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„BMF“ „50 Cent“ dreht Serie über Drogen-Boss – der schickt Brief aus dem Knast

Photo by: Raoul Gatchalian/STAR MAX/IPx 2021 9/3/21 50 Cent unveils candy shop goblet at New Sugar Factory in Las Vegas, Nevada.

Curtis Jackson, besser bekannt als „50 Cent“ (hier am 3. September 2021 in Las Vegas) ist Produzent einer neuen Serie über die „Black Mafia Family“.

Die „Black Mafia Family“ war eine der finanziell erfolgreichsten Drogenbanden der USA. Geführt wurde sie von den Flenory-Brüdern aus Detroit. Rapper „50 Cent“ erzählt deren Geschichte jetzt in einer neuen Serie.

New York/Köln. Sein eigenes Leben hat er bereits auf der Leinwand erzählt – jetzt widmet er sich anderen. Curtis Jackson (46), besser bekannt als „50 Cent“, hat eine neue Serie produziert, die sich der „Black Mafia Family“ widmet. Im Gespräch mit EXPRESS.de erzählt der Rapper, warum er ein Treffen mit den Protagonisten vor vielen Jahren ablehnte.

„Werde reich, oder stirb bei dem Versuch“. Dieser Titel könnte auch für seine neue Serie stehen – hätte „50 Cent“ sie nicht schon für die Verfilmung seines eigenen Lebens gebraucht.

„50 Cent“ dreht Serie über Drogen-Boss – der schickt Brief aus dem Knast

Die neue Serie „BMF“ erzählt die Geschichte der beiden Brüder Demetrius „Big Meech“ und Terry „Southwest T“ Flenory. Genau wie bei der Verfilmung seines eigenen Lebens setzt „50 Cent“ hier auf ein Gerüst aus wahren Begebenheiten – die für die Dramaturgie ordentlich ausgeschmückt werden.

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Tatsächlich bauten die Brüder aus einem Armenviertel Detroits – angetrieben vom Traum eines besseren Lebens für ihre Familie – einen einflussreichen und erfolgreichen Drogenring auf, schleusten Tonnen Kokain ins Land, verdienten damit rund 270 Millionen US-Dollar (etwa 230 Millionen Euro). Zeitweise sollen mehr als 500 Personen an den Verbrechen beteiligt gewesen sein.

Zu ihren Geldwäschegeschäften gehörte irgendwann auch eine Platten-Firma. Die Brüder mit dem extravaganten Lifestyle – Partys, fette Karren und schöne Frauen waren an der Tagesordnung – mischten auch in der Hiphop-Szene immer mehr mit. Sie freundeten sich mit mehreren Musik-Stars an – aber einer lehnte ab: „50 Cent“-

„Als ich das erste Mal von der ‚BMF‘ hörte, sie mich treffen wollten, habe ich gesagt: Sagt ihnen, sie sollen von mir fern bleiben“, erzählt der Rap-Gigant im Video-Interview mit EXPRESS.de. Schließlich hatte er zu diesem Zeitpunkt, Anfang der 2000er, gerade erst 38 Millionen Dollar mit einer Welttournee verdient – und Angst, dass seine Vergangenheit ihn einholen könnte.

„50 Cent“ lehnte Treffen mit „Black Mafia Family“ ab

„Meine Vergangenheit sagte, dass ich reingezogen worden wäre“, so der Musiker. Und weiter: „Ich weiß, wer ich bin, wo ich herkomme und wie leicht es für sie gewesen wäre, mich mit hineinzuziehen.“ Das war es nicht wert, die Musik-Karriere, die gerade richtig gestartet war und ihn selbst weg von Drogengeschäften brachte, zu riskieren. Zumal er eben wegen seiner Vergangenheit auch bei US-Ermittlungsbehörden unter Beobachtung stand.

Szene aus der „Starzplay"-Serie „BMF“ über die „Black Mafia Family“ mit Demetrius „Big Meech” Flenory (l.) und Terry „Southwest T“ Flenory (r).

In der Serie „BMF“ geht es um das Leben der Brüder Demetrius „Big Meech” Flenory (l.) und Terry „Southwest T“ Flenory (r). 

Und die schlugen wenige Jahre später zu – die Köpfe der „Black Mafia Family“ wurden 2005 verhaftet. „Big Meech“ sitzt bis heute. Aus dem Knast schickte er aber einen Brief an „50 Cent“ – mit seiner Einwilligung zur Serie. „Ich denke, ihr seid das perfekte Team um meine Geschichte zu erzählen“, heißt es in dem Dokument, das EXPRESS.de vorliegt.

Das Ergebnis ist seit dem 26. September beim Streamingportal „Starzplay“ zu sehen, in Deutschland über die eigene App oder als Zusatz-Channel bei AmazonPrime oder MagentaTV.

Die Rolle von „Big Meech“ wird in der Serie übrigens von dessen Sohn Demetrius Flenory Jr. gespielt. Auch die Rapper Snoop Dogg und Eminem haben Rollen in der Show. „50 Cent“ selbst ist für die Serie nicht nur als Produzent verantwortlich, sondern führte in Episode sieben selbst Regie. 

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