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Als Monica Lierhaus Jürgen Klopp nach Trainer-Comeback fragt, wird er deutlich

Als Fußballtrainer wird man Jürgen Klopp wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr erleben. (Bild: Getty Images / Alex Grimm)

Als Fußballtrainer wird man Jürgen Klopp wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr erleben. (Bild: Getty Images / Alex Grimm)

Real Madrid, die deutsche Nationalmannschaft - oder doch die Trainer-Rente? Im RTL-Interview mit Monica Lierhaus wählte Jürgen Klopp deutliche Worte, als es um seine berufliche Zukunft ging. Eine starke Meinung vertrat der 58-Jährige auch in Bezug auf den vollen Fußballkalender.

Lange wurde Xabi Alonso bei Real Madrid nicht glücklich. Keine acht Monate nach seiner Einstellung hatte der Leverkusener Meistermacher die Entlassungspapiere in der Hand. Kaum war der Trainerposten frei, machte ein Name als möglicher Nachfolger die Runde: Jürgen Klopp. Wie der 58-Jährige im RTL-Interview mit Monica Lierhaus nun verdeutlichte, war das jedoch alles nur heiße Luft.

Seit seinem Trainerende in Liverpool im Mai 2024 „hatte ich noch nicht einmal Kontakt mit Real Madrid“, beteuerte Klopp in dem neuen Format „Monicas Meistermacher“. „Das, was ich im Moment mache, mache ich so gerne, dass ich nicht darauf warte, ob irgendwas kommt, was besser sein könnte“, fügte der Champions-League-Sieger von 2019 in Bezug auf seinen aktuellen Job als Global Head of Soccer bei Red Bull hinzu. Vor allem genieße er „die neue Selbstbestimmung“.

Jürgen Klopp beklagt überlastete Spieler: „Man muss das Hirn einschalten“

Im Rahmen des Interviewformats „Monicas Meistermacher“ begrüßte Monica Lierhaus den einstigen Trainer Jürgen Klopp zum Gespräch. (Bild: RTL)

Im Rahmen des Interviewformats „Monicas Meistermacher“ begrüßte Monica Lierhaus den einstigen Trainer Jürgen Klopp zum Gespräch. (Bild: RTL)

Seine Trainerkarriere vorerst an den Nagel gehängt zu haben, habe er „nicht eine Sekunde bereut“, betonte Jürgen Klopp. „Sieben Monate habe ich quasi nichts gemacht, war cool“, erinnerte er sich zurück, meinte aber auch: „Nichts ist aber keine Alternative, dafür bin ich zu umtriebig.“ Zwar sei er mittlerweile Großvater und liebe seine Enkel über alles, aber: „Ich bin kein 24-Stunden-Opa. Ich kann nicht den ganzen Tag mit Holzklötzen spielen.“

Arbeit ja, Trainer nein - so jedenfalls sieht Jürgen Klopp aktuell seine Zukunft. Das Trainergeschäft sei so intensiv, „dass ich nicht das Gefühl hatte: Das möchte ich machen, bis ich Mitte 70 bin“. Im Momente vermisse er seinen alten Job „gar nicht“, ließ Klopp seine Gesprächspartnerin wissen. Angesprochen auf den Posten als Bundestrainer, für den Klopp immer wieder im Gespräch war, ließ er verlauten: „Never say never, aber Stand heute: Ne. Wenn ich heute entscheiden müsste, ob ich jemals wieder Trainer sein will, müsste ich heute nein sagen.“

Einen kritischen Blick auf das aktuelle Geschehen im Fußballgeschäft hat sich Klopp indes bewahrt. „Ich bin ein großer Gegner von zu viel Fußball“, urteilte er angesichts Klub-WM, Länderspielpausen und aufgeblähter Weltmeisterschaft in diesem Jahr. Rückblickend auf eine letzte Trainerstation in Liverpool räumte der einstige Trainer ein: „Ich bin morgens wach geworden und wusste gar nicht, gegen wen wir 20 Stunden später spielen.“ Ausbaden müssten diese Belastung in erster Linie die Spieler. An die Entscheider in den Verbänden gerichtet formulierte Klopp abschließend einen Appell: „Man muss das Hirn einschalten und sagen, irgendwann ist das Rad überdreht.“ (tsch)

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