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Ukraine-Krieg Russischer Duma-Chef mit krasser Ansage – „Keinen Schutz für Abgeordnete“

Wjatscheslaw Wolodin, Sprecher der Staatsduma, ist auf einem großen Bildschirm zu sehen.

Wjatscheslaw Wolodin, Sprecher der Staatsduma, ist auf einem großen Bildschirm zu sehen.

Nach Präsident Wladimir Putins Anordnung zur Teilmobilmachung sollen 300.000 Reservisten für den Krieg gegen die Ukraine eingezogen werden. Auch russische Abgeordnete seien nicht von einem Kriegseinsatz ausgenommen.

Russlands Parlamentschef Wjatscheslaw Wolodin hat die Abgeordneten der Staatsduma nach dem Befehl für eine Teilmobilmachung zur Teilnahme an dem Krieg in der Ukraine aufgerufen.

„Wer den Anforderungen der Teilmobilmachung genügt, sollte mit seiner Teilnahme bei der militärischen Spezialoperation helfen“, teilte der Duma-Chef am Donnerstag (22. September 2022) in seinem Nachrichtenkanal bei Telegram mit. „Es gibt keinen Schutz für die Abgeordneten.“

Ukraine Krieg: Reservisten mit Kampferfahrung sollen in den Krieg ziehen

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte am Mittwoch die Teilmobilmachung angeordnet. 300 000 Reservisten mit Kampferfahrungen sollen eingezogen werden.

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Der Parlamentschef reagierte damit auf die wohl in Abgeordnetenkreisen nicht seltene Auffassung, für sie gelte der Aufruf Putins zur Landesverteidigung nicht. Ein Abgeordneter hatte gemeint, er werde im Land gebraucht. Zugleich lobte Wolodin, dass es Parlamentarier gebe, die bereits im Donbass im Einsatz seien.

Eingezogen werden nach seiner Darstellung nur Reservisten mit Kampferfahrungen und militärischen Spezialausbildungen.

Proteste in Russland: Bevölkerung „beunruhigt“

Der Vertraute von Putin räumte nach Straßenprotesten und Berichten über eine massenhafte Flucht junger Russen aus dem Land auch ein, dass „Fragen aufkommen, die unsere Bürger beunruhigen“.

Wolodin sagte, dass die russischen Truppen in der Ukraine heute auch gegen die „Kräfte der Nato“ kämpfen. „In der Ukraine gibt es Nato-Ausbilder, Söldner aus Nato-Staaten, Nato-Technik, Waffen und Munition“, sagte er. Es müssten dort 1000 Kilometer Frontlinie verteidigt werden. (dpa/ac)

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