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Deutscher TV-Star rechnet ab„Davon kann ich nicht leben“

Schauspieler Herbert Knaup im Januar 2025 im „Kölner Treff“

Schauspieler Herbert Knaup im Januar 2025 im „Kölner Treff“.

Nach 50 Jahren Arbeit rechnet TV-Star Herbert Knaup ab: Seine Rente reicht nicht zum Leben.

Herbert Knaup ist eine feste Größe im deutschen TV, auf der Kinoleinwand und den Theaterbühnen. Auf über ein halbes Jahrhundert im Scheinwerferlicht blickt er zurück, beteiligt an zahllosen Projekten.

An einen geruhsamen Lebensabend denkt der 69-Jährige aber noch lange nicht. Er übt nun gnadenlose Kritik am deutschen Rentensystem.

„Von der Rente kann ich nicht leben“

In einem Gespräch mit „t-online“ redet er nun Tacheles: „Von der Rente kann ich nicht leben.“ Die staatliche Altersvorsorge ist für den Darsteller alles andere als ein Fels in der Brandung.

Sein Fazit ist niederschmetternd: „Das Rentensystem ist extrem, es gibt keine guten Renten.“ Was ihn besonders auf die Palme bringt, ist der Blick auf seine persönlichen Einzahlungen. „Was ich in die Rente eingezahlt habe, das kriege ich nie raus“, macht Knaup deutlich. Würde er die Summe nennen, „würde man beim Vergleich zu dem, was mir über 50 Jahre abgezogen wurde, hintenüberfallen“, sagt er.

Knaup übt scharfe Kritik am System: „Das ist der Sozialstaat, ich habe so viel eingezahlt, aber von der Rente kann ich nicht leben.“ Dass Knaup aktuell dennoch keine finanziellen Nöte hat, ist allein seiner persönlichen Initiative zu verdanken. „Ich habe selbst vorgesorgt“, erläutert er. Dies sei ihm durch erfolgreiche Jahre in seiner Karriere gelungen.

Herbert Knaup blickt besorgt in die Zukunft

Zugleich blickt der Darsteller mit erheblicher Besorgnis auf die kommenden Jahre. Er ist sich sicher, dass die Problematik mit der Altersvorsorge sich weiter verschärfen wird: „Die junge Generation kann nicht von der Rente leben, sondern muss selbst vorsorgen.“

Im eigenen Familienkreis hat er deshalb schon Konsequenzen gezogen. Sein älterer Sohn, der in Zürich als Herz- und Krebsspezialist arbeitet, sei finanziell schon auf der sicheren Seite. Für seinen jüngeren Sohn, der bald seinen 18. Geburtstag feiert, hat er ebenfalls Vorkehrungen getroffen: „Ich habe etwas für ihn angelegt, was er dann weiterführen kann.“ So soll ihm ein „gutes Auskommen im Alter“ garantiert werden.

Dass in der Politik darüber geredet wird, Senioren sollten bis zum 70. Lebensjahr im Job bleiben, ist für Knaup keine Überraschung. Sie „werden aufgerufen, bis 70 zu arbeiten, weil sich der ganze Staat sonst nicht mehr erhalten kann“, so der Darsteller. Für ihn ist das keine abstrakte politische Debatte, sondern gelebte Realität. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.