Nichts dran am Tesla-Vorwurf: Ermittler finden keine Beweise gegen IG Metall.
Schmutzkampagne bei TeslaNach Abhör-Vorwurf: Ermittlungen gegen IG Metall eingestellt

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Die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) äußert sich zu Ermittlungen nach einem Vorwurf von Tesla gegen die IG Metall. (Archivbild)
Die von Tesla erhobenen Anschuldigungen gegenüber der IG Metall wegen einer angeblichen Abhöraktion sind vom Tisch. Wie die dpa meldet, lieferten Ermittlungen des Brandenburger Landeskriminalamts keinerlei Beweise für ein illegales Vorgehen, was die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) bekannt gab.
Das Notebook eines Gewerkschaftssekretärs wurde von den Fahndern eingehend geprüft. Die Schlussfolgerung ist unmissverständlich: „Im Ergebnis der dortigen Untersuchungen ergaben sich keine Anhaltspunkte für aufgezeichnete und/oder gespeicherte Aufnahmen auf dem Notebook.“ Und es kommt noch deutlicher: Es existieren auch „keine Daten, die darauf hindeuten könnten, dass das Mikrofon zur Tatzeit eingeschaltet war“.
Der schwere Vorwurf von Tesla
Der US-Autobauer hatte eine Strafanzeige gegen den Gewerkschaftsfunktionär gestellt. Ihm wurde zur Last gelegt, am 10. Februar eine Sitzung des Betriebsrats heimlich mit seinem Laptop mitgeschnitten zu haben. Daraufhin eröffnete die Anklagebehörde ein Verfahren wegen der Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes.
IG Metall kontert: „Schmutzkampagne“
Die Gewerkschaft weist die Beschuldigungen entschieden von sich und startet einen Gegenangriff. Sie reichte eine Strafanzeige gegen den Werksleiter André Thierig wegen übler Nachrede ein. „Mit dreisten Anschuldigungen gegen einen IG Metall-Kollegen hat Tesla-Geschäftsführer André Thierig direkt vor der Betriebsratswahl eine Schmutzkampagne losgetreten“, äußerte sich Jan Otto, Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen. „Jetzt steht fest: Alle Vorwürfe waren falsch.“
Nach Ansicht der Gewerkschaft war dies ein gezielter Eingriff, um die Betriebsratswahl von Anfang März zu manipulieren. Die IG Metall beabsichtigt daher, diese anzufechten und hat schon einen entsprechenden Antrag beim Arbeitsgericht Frankfurt/Oder gestellt. Den Sieg bei der Wahl trug die nicht gewerkschaftlich verbundene Liste „Giga United“ davon. In der einzigen deutschen Fabrik von Tesla sind fast 11.000 Mitarbeiter beschäftigt. (red)
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