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Der Tritt gegen den King - Wie Kurt Russell seine Filmkarriere begann

Elvis Presley (rechts) wirkte in über 30 Spielfilmen mit. Einmal traf er dabei auch auf den jungen Kurt Russell, der einen besonderen Auftrag von ihm erhielt. (Bild: MGM)

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Elvis Presley (rechts) wirkte in über 30 Spielfilmen mit. Einmal traf er dabei auch auf den jungen Kurt Russell, der einen besonderen Auftrag von ihm erhielt. (Bild: MGM)

Mit elf Jahren trat Kurt Russell in einer Filmszene Elvis Presley gegen das Schienbein - ein kleiner Moment Hollywoodgeschichte. Aus dem Kinderstatisten wurde später einer der coolsten Stars des Genrekinos. Jetzt feiert Kurt Russell seinen 75. Geburtstag.

Als der junge Kurt Russell Elvis Presley gegen das Schienbein trat, war das weder Rebellion noch Respektlosigkeit. Es war schlicht Teil einer Szene. Russell war noch ein Kinderdarsteller, Presley bereits der „King“. Die beiden standen für den Film „It Happened at the World's Fair“ vor der Kamera, gedreht 1962 in Seattle. In Deutschland kam die Komödie unter dem Titel „Ob blond, ob braun“ auf den Markt.

Russell, kaum elf Jahre alt, spielte einen Jungen, der für ein paar Münzen bereit ist, Elvis' Figur Mike Edwards gegen das Schienbein zu treten, damit dieser anschließend glaubhaft krank wirkt und eine Krankenschwester kennenlernt. Filmgeschichte beginnt ja oft in kleinen Momenten. In Russells Fall wurde aus dem kurzen Tritt eine Anekdote, die ihn sein ganzes Leben begleiten sollte: der Mann, der Elvis Presley treten durfte. 16 Jahre später spielte Kurt Russell selbst den legendären Musiker in einem Biopic. „Elvis - The King“ (1979) entstand unter der Regie von John Carpenter.

Die kurze Szene - im Film wurden streng genommen sogar zwei daraus - musste viele Male wiederholt werden. Russell berichtete später, dass er Elvis dabei etwa zehn- bis fünfzehnmal gegen das gepolsterte Schienbein getreten habe, weil mehrere Takes nötig waren.

Walt Disneys letzte Worte

Am 17. März vollendet Hollywood-Star Kurt Russell sein 75. Lebensjahr.  (Bild: Jamie McCarthy/Getty Images)

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Am 17. März vollendet Hollywood-Star Kurt Russell sein 75. Lebensjahr. (Bild: Jamie McCarthy/Getty Images)

Kurt Russell war in den 60er-Jahren ein wichtiges Talent in der großen Disney-Maschinerie für junge Schauspieler. Er trat nach dem Elvis-Tritt in einer Reihe von Familienfilmen und Fernsehproduktionen auf, zuverlässig, freundlich, das Gesicht eines amerikanischen Jungen aus besseren Tagen des Studiosystems. Walt Disney starb 1966 an den Folgen einer Krebserkrankung. Berichten zufolge kritzelte er auf seinem Sterbebett mehrere Dinge auf einen Block. Seine letzten geschriebenen Worte waren ... „Kurt Russell“.

Der Übergang ins Erwachsenenfach gelang Russell in den späten 1970er- und frühen 1980er-Jahren. Er verdankte ihn nicht zuletzt eben jenem Regisseur, mit dem ihn eine der fruchtbarsten Partnerschaften des Genrekinos verbinden sollte: John Carpenter. In „Die Klapperschlange“ wurde Russell zu Snake Plissken, dem schweigsamen Antihelden mit Augenklappe, der den US-Präsidenten aus dem Gefängnisstaat Manhattan retten soll. Es war eine Rolle, die ihn schlagartig in eine andere Liga katapultierte.

Mit Carpenter drehte Russell später unter anderem noch „Das Ding“, einen paranoiden Klassiker des Horrorfilms, später folgten Action, Komödien und Abenteuerfilme. In „Big Trouble in Little China“ spielte er den großmäuligen Lastwagenfahrer Jack Burton, in „Tombstone“ den Revolverhelden Wyatt Earp.

Nach einer längeren Pause war Kurt Russell zuletzt wieder äußerst aktiv. Neben der Apple-Serie „Monarch: „Legacy of Monsters“ drehte er zwei Staffeln der TV-Serie „The Madison“. Die neue Produktion des „Yellowstone“-Schöpfers Taylor Sheridan spielt in Montana. Dort müssen sich Michelle Pfeiffer und Kurt Russell und ihre Familie mit grundlegenden Fragen des Daseins auseinandersetzen. Die ersten drei Episoden von „The Madison“ laufen schon jetzt bei Paramount+, die restlichen drei Folgen der ersten Staffel sind ab 21. März zu sehen. (tsch)

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