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Vorwürfe von Kohls Sohn „Angela Merkel hat Anteil am Tod meiner Mutter“

Walter Kohl

Walter Kohl, Sohn von Hannelore und Helmut Kohl, erhebt schwere Vorwürfe gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Köln – Walter Kohl, ältester Sohn von Hannelore und Helmut Kohl, erhebt schwere Vorwürfe gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Für mich hat Frau Merkel einen nicht unerheblichen Anteil am Tod meiner Mutter“, so Kohl in einem Interview in der aktuellen Ausgabe des „ZEITmagazins“. 

Der Vorwurf betrifft die Parteispendenaffäre von 1999, Angela Merkel war damals CDU-Generalsekretärin.

Merkel überraschend von Kohl distanziert

Völlig überraschend hatte sich Merkel damals scharf vom langjährigen Partei- und Regierungschef Helmut Kohl distanziert, weil der die Herkunft illegaler Spenden an die CDU nicht preisgab.

„Als Politikprofi wusste Frau Merkel, dass sie eine Lawine lostritt, die unsere Mutter und unsere Familie schwer beschädigen würde“, sagt nun Walter Kohl.

Merkel habe sich „schäbig“ verhalten und „im Machtkampf in der CDU das Leid meiner Mutter einfach als Kollateralschaden hingenommen“, so Kohl.

„Sie wusste, dass meine Mutter schwer krank war“

Die heutige Bundeskanzlerin habe damals „zu keinem Zeitpunkt öffentlich gesagt: Lasst die Familie aus dem Spiel. Dabei wusste sie genau, dass meine Mutter schwer krank war.“

Hannelore Kohl litt damals an einer schweren Lichtallergie. Sie nahm sich 2001 das Leben.

„Sie wurde zur Unperson“

Obwohl seine Mutter mit der CDU-Affäre nichts zu tun gehabt habe, sei sie öffentlich gedemütigt worden. „Sie wurde zur Unperson. Für sie war das alles umso schmerzhafter, weil sie sich sich von Angela Merkel verraten fühlte“, so Kohl.

Hannelore Kohl habe „diesen Verrat an ihrer Freundschaft nie verkraftet.“ Merkel habe sich danach nie wieder bei seiner Mutter gemeldet.

Kohl gehe es dabei „um das menschliche Verhalten von Angela Merkel in diesem parteiinternen Machtkampf“.

Helmut Kohl hatte seinem Sohn Protokolle gezeigt

In dem Gespräch mit dem ZEITmagazin bezieht Kohl sich auch auf Protokolle aus dem CDU-Präsidium, die ihm einst sein Vater gezeigt habe.

„Daraus geht hervor, dass Frau Merkel zu Beginn der Spendenaffäre intern sagte: Wir dürfen Helmut Kohl, von dem wir viele Jahre profitiert haben, nicht im Regen stehen lassen. Vor allem müssen wir auch seine Familie schützen“, so Walter Kohl.

Daran habe sich Merkel später selbst nicht mehr gehalten.