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„Verärgerte“ Mitarbeiter verdächtigt Anwalt spricht von „Sabotage“ vor Baldwin-Schuss

Vor dem tödlichen Schuss von Hollywood-Schauspieler Alec Baldwin sollen „verärgerte“ Mitarbeiter Kugeln absichtlich vertauscht haben.

Santa Fe. Nach dem tödlichen Schuss von Hollywood-Schauspieler Alec Baldwin auf eine Kamerafrau hat ein Anwalt der Waffenmeisterin des Filmsets mögliche „Sabotage“ ins Spiel gebracht. Hannah Gutierrez-Reed habe die Requisitenwaffe mit Kugeln aus einer Schachtel für Patronen-Attrappen geladen, sagte ihr Anwalt Jason Bowles am Mittwoch dem Sender NBC.

„Die Person, die die scharfe Patrone in die Schachtel für Patronen-Attrappen gelegt hat, musste die Absicht haben, dieses Filmset zu sabotieren.“

„Es gibt keinen anderen Grund, warum jemand so etwas tun würde“, sagte der Anwalt weiter. „Warum jemand eine scharfe Patrone mit Patronen-Attrappen vermischen würde.“

„Verärgerte“ Mitarbeiter sollen Set um Alec Baldwin verlassen haben

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Belege für seine Theorie lieferte der Anwalt nicht. Er sagte aber, dass „unzufriedene“ und über die Produktionsbedingungen „verärgerte“ Mitarbeiter am Tag vor dem Unfall das Filmset verlassen hätten. Auf die Nachfrage, ob er diese Mitarbeiter verdächtige, sagte Bowles: „Zum jetzigen Zeitpunkt kann niemand ausgeschlossen werden.“

Baldwin hatte am 21. Oktober während der Dreharbeiten zu dem Western „Rust“ im Bundesstaat New Mexico offenbar versehentlich die Kamerafrau Halyna Hutchins erschossen, als er bei einer Probe die Requisitenwaffe abfeuerte. Regisseur Joel Souza wurde an der Schulter getroffen und verletzt. Der Revolver war offenbar mit mindestens einer echten Kugel geladen worden. Wie dies geschehen konnte, ist nach wie vor unklar.

Nach tödlichen Schüssen von Alec Baldwin auch Regieassistent

Waffenmeisterin Gutierrez-Reed wies bereits vergangene Woche über ihre Anwälte jede Verantwortung von sich. Die 24-Jährige habe „keine Ahnung, woher die scharfe Munition kam“.

Ins Visier der Ermittler ist neben Gutierrez-Reed auch Regieassistent David Halls geraten. Dieser räumte laut der Polizei ein, nicht alle Kugeln in der Trommel des Colts überprüft zu haben, bevor er ihn Baldwin mit der Versicherung überreichte, die Waffe sei sicher.

Der tödliche Unfall hat eine Debatte über Sicherheit bei Dreharbeiten ausgelöst. Am Set von „Rust“ hatte es Medienberichten zufolge schon vor dem tödlichen Schuss Sicherheitsprobleme gegeben. Die Polizei hat im Zuge ihrer Ermittlungen bislang noch niemanden festgenommen oder angeklagt. (afp/jv)

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