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„Domcom“ statt Romcom„Harry Potter“-Star in pikanter Biker-Liebe

Kinostart - «Pillion»

Copyright: -/Weltkino Filmverleih/dpa

Harry Melling als Colin und Alexander Skarsgård als Ray in einer Szene des Films.

Ein neuer Film erfindet vielleicht ein ganzes Genre.

Romcoms kennt jeder, aber was zum Teufel ist eine „Domcom“? Genau das könnte der Film „Pillion“ sein, der damit ein brandneues Genre aus der Taufe hebt. Der Name steht für „Dominance Comedy“ – also eine Komödie, die sich voll und ganz um das Spiel mit Macht und Kontrolle in Beziehungen dreht.

„Pillion“ könnte als allererste Domcom Geschichte schreiben und ist das Debüt von Regisseur Harry Lighton (Jahrgang 1992). In den Hauptrollen glänzen Alexander Skarsgård und ein total verwandelter Harry Melling, den die Welt als Dudley aus „Harry Potter“ kennt. Sie spielen zwei Männer in der Biker-Szene, die sich zwischen Führung und Hingabe wiederfinden.

Vom Zauberschüler-Fiesling zum Biker-Lover

Sondervorführung des Films «Pillion»

Copyright: Annette Riedl/dpa

Harry Melling und Alexander Skarsgård in Berlin.

Der Streifen bewegt sich mitten in der BDSM-Kultur. Das ist eine Szene, die sich durch einvernehmliche Machtspiele in Partnerschaften definiert, wie die dpa berichtet. Für den zurückhaltenden Colin (Melling) ändert sich alles schlagartig, als er den charismatischen Biker Ray (Skarsgård) trifft. Er lässt sich auf eine devote Beziehung mit dem Leder-Typen ein.

Für Colin öffnet sich eine komplett neue Welt, die von Fetisch, Begierde und Freiheit geprägt ist. Doch während er diese sexuelle Entdeckungsreise genießt, steht für ihn die große Aufgabe an: Er muss lernen, für sich selbst einzustehen und seine eigenen Wünsche zu formulieren.

Berlin als perfekte Kulisse für Kink

Gedreht wurde der Film zwar in der englischen Stadt Bromley. Doch bei der Deutschlandpremiere machte Regisseur Lighton klar, dass Berlin der viel passendere Ort für sein Werk sei. „Ich will Bromley jetzt nicht schlechtmachen, aber wenn man an Leder und kinky Schwulensex denkt, denkt man nicht unbedingt an Bromley, sondern eher an Berlin.“

Mitglieder aus dem Milieu waren laut dpa an der Entstehung des Films beteiligt und besuchten auch einige der Premieren.

Sondervorführung des Films «Pillion»

Copyright: Annette Riedl/dpa

Die Filmemacher mit Vertretern der Szene in Berlin.

Preisgekrönt und ohne platte Witze

Die sehenswerte Literaturadaption feierte ihre Premiere in Cannes und staubte dort direkt den Preis für das Beste Drehbuch in der Sektion Un Certain Regard ab. Was „Pillion“ besonders auszeichnet, ist das unfassbar starke Zusammenspiel der beiden Hauptdarsteller Melling und Skarsgård.

Mit viel Fingerspitzengefühl und einem Humor, der fast an Slapstick erinnert, schafft es Lighton, ein Nischenthema wie BDSM für das große Kino zugänglich zu machen. Dabei verzichtet er komplett auf abgedroschene Klischees oder billige Sprüche. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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