliens Mut. Ich bin dankbar für den Zuspruch, den sie erhält. Ich fühle mit ihr. Und ich bin dankbar dafür, wie sie ihre persönliche Geschichte in eine Kraft übersetzt, die echte strukturelle Veränderung möglich macht. Dafür hat sie meine volle Solidarität“, schreibt der 45-Jährige.
Es sei für ihn eine grundlegende normative Haltung, Opfern zu glauben. Vorwürfe verdienten Schutz, schreibt er, und ernsthafte Aufklärung.
Anschließend geht Yardim auf sein Zögern ein. Viele Fans haben gefragt: Wann meldet sich der Mann zu Wort, der ebenfalls in fünf Staffeln „Jerks“ mit 52 Episoden zu sehen ist? „Ich konnte nicht anders. Ich brauchte Zeit. Aus der besonderen Situation heraus, auf zwei Ebenen berührt zu sein.“ Damit meint er eine öffentliche und eine persönliche.
„Das klingt für mich generisch, kryptisch und unpersönlich“
Er sehe klar, dass sein Zögern selbst schon so ausgelegt werden könnte, als würde er eine Position beziehen. „Mit realen Folgen“, so der Schauspieler. „Und ich versuche, mich diesen Folgen nicht nur gedanklich, sondern auch praktisch zu stellen.“
Die Reaktionen auf diese Stellungnahme fallen zu einem großen Teil negativ aus. Die kompliziert wirkenden Formulierungen kommen nicht bei allen gut an. „Das klingt für mich generisch, kryptisch und unpersönlich. Eher nach ChatGPT als nach deiner Meinung. Ich kann Null greifen, was Deine tatsächliche Haltung ist. Sorry, aber da wäre für mich Schweigen doch besser gewesen…“, schreibt Schauspielkollege Steffen Groth.
„Das Statement kam schon zu spät. Wie gesagt: Als Star und vor allem als Freund trägst du Verantwortung. Für mich ist es zu spät. Zu schwach. Zu schwammig. Zu unklar. Zu einfach“, meint Schauspielerin Clara Braun Pohland.
Aber es gibt auch Verständnis für die Situation, in der sich Yardim befindet. „Was verlangen die Menschen von Fahri Yardim, das ist mir nicht klar. Was soll er eurer Meinung sagen, tun?! Und warum?“, lautet ein Kommentar. „Können Menschen heutzutage nicht begreifen, dass das Leben nicht auf Insta stattfindet? Er selbst muss in seiner Realität verdauen, bevor er irgendjemandem etwas schuldig ist.“
Offenbar hat auch Fahri Yardim selbst geahnt, wie der Text aufgenommen werden könnte. „Es stimmt, der Text ist verkopft. Auch Ausdruck meiner Überforderung“, schreibt er zu seinem Post. „Und eines Anteils von mir, der gerade verzweifelt den Krisenmodus übernimmt. Eine erste Annäherung an die berechtigte Erwartung, sich zu bekennen. Ich meld’ mich wieder, wenn ich mein Herz wiedergefunden hab’.“ (mg)


