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„Billy Elliot“ wird 40So sieht der ehemalige Kinderstar heute aus

Billy Elliot will nicht boxen, sondern Ballett tanzen: Mit dem Tanzfilm-Klassiker wurde Jamie Bell schlagartig weltberühmt, nun feiert der britische Schauspieler seinen 40. Geburtstag. (Bild: Universal)

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Billy Elliot will nicht boxen, sondern Ballett tanzen: Mit dem Tanzfilm-Klassiker wurde Jamie Bell schlagartig weltberühmt, nun feiert der britische Schauspieler seinen 40. Geburtstag. (Bild: Universal)

Mit dem Tanzfilm „Billy Elliot - I Will Dance“ wurde Jamie Bell schlagartig berühmt. Seither spielte er viele Rollen, viele davon extreme Charaktere in extremen Filmen. Nun wird er 40.

Jamie Bell drehte zuletzt weniger Filme, weil er zu sehr als Familienvater eingespannt ist.   (Bild: 2023 Getty Images/Jamie McCarthy)

Copyright: 2023 Getty Images/Jamie McCarthy

Jamie Bell drehte zuletzt weniger Filme, weil er zu sehr als Familienvater eingespannt ist. (Bild: 2023 Getty Images/Jamie McCarthy)

14 Jahre alt war Jamie Bell gerademal, als er mit „Billy Elliot - I will Dance“ über Nacht Weltruhm erlangte. Er spielte in dem Tanzfilm-Klassiker einen musisch begabten Jungen, der Balletttänzer werden will und sich bei der Erfüllung seines Traums über alle Widerstände hinweg schließlich in die Herzen der Zuschauer tanzt. Und mit ihm sein Hauptdarsteller Bell, der mit dem Film zum ersten Mal vor der Kamera stand. Es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein.

Mit der Schauspielerin Kate Mara hat Jamie Bell zwei Kinder. Die beiden sind seit 2017 verheiratet. (Bild: 2023 Getty Images/Amy Sussman)

Copyright: 2023 Getty Images/Amy Sussman

Mit der Schauspielerin Kate Mara hat Jamie Bell zwei Kinder. Die beiden sind seit 2017 verheiratet. (Bild: 2023 Getty Images/Amy Sussman)

Denn Bell ist wie Billy Elliot seinen Weg gegangen. Dem britischen Schauspieler, der am 14. März seinen 40. Geburtstag feiert, gelang mit dem preisgekrönten Film der Durchbruch. Seither tanzt er auf der großen Bühne des Filmgeschäfts. Einen Film nach dem anderen dreht er dabei nicht, was auf eine sorgsame Karriereplanung schließen lässt. Und: Von mancher Ausnahme abgesehen - „King Kong“, „Fantastic Four“ - ist das anspruchsvolle, unabhängige Kino sein bevorzugtes Terrain.

Im Lauf seiner Karriere spielte Jamie Bell (hier mit Charlotte Gainsbourg) viele extreme Charaktere, wie den Sadisten K in Lars von Triers „Nymphomaniac“.  (Bild: Concorde / Christian Gaisnaes)

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Im Lauf seiner Karriere spielte Jamie Bell (hier mit Charlotte Gainsbourg) viele extreme Charaktere, wie den Sadisten K in Lars von Triers „Nymphomaniac“. (Bild: Concorde / Christian Gaisnaes)

„Es ging mir darum, mit guten Filmemachern zusammenzuarbeiten, auch wenn das bedeutete, kleinere Rollen anzunehmen“. sagte Bell einmal dem Magazin „Gentleman's Journal“. „Gute Filmemacher“, das sind Regisseur vom Kaliber wie Clint Eastwood, mit dem Bell 2006 den Kriegsfilm „Flags of Our Fathers“ drehte. Oder Doug Limen - mit ihm machte er den Sci-Fi-Actioner „Jumper“ (2008). Oder Cary Joji Fukunaga, der Bell für die Brontë-Verfilmung „Jane Eyre“ (2011) besetzte.

Jamie Bell: Mann für extreme Charaktere

Auch das ein Charakter, der nicht nur bei Bell für „Unbehagen“ sorgte: der Neo-Nazi in dem Biopic „Skin“.  (Bild: 24 Bilder)

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Auch das ein Charakter, der nicht nur bei Bell für „Unbehagen“ sorgte: der Neo-Nazi in dem Biopic „Skin“. (Bild: 24 Bilder)

In der Apple-Serie „Shining Girl“ spielte Bell einen Psychopathen, der aber auch ein charmanter Zeitgenosse ist. (Bild: Apple TV+)

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In der Apple-Serie „Shining Girl“ spielte Bell einen Psychopathen, der aber auch ein charmanter Zeitgenosse ist. (Bild: Apple TV+)

Und von den „kleinen Rollen“ war so manche harter Tobak. Bell sucht gerne und findet die extremen Charaktere oder solche in Extremsituationen. Wie den Neo-Nazi in der Filmbiografie „Skin“ (2018). Oder den Elitesoldaten in dem Thriller „6 Days“ (2017), der mit seiner Einheit 1980 der Geiselnahme durch Terroristen in der Londoner iranischen Botschaft ein Ende bereiten soll. Und nicht zuletzt seine wohl gewagteste Rolle: der Sadist K in Lars von Triers Skandalfilm „Nymphomaniac“ (2013).

„Im Film wie im Leben braucht jeder Schauspieler - eigentlich jeder Mensch - die Herausforderung des Unbehagens“, sagte Bell einmal. „Sie ist es, die letztendlich das Adrenalin in Wallung bringt, damit wir uns beweisen können.“ Adrenalin und Unbehagen wird der Charakterdarsteller auch am Set der Apple-Serie „Shining Girls“ (2018) zur Genüge gespürt haben, wo er einen psychopathischen Serienkiller spielte. Als Schauspieler, so wieder Bell, „sucht man nach etwas, das sich von einem selbst unterscheidet.“

Zuletzt hat sich Bell etwas rarer gemacht, seine letzten Rollen spielte er in dem märchenhaften Liebesdrama „All of Us Strangers“ (2023) von Andrew Haigh und der britischen Serie „DI Ray“ (2022-2024). Vielleicht ist seine Familie der Grund für die kreative Zurückhaltung. Immerhin hat Bell drei Kinder, das älteste mit der Schauspielerin Rachel Evan Wood, die jüngeren mit seiner aktuellen Ehefrau Kate Mara. Vater dreier Kinder, auch das eine anspruchsvolle Rolle - noch dazu eine mit einer gehörigen Portion Adrenalin. (tsch)

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