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Perfider Trick Hübsche Frauen locken russische Soldaten in Melitopol in die Todesfalle

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine findet längst nicht nur auf dem Schlachtfeld statt, ukrainischen Hackern soll es gelungen sein, mithilfe von Fake-Profilen Soldaten in eine Falle zu locken. Unser Foto zeigt eine Frau in ihrem zerstörten Haus in Kramatorsk.

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine findet längst nicht nur auf dem Schlachtfeld statt, ukrainischen Hackern soll es gelungen sein, mithilfe von Fake-Profilen Soldaten in eine Falle zu locken. Unser Foto zeigt eine Frau in ihrem zerstörten Haus in Kramatorsk.

Mit einem perfiden Trick soll es ukrainischen Hackern gelungen sein, russische Soldaten in Melitopol in die Todesfalle zu locken. Der Fall zeigt, dass der Krieg längst nicht nur auf dem Schlachtfeld stattfindet. 

Putins Krieg in der Ukraine ist auch ein Krieg im Internet: Russland verbreitet Desinformation und Propaganda auf Telegram, VKontakte und Co., und auch die Ukraine setzt auf soziale Netzwerke. Auf Twitter und Facebook verbreitet Präsident Selenskyj seine Botschaften, der offizielle Ukraine-Account karikiert Putin als Kind Hitlers.

Auch Hacker spielen eine große Rolle in diesem Cyberkrieg, nicht nur auf der russischen Seite.

Einem britischen Medienbericht nach ist es ukrainischen Hackern gelungen, russische Soldaten mit einem perfiden Trick in die Todesfalle zu locken. Dabei spielen attraktive Frauen eine wesentliche Rolle.

Wie die britische „Financial Times“ (FT) berichtet, sei es den Hackern gelungen, mit Fake-Profilen russische Soldaten dazu bewegen, ihren Standort preiszugeben. 

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Nikita Knysch, ein 30-jähriger IT-Experte aus Charkiw, berichtet der Zeitung, dass er nach Beginn der russischen Invasion seine Fähigkeiten einsetzen wollte, um der Ukraine zu helfen. Er habe sich mit anderen Hackern zusammengeschlossen und eine Gruppe namens „Hack Your Mom“ gegründet, mittlerweile seien 30 Hacker involviert. 

Ukraine: Hacker locken russische Soldaten in die Todesfalle

Im August sei der Gruppe ein Coup in der Nähe der Stadt Melitopol im Südosten des Landes gelungen. Die Hacker hätten demnach mehrere Fake-Profile auf verschiedenen Social-Media-Kanälen erstellt, darunter auch Telegram. Mit ihnen hätten sie sich als attraktive Frauen ausgegeben und seien so mit den Soldaten in Kontakt getreten. 

Die Soldaten seien den falschen Frauen auf den Leim gegangen – und haben dem Bericht nach sogar Fotos von der Front geschickt. Knysch berichtet, mithilfe der Aufnahmen sei es dann gelungen, den Standort der Truppen auf einer abgelegenen Militärbasis zu identifizieren. Die Hacker hätten dann diese Informationen an das ukrainische Militär übermittelt. Wenige Tage später sei die Basis angegriffen worden. 

Ukraine: Russische Soldaten gehen Fake-Profilen auf den Leim

„Mein erster Gedanke war – ich bin effektiv, ich kann meinem Land helfen“, wird ein anderer Hacker der Gruppe zitiert. „Dann wurde mir klar, dass ich mehr davon will – ich möchte immer wieder solche Basen ausfindig machen.“ Knysch erklärte, seinem Team sei es auch gelungen, in Datenbanken von russischen Militärunternehmen einzudringen. 

Die Behauptungen der Hacker lässt sich nicht unabhängig prüfen. Die Streitkräfte der Ukraine selbst äußerten sich nicht auf Nachfrage der „FT“ zu den Hackern. Ukrainische Medien berichten allerdings im August, dass es auf einem russischen Militärstützpunkt bei Melitopol eine Explosion gegeben habe. 

„Ohne Geld, ohne brillante Software und sogar ohne brillante Hacks – allein mit Tricks können wir im Dunkel des Internets dem Feind schaden“, wird Knysch zitiert. 

Ukraine: Armee rekrutiert Freiwillige für „IT-Armee“

Nach Putins Einmarsch hat auch die ukrainische Armee eine „IT-Armee“ rekrutiert, die „IT Army of Ukraine“, die vor allen Dingen aus Freiwilligen besteht. Die Gruppierung besteht aus Menschen aus aller Welt und ist über Telegram organisiert. Täglich werden neue Ziele in Russland ausgegeben, zusammen mit technischen Instruktionen. Wie viele von den Freiwilligen sich tatsächlich aktiv an Aktionen gegen Russland beteiligen oder wie erfolgreich sie sind, lässt sich schwer sagen.

Für den schweizerischen Forscher Stefan Soesanto vom Center for Security Studies der ETH Zürich stellt diese „IT-Armee“ dennoch eine Innovation der Kriegsführung dar. Sie ermögliche es der Ukraine, eine zusätzliche Gruppe zu Hilfe zu holen und für den Cyberkrieg zu nutzen, wie er in einem „Cyberdefense Report“ erklärt.

Er hat im Juni die Aktivitäten der Freiwilligenverbände der ukrainischen Armee untersucht. Es handle sich um ist ein „einzigartiges und intelligentes Konstrukt“, das die Form der Cyber- und Informationskriegsführung in künftigen Konflikten beeinflussen werde, lautet sein Fazit. 

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