Irre Masche mit Föhn und Dummys: Angestellte sollen Milliarden-schwere KI-Systeme manipuliert und nach China geschleust haben.
Aktien-Absturz nach irrem China-Schmuggel

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Supermicro betont, dass sich die Vorwürfe nur gegen einzelne Mitarbeiter, aber nicht gegen die Firma richten. (Archivbild)
Illegale Chip-Exporte durch Angestellte, der Aktienkurs stürzt ab.
Ein handfester Skandal erschüttert die Finanzwelt: Die Papiere des Hardware-Spezialisten Supermicro sind an nur einem Handelstag um über ein Viertel eingebrochen. Der Auslöser: Amerikanische Behörden bezichtigen Angestellte, hochentwickelte KI-Chip-Systeme von Nvidia illegal in die Volksrepublik China geschleust zu haben.
Laut den Anschuldigungen hat man Supermicro-Server im Wert von Milliarden erst in eine südostasiatische Nation transportiert und anschließend verdeckt nach China weitergeleitet. Um dies zu vertuschen, wurden Dokumente manipuliert, die eine Firma in Südostasien, deren Name nicht genannt wird, als den eigentlichen Adressaten der Technologie auswiesen.
US-Sanktionen sollten Chinas KI bremsen
Die Regierung in Washington hatte den Export von Nvidia-KI-Chips nach China massiv limitiert. Ziel war es, den Fortschritt bei Künstlicher Intelligenz in der Volksrepublik zu drosseln. Dennoch war schon länger ein offenes Geheimnis, dass die hochbegehrten Komponenten über verschlungene Pfade ihr Ziel erreichten.
Irre Fälscher-Masche mit Haartrockner
Die Täter scheuten dabei keine Mühen, wie die „dpa“ berichtet. Um eventuelle Inspektionen zu täuschen, wurden in Südostasien äußerlich identische, aber funktionslose Server-Dummys in den Originalkartons aufbewahrt. Unglaublich, aber wahr: Mit Föhns löste man die Aufkleber mit den Seriennummern von den echten Supermicro-Rechnern ab und brachte sie auf den Nachbildungen an. Der gesamte Vorgang wurde in einem Lagerhaus von Sicherheitskameras aufgezeichnet; die Staatsanwaltschaft in New York hat dazu Bildmaterial publiziert.
Supermicro Nur einzelne Mitarbeiter beteiligt
Supermicro unterstrich in einer offiziellen Mitteilung, dass sich die Anschuldigungen nicht gegen die Firma als Ganzes richten, sondern ausschließlich gegen bestimmte Beschäftigte. Besonders pikant an der Sache: Unter den Beschuldigten befindet sich ein 71 Jahre alter Mitgründer von Supermicro, der zudem einen Sitz im Aufsichtsgremium des Unternehmens innehatte.
Experten aus der Branche vermuten, dass Wettbewerber wie Dell aus den Untersuchungen gegen die Supermicro-Angestellten Vorteile ziehen könnten. Das Wertpapier des Konzerns stürzte im amerikanischen Börsenhandel zwischenzeitlich um etwa 29 Prozent ab. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

