Désirée Nick öffnet die Türen ihrer „Realitystar Academy“ auf Joyn. Warum sich die Reality-Welt ihrer Meinung nach ändern muss, erklärte die 69-Jährige im Interview.
Désirée Nick rechnet mit der Reality-Branche ab„Dann werden die Kinder vor die Kamera gezerrt“

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Désirée Nick ließ in einem Interview mit der Agentur teleschau kaum ein gutes Haar an der Reality-Welt. (Bild: 2023 Getty Images/Gerald Matzka)
Seit Désirée Nick 2004 zur Dschungelkönigin gekrönt wurde, zählt sie zu den bekanntesten Gesichtern der deutschen Reality-Welt. Mittlerweile ist die 69-Jährige mit der Branche jedoch alles andere als zufrieden: „Heutzutage fehlen die Leute, die für ikonische Momente sorgen“, urteilt sie im Interview mit der Agentur teleschau anlässlich ihrer „Realitystar Academy“ (wöchentlich zwei Folgen ab Donnerstag, 16. April, auf Joyn und auf ProSieben). In der Joyn-Show sollen 18 angehende Realitystars von der selbsternannten „Reality-Legende“ lernen, wie es besser geht.
„Nur eine Nummer - ich bin die Braut zum Flachlegen, ich bin die, die immer meckert - das reicht nicht“, findet Nick. „Jeder will ein Icon, eine Queen, eine Legende sein. Aber bleiben diese Leute im Gedächtnis? Nein, es fehlen die Stars“, lässt sie kein gutes Haar an der Reality-Welt. „Stattdessen schlachten sie ihr Privatleben aus“, schimpft die 69-Jährige. Sie selbst habe das nie getan. „Und wenn gar nichts mehr geht, werden die Kinder vor die Kamera gezerrt.“
Désirée Nick ist überzeugt: „Ich bin diejenige, an der sich alle anderen orientiert haben“

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Am Donnerstag, 16. April, öffnet „Die Realitystar Academy“ auf Joyn ihre Türen. Désirée Nick will die nächste Generation der Realitystars formen. (Bild: Joyn/Marc Rehbeck)
Während Nick gegen die Reality-Prominenz austeilt, wehrt sie sich entschieden gegen eine andere Kritik am Reality-Fernsehen: Mit Schauspiel habe das absolut gar nichts zu tun. Anders als ein Schauspieler müsse „man selbst kreativ und eloquent genug sein, um seinen eigenen Text zu formulieren“, findet die 69-Jährige. Ihre eigenen „Texte“ und Aussagen kamen dabei nicht immer gut an, wie ihr selbst aufgefallen ist: Einige Zuschauerinnen und Zuschauer sahen darin nur „Dauerlästerei“.
Auch bei ihren Reality-Kolleginnen und -Kollegen sorgte Nick mitunter für Angst und Schrecken. So flehte etwa Willi Herren (†45) im Dschungelcamp 2004 nach einer minutenlangen Schreierei mit der 69-Jährigen, sie nicht zur Siegerin zu wählen. Bei „Promis unter Palmen“ (2020) geriet sie mit Claudia Obert (64) lautstark aneinander. Jüngst sorgte ihr Auftritt bei „Promi Big Brother“ (2025) für Aufsehen: Erst küsste sie den offen schwul lebenden Harald Glööckler, dann bekamen ihre anderen Mitbewohnerinnen und -bewohner ihre spitze Zunge zu spüren. „Es kann ja kein Zufall sein, dass die Momente, die man mir schenkt, in den Köpfen der Leute hängen bleiben und dass ich stets gute Quoten habe“, erklärt „La Nick“ dazu im Interview.
Auch deshalb sieht Nick sich als „Orientierungsfaktor“ für ihre Schützlinge an der „Realitystar Academy“ und ist überzeugt: „Als ich 2004 zur ersten Dschungelkönigin gekrönt wurde, habe ich Reality zu einer Industrie gemacht und gezeigt, was es für Möglichkeiten gibt. Ich bin diejenige, an der sich alle anderen orientiert haben und die leider Gottes oft sehr schlecht nachgeäfft worden ist.“ (tsch)
